Bundesliga-Topspiel

BVB-Einzelkritik gegen Frankfurt: Einmal Note 5 trotz Sieg

Borussia Dortmund gastierte am 12. Bundesliga-Spieltag bei Eintracht Frankfurt. Alle Noten für die BVB-Profis in der Einzelkritik.

Dortmund/Frankfurt – Borussia Dortmund hat seinen positiven Lauf der vergangenen Spiele fortgesetzt. Gegen Eintracht Frankfurt gelang dem BVB ein 2:1 Auswärtssieg. Hier gibt es die Einzelkritik und Noten von RUHR24.

WettbewerbBundesliga (12. Spieltag)
Begegnung Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund
Endstand 1:2
Tore0:1 Brandt (21.), 1:1 Kamada (26.), 1:2 Bellingham (52.)

BVB gegen Frankfurt in der Einzelkritik: Alle Noten für Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Der Schlussmann avancierte erneut zu einem der Helden des Spiels. Gregor Kobel sicherte dem BVB insbesondere in der zweiten Halbzeit die drei Punkte. In der 54. Minute gegen Lindström, in der 58. Minute erst gegen Götze und dann wieder gegen Lindström und in der 63. Minute gegen Kolo Muani vereitelte der Schweizer teils brutale Gelegenheiten der Gastgeber. Immer war Kobel mit starken Reflexen zur Stelle. Beim Gegentreffer durch Kamada war er chancenlos. Note: 1

Niklas Süle: Wie schon zuletzt agierte der Ex-Bayern-Profi als Außenverteidiger. Zu Beginn des Spiels hatte Süle leichte Probleme mit Platz und Gegner. Kleinere technische Fehler in der Ballannahme und im Passspiel schlichen sich ein. Im Verlauf der Partie steigerte er sich aber deutlich. Auf der rechten Seite kurbelte er das Offensivspiel mit gefährlichen Flanken und tiefen Pässen an. Den Siegtreffer zum 2:1 leitete er mit einem feinen Pass in die Spitze ein. Defensiv ließ er auf seiner Seite nicht mehr viel anbrennen. Note: 2,5

BVB gegen Frankfurt in der Einzelkritik: Note 2,5 für Mats Hummels

Mats Hummels: Der BVB-Abwehrchef konnte an seine überragende Leistung aus dem Spiel gegen Manchester City anknüpfen. Hummels war über weite Strecken der Stabilisator in der Defensive. Der 33-Jährige gewann viele enge und wichtige Zweikämpfe, stach mutig nach vorne vor und wirkte auch im Spielaufbau unaufgeregt und sicher. Vor dem Gegentreffer zum 1:1 rutschte er unglücklich weg, jedoch lag die Hauptschuld eher bei Özcan und Bellingham. In Durchgang zwei ließ er mit dem Rest seines Teams aber viel zu viele Top-Gelegenheiten zu, was sich auch auf seine Note in der BVB-Einzelkritik auswirkt. Note: 2,5

Mats Hummels gewann viele wichtige Zweikämpfe in Frankfurt.

Nico Schlotterbeck: Hatte einige Höhen, aber auch ein paar Tiefen in seinem Spiel. Mehrfach blockte er die Angriffe der Eintracht in höchster Not gut. In der 9. Minute hätte Schlotterbeck zudem beinahe selbst nach einer Ecke eingenetzt. In der 42. Minute sah der Innenverteidiger jedoch schlecht aus, als Götze ihm im Zweikampf entwischte und eine 100-prozentige Torchance herausspielte. Im weiteren Verlauf war er oftmals zu weit weg von seinen Gegenspielern und ließ zu viel anbrennen. In der 57. Minute klärte er dafür in alter „Sven-Bender-Manier“ auf der Linie. Note: 3,5

BVB gegen Frankfurt in der Einzelkritik: Schwacher Auftritt von Rückkehrer Salih Özcan

Thorgan Hazard: Der Belgier bekam erneut die Chance auf der linken Abwehrseite. Wirkte in den ersten Spielszenen hellwach und motiviert. Lange hielt sich der gute Eindruck allerdings nicht. In der 13. Minute kam zum ersten Mal die SGE nach einem Stellungsfehler von Hazard zu einer dicken Gelegenheit. Auch im Anschluss konnten die Gastgeber Gefahr über seine Seite ausstrahlen. Wenn es gefährlich wurde, dann oftmals über seinen Flügel. Hazard ging offenbar sehr früh die Puste aus. Note: 4

Salih Özcan: Nach Gelb-Sperre in der Champions League rückte Özcan wieder für Emre Can in die Startelf. Der Türke erwischte allerdings keinen Sahnetag. In seinem Spiel zeigten sich viel zu viele technische Mängel und Unsicherheiten. In einigen wichtigen Zweikämpfen war er nur zweiter Sieger. Beim Gegentreffer zu zaghaft. In der 57. Minute unterlief Özcan zudem ein katastrophaler Schnitzer, als er als letzter Mann ins Dribbling ging und den Ball unnötig vertändelte. Diese Szene hätte Borussia Dortmund den Sieg kosten können. Note: 5

BVB gegen Frankfurt in der Einzelkritik: Note 3 für Jude Bellingham

Jude Bellingham: Der Youngster war in Frankfurt häufiger im Defensivspiel gefordert. Wie gewohnt präsentierte sich Bellingham dort griffig und aggressiv. Beim Gegentor durch Kamada fehlte ihm jedoch der nötige Druck, um den Abschluss zu verhindern. Offensiv leistete er sich ungewöhnlich viele Abspielfehler. Im weiteren Verlauf zeigte der Engländer aber eine deutliche Leistungssteigerung und brachte Borussia Dortmund mit seinem Tor zum 2:1 auf die Siegerstraße. In der Schlussphase wurde erneut sein unbedingter Siegeswille deutlich. Sogar in der Nachspielzeit lief er die Gegenspieler unerbittlich an. Note: 3

Jude Bellingham erzielte in Frankfurt den wichtigen 2:1-Siegtreffer.

Donyell Malen: Rückte für Gio Reyna in die Anfangsformation und war direkt ein Fixpunkt in der Offensive. Zwar gelang ihm nicht immer alles, jedoch betrieb Malen großen Aufwand und stellte seine Gegenspieler stets vor Probleme. In der 21. Minute brach er mit seinem Tempo überragend auf der linken Seite durch und servierte mit einem überlegten Pass für Julian Brandt, der das 1:0 erzielen konnte. Insgesamt könnte der Niederländer das Spiel noch mehr an sich reißen, jedoch war es ein guter Einstand nach seiner kurzen Spielpause. In der 60. Minute wurde er durch Reyna ersetzt. Note: 3

BVB gegen Frankfurt in der Einzelkritik: Note 3,5 für Julian Brandt

Julian Brandt: Der Spielmacher hatte mehrere gute Szenen im Spiel. In der 21. Minute nagelte er den Ball humorlos zur Führung in die Maschen. Anschließend auffällig als Ballverteiler und Antreiber. Phasenweise tauchte Julian Brandt jedoch ab. Er sollte im Zentrum noch präsenter sein. Wurde nach 60 ordentlichen Minuten für Emre Can ausgewechselt. Note: 3,5

Karim Adeyemi: Der Neuzugang aus Salzburg kommt immer besser in Form. Heute zeigte er sich sehr umtriebig und agil im Offensivspiel. Gegenspieler Pellegrini hatte so seine Probleme mit Adeyemi. Hin und wieder verzettelte er sich in unnötigen Zweikämpfen, arbeitete dafür allerdings gut fürs Team. In der 9. Minute setzte er zu einer erfolgreichen Defensivgrätsche an. Die Rückwärtsbewegung wird langsam, aber sicher, auch besser. Note: 3,5

Julian Brandt bekommt in der BVB-Einzelkritik gegen Frankfurt die Note 3,5

BVB gegen Frankfurt in der Einzelkritik: Note 4 für Youssoufa Moukoko

Youssoufa Moukoko: „Mouki“, wie er von seinen Teamkameraden liebevoll genannt wird, hat sich in Frankfurt für einen besonderen Moment aufgespart. In der 52. Minute ließ er ein starkes Zuspiel von Niklas Süle überragend in den freien Raum abtropfen, sodass Bellingham den Siegtreffer erzielen konnte. Ansonsten war Moukoko nur sehr selten ins Dortmunder Spiel eingebunden. Selbst zu Chancen kam er nicht. Der Verschleiß in den vergangenen Wochen war ersichtlich. Dennoch war Mouki in dem Moment zur Stelle, als er gebraucht wurde. Note: 4

Modeste: Eingewechselt in der 61. Minute für Moukoko. War ebenso wie Moukoko nur wenig ins Spiel eingebunden. Konnte noch den einen oder anderen wichtigen Ball halten, ansonsten eher unauffällig. Note: 3,5

Can: Kam nach 60 Minuten für Julian Brandt ins Spiel. Gewann mehrere enge Zweikämpfe und verstärkte das Team in der Defensive. Wurde nach einem engen Zweikampf allerdings früh mit einer Gelben Karte bestraft, sodass er seine Aggressivität fortan nicht mehr nutzen konnte. Note: 3,5

Reyna: Ist nach 60 Minuten für Malen auf den Rasen gekommen. Hatte noch 1-2 ordentliche Szenen in der Offensive, blieb aber weitestgehend unauffällig. Note: 4

Wolf: In der 69. Spielminute für Adeyemi eingewechselt. Ohne Note.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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