Borussia Dortmund souverän

BVB-Star bekommt Note 1: Die Einzelkritik zum Sieg gegen Arminia Bielefeld

Live-Ticker: BVB-Spieler Giovanni Reyna mit einer guten Chance gegen Arminia Bielefeld.
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Der BVB bekommt eine gute Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld. Gio Reyna (vorne) bekam aber er eine durchwachsene Note.

Die Brust der Borussen wird wieder breiter. Der BVB bekommt insgesamt eine gute Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld, doch ein Spieler sticht besonders heraus.

Dortmund – Es erinnerte etwas an das Hinspiel. In der ersten Halbzeit konnte sich Borussia Dortmund nicht vor dem gegnerischen Tor behaupten. Doch nach 45 Minuten gelang es den Schwarz-Gelben den Ball einzunetzen, sodass der BVB 3:0 gegen Arminia Bielefeld gewann.

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Alle Noten von Borussia Dortmund

Marwin Hitz: Direkt zu Beginn wurde der Schlussmann gefordert, konnte aber den Torschuss von Kunze in der 12. Minute parieren. Er ließ den Ball allerdings unglücklich nach vorne abprallen, der zweite Torschuss kam allerdings aus dem Abseits. Gefahr gebannt. Danach wurde es recht ruhig im schwarz-gelben Strafraum. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte er den Schuss von Andreas Voglsammer sicher, auch gegen Doan konnte er den Ball festhalten. Insgesamt ein solides Spiel. Hitz war da, wenn er da sein musste. Note: 2,5

Mateu Morey: Wieder bekam der Spanier den Vorzug gegenüber Thomas Meunier. Er zahlte das Vertrauen von Trainer Edin Terzic mit viel Laufleistung zurück. War einmal ganz stark gegen Jhon Cordova (17.) und schob immer wieder nach vorne an. Allerdings kam zu wenig dabei rum. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Emre Can als Aggressiv-Leader bei Borussia Dortmund

Emre Can: Glänzte in der Abwehr als Verteiler, verlegte immer wieder von der linken auf die rechte Seite und zurück. Fiel mal wieder mit großem Temperament auf, reagierte etwa als Jhon Cordova in der 36. Minute einen Freistoß gegen ihn rausholte erbost. Beim Torschuss von Jhon Cordova war er relativ weit weg von seinem Gegenspieler, hätte dieser sich die Zeit genommen, die er gehabt hätte, hätte es eine durchaus gefährliche Chance werden können. Mit dem Stürmer lag Emre Can ohnehin im Clinch. Der Höhepunkt war, als beide mit den Köpfen aneinander stießen (48.). Eine gute Chance von Ritsu Doan konnte der 27-Jährige klären, als sich die restliche Abwehr verlegen ließ. Note: 2,5

Mats Hummels: Ging proaktiv zum Ball und hielt immer fleißig den Kopf hin. Wurde einmal aus der Abwehr rausgelockt, so dass Kollege Emre Can gegen Ritsu Doan klären musste. Angesichts der anstrengenden Wochen, die bevorstehen, wurde der Abwehrchef in der 85. Minute ausgewechselt. Solide Einzelkritik, aber unauffälliges Spiel. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Jude Bellingham zeigte sich gierig – belohnte sich aber nicht

Raphael Guerreiro: Im Anfangsgedrubbel im gegnerischen Strafraum belohnte sich auch Raphael Guerreiro mit einem Torschuss. Der stille Anführer hatte immer wieder nette Ideen, wie in der 38. Minute als er im gegnerischen Strafraum überraschend mit der Hacke zurücklegte. Der Ball landete allerdings beim Gegner. Zu flapsig wurde er beim Abschluss in der Nachspielzeit, nach herausragender Vorarbeit von Thorgan Hazard, für Torwart Stefan Ortega kein Problem. Insgesamt 87 Ballkontakte, eine Passquote von 86 Prozent und eine passable Einzelkritik. Note: 3

Jude Bellingham: Durfte in die Startelf, weil Thomas Delaney einen fiebrigen Infekt hatte. Der junge Engländer war direkt in der 4. Minute torhungrig, scheiterte aber an Keeper Stefan Ortega. Sinnbildlich für den Kampfgeist, den das junge Talent an den Tag legte, war als er auf Knien den Ball gegen seinen Gegenspieler behaupten konnte (64.). Als er weiterspielen wollte, wurde aber schon ein Freistoß zu seinen Gunsten gepfiffen. Auffällig war, dass das gesamte Mittelfeld fleißig mit nach hinten arbeitete. So auch Jude Bellingham. In der Nachspielzeit wehrte er einen Schuss von Christian Gebauer ab. Insgesamt zeigte sich der 17-jährige Engländer ballhungrig, aggressiv und ging bis an seine Schmerzgrenze – unter anderem als er in der 13. Minute einen Tritt von Kunze in die Magengrube bekam. Elf gewonnene Zweikämpfe sprachen für sich. Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Mahmoud Dahoud entwickelt sich zum Ideengeber bei der Borussia

Mahmoud Dahoud: Sein Tor in der 48. Minute hat den Auftakt für das schwarz-gelbe Torfest gegeben. Doch, dass Mahmoud Dahoud gegen Bielefeld eine wichtige Rolle einnahm, zeichnete sich schon in der ersten Halbzeit ab. Er war der Mann mit den meisten Ballkontakten in den ersten 45 Minuten. Er redete viel, verteilte die Bälle und versuchte frischen Wind hereinzubringen. Die Krönung seines Auftritts: der eiskalte Distanzschuss, flach in die linke Ecke zum 1:0 des BVB. Wie sein Kollege Jadon Sancho arbeitete er auch nach hinten mit. Allerdings mit kleineren Unkonzentriertheiten, dass sein Ballverlust in der 43. Minute keine Folgen hatte, war Glück. Nach seinem Tor wurde es dann etwas ruhiger um den Mittelfeld-Strategen. In der 85. Minute wurde er ausgewechselt. Insgesamt aber ein sauberer Auftritt, von dem Borussia Dortmund sicherlich in Zukunft noch mehr sehen möchte. Note: 1,5

Der BVB scheiterte immer wieder an Bielefeld-Keeper Ortega. Letztendlich bekommen die Spieler in der Einzelkritik dennoch gute Noten.

Jadon Sancho: Er war zweifellos der Spieler des Spiels. Wenn es gefährlich wurde, hatte Jadon Sancho seinen Fuß im Spiel. Der Kreativ-Leader trat unermüdlich als Vorbereiter in Erscheinung und spielte insgesamt acht Torchancen heraus. In der torlosen ersten Halbzeit immer wieder mit ideenreichen Ansätzen, belohnte er sich und den BVB in der zweiten Hälfte mit einem Assist (50.) und einem Tor (56.). Doch er wollte noch mehr. In der 70. Minute marschierte der Engländer auf der rechten Seite über das ganze Spielfeld, suchte Erling Haaland, fand Marco Reus, der konnte die vielversprechende Torchance allerdings nicht nutzen. Jadon Sancho versuchte es selbst auch nochmal in der 74. Minute, was aber eher ein „Torschüssschen“ war. Besonders bemerkenswert: Der 20-Jährige ackerte und ackerte und tauchte auch immer wieder in der Abwehr auf. Seine harte Arbeit zahlte sich aus, auch in der Einzelkritik. Note: 1

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Dortmund-Kapitän zeigt sein altes Können

Marco Reus: Er hatte das Auge für Jude Bellingham in der 4. Minute, woraus die erste Torchance für den BVB entstand. Insgesamt war der Kapitän viel unterwegs und umtriebig auf dem Spielfeld. Manchmal zu langsam, wie etwa als der BVB gegen Fabian Klos den Ball zurückgewinnen konnte, scheiterte das Dortmunder Umschaltspiel an Marco Reus (42.). Insgesamt drei Torschüsse mit einem Lattenschuss (28.). Holte den Elfmeter raus, den Jadon Sancho verwandeln konnte. Hatte noch eine vielversprechende Torchance in der 70., scheiterte aber an Stefan Ortegas Kopf. Bei vielen Aktionen vor dem gegnerischen Tor belohnte sich der BVB-Kapitän letztendlich nicht, sodass er sich selbst eine bessere Einzelkritk verhinderte. Note: 2,5

Giovanni Reyna: Gegen Arminia Bielefeld war das junge Talent teilweise zu unkonzentriert und schluderte. Wie etwa in der 6. Minute, als er nachlässig den Ball verlor und damit Ritsu Doan zur Torchance einlud. Tänzelte sich durch das Mittelfeld, versuchte es ab und an mit der Hacke (16.), die Bälle landeten jedoch meistens beim Gegner. Giovanni Reyna ist der Spieler mit den meisten Ballverlusten des Spiels. Zwei aussichtsreiche Torschüsse konnte er nicht verwandeln. Note: 3,5

Jadon Sancho ist der Spieler des Spiels. In der BVB-Einzelkritik bekommt er eine sehr gute Note.

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Erling Haaland ungewohnt ruhig – dafür aber selbstlos

Erling Haaland: Der BVB-Superstürmer blieb gegen Arminia Bielefeld torlos. In der ersten Halbzeit kam er kaum zum Zuge und hatte lediglich acht Ballaktionen – dafür aber ein gefährlicher Torschuss nach Vorarbeit von Jadon Sancho (38.), Stefan Ortega konnte den Ball aber festhalten. Was man dem Profi aber zugutehalten musste: Wenn er schon nicht traf, so hatte er immer seine Team-Kollegen im Blick. Statt es selbst zu probieren, spielte er selbstlos in der 80. Minute auf Reinier ab, der zum 3:0 einnetzte. Immerhin einen Titel kann sich Erling Haaland auf die Fahnen schreiben: Mit 34,62 Kilometer pro Stunde war er der schnellste Mann des Spiels. Note: 3

Thorgan Hazard: Feierte sein Comeback und kam in 69. Minute für den unkonzentrierten Giovanni Reyna ins Spiel. Glänzte immer wieder mit schönen Szenen, setzte sich regelmäßig gegen seine Gegenspieler durch. Legte einmal auf Erling Haaland ab, der aber minimal im Abseits stand und fand auch in der Nachspielzeit nochmal Raphael Guerreiro, der die Chance aber auch nicht zum Tor nutzen konnte. Zeigte sich hungrig und erweckte den Eindruck, dass er nach seiner langen Pause wieder so richtig Bock hatte. Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Reinier mit Traum-Start bei Borussia Dortmund

Thomas Meunier: Kam in der 80. Minute für Mateu Morey. Nach Verletzungspause war es der erste Einsatz für den Belgier. Unauffällig leistete er solide seine Arbeit und ließ keine Chance zu. Ohne Note

Reinier: Was für ein Auftritt! Nur 28 Sekunden nach seiner Einwechslung für Marco Reus (80) netzte Reinier zum 3:0 nach einem selbstlosen Abspiel von Erling Haaland ein. Es war sein erste Bundesliga-Tor. Reinier zeigte, dass Borussia Dortmund auch auf der Bank nicht zu unterschätzende Kaliber hat. Ohne Note

BVB-Einzelkritik gegen Arminia Bielefeld: Dan-Axel Zagadou als sicherer Abwehr-Fels

Julian Brandt: Der Nationalspieler stand diesmal in der Startelf. Er kam in der 80. Minute für Mahmoud Dahoud und versuchte sich in der 82. Minute an einem Torschuss nach Vorlage von Jadon Sancho, scheiterte aber. Ohne Note

Dan-Axel Zagadou: Es war die Dortmunder Comeback-Show. Auch Dan-Axel Zagadou durfte wieder ran und war direkt nach seiner Einwechslung für Mats Hummels (85.) gefragt. Der Franzose konnte aber immer solide klären. Ohne Note