Borussia Dortmund enttäuscht

BVB-Einzelkritik gegen 1. FC Köln: Dreimal Note 6 bei lustloser Darbietung

BVB-Stürmer Erling Haaland geht gegen den 1. FC Köln zum Ball.
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Erling Haaland war in Köln nicht zu halten. Als einziger BVB-Akteur bekommt er in der Einzelkritik eine gute Note.

Der BVB hat gegen den 1. FC Köln über weite Strecken maßlos enttäuscht. In der Einzelkritik gibt es einige sehr schlechte Noten.

Köln – Borussia Dortmund kam am 26. Spieltag der Bundesliga nicht über ein Remis hinaus. Nur ganz zu Anfang und am Ende setzte sich der BVB beim 2:2 gegen den 1. FC Köln wirklich zur Wehr. Die Einzelkritik und Noten.

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 6 für Thomas Meunier

Marwin Hitz: Obwohl der BVB zwischen der 10. und 80. Minute die unterlegene Mannschaft war, bekam er nicht viel zu halten. Beim Elfmeter von Duda verladen (35.) und bei dem Kracher von Jakobs chancenlos (65.). An ihm lag der Punktverlust nicht, wirklich auszeichnen konnte er sich aber ebenfalls nicht. Immerhin präsent, wenn die Mitspieler einen ihrer zahlreichen Risiko-Rückpässe spielten. Note: 3

Thomas Meunier: Immer wieder versprangen ihm Bälle, fiel vor allem durch Unkonzentriertheiten auf. Besonders fatal, dass er den zwischenzeitlichen Führungstreffer des 1. FC Köln quasi für Jakobs auflegte. So ist das einfach nicht bundesligatauglich. Note: 6

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Einstellung von Emre Can als seltener Lichtblick

Emre Can: Zweimal glänzte er mit starken langen Bällen auf Erling Haaland. Eines dieser Zuspiele verwertete der Norweger zum Führungstreffer für Borussia Dortmund (3.), die zweite Chance schoss er am Tor vorbei (30.). Machte durchaus einen engagierten Eindruck, was in dieser BVB-Mannschaft echten Seltenheitswert hatte. Dafür in der Einzelkritik immerhin: Note 3

Mats Hummels: Sein Horror-Querpass war zu leichtsinnig (24.). Szenen wie diese brachten den 1. FC Köln erst ins Spiel. Abgesehen davon machte er defensiv nicht viele Fehler. Sein Aufbauspiel war aber schon mal effektiver. Note: 4

BVB-Verteidiger Emre Can (r.) war gegen den 1. FC Köln ordentlich unterwegs.

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Nico Schulz und Mahmoud Dahoud verblassen

Nico Schulz: Auf der linken Abwehrseite des BVB ersetzte er gegen den 1. FC Köln wieder den verletzten Raphael Guerreiro. Das gelang mehr schlecht als recht. Offensiv brachte er keinerlei Impulse, defensiv höchstens passabel. Dass er in der 54. Minute unter einer Flanke hindurchsprang, brachte Emre Can in die Bredouille. Note: 5

Mahmoud Dahoud: Konnte gegen den 1. FC Köln nicht so viele Impulse setzen wie in den vergangenen Spielen. Meist recht wackelig unterwegs. Auch seine Distanzschüsse verpufften entweder in den Armen von Timo Horn oder nahe der Eckfahne. Zudem nicht konsequent genug gegen Hector vor dem Führungstor der Gastgeber. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 6 für Julian Brandt

Jude Bellingham: Die Einstellung stimmt bei ihm eigentlich meistens. In der Anfangsphase führte er überlegt Regie. War so hauptverantwortlich dafür, dass seine Mannschaft gut ins Spiel kam. Das änderte sich aber mit zunehmender Spieldauer und die Fehler häuften sich. Teuer wurde sein etwas unglückliches Handspiel, das Duda vom Elfmeterpunkt mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich bestrafte. In der Einzelkritik gibt es zumindest für seinen Fleiß noch Note: 4

Julian Brandt: Am vergangenen Spieltag durfte er sich beim 2:0-Sieg gegen Hertha BSC endlich mal wieder über einen Treffer im BVB-Trikot freuen. Die Hoffnung, dass dieses Erfolgserlebnis den Knoten zum Platzen bringen könnte, erfüllte sich nicht. Gegen den 1. FC Köln traf er ein Füllhorn falscher Entscheidungen. Auch im Passspiel absolut schlampig. Folgerichtig musste er schon nach 45 Minuten für Youssoufa Moukoko Platz machen. Note: 6

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Giovanni Reyna ist total außer Form

Giovanni Reyna: Weil Marco Reus nicht rechtzeitig fit wurde, erhielt der junge US-Amerikaner wieder einmal eine Chance in der Startelf. Dabei blieb er zum wiederholten Male blass. Macht einen uninspirierten und lustlosen Eindruck. Bei der Entstehung der Elfmeterszene griff er seinen Gegenspieler nicht an. Derzeit rechtfertigt er seine Aufstellung nicht. In der Einzelkritik gibt es Note: 6

Thorgan Hazard: Der Belgier tauchte schon nach acht Minuten gefährlich vor dem Kasten des 1. FC Köln auf, hätte hier durchaus schon das 2:0 für den BVB erzielen können. Ein misslungener Freistoß (10.) und ein ebenso missratener Distanzschuss (86.) gehören ebenso zu seinem Arbeitsnachweis. Immerhin lauffreudig (zwölf Kilometer), Zielführendes kam aber selten dabei herum. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Erling Haaland trifft wieder doppelt

Erling Haaland: Die One-Man-Show im Sturm des BVB hat wieder zugeschlagen. Und zwar doppelt. Nach drei Minuten schüttelte er seinen Gegenspieler ab und netzte durch die Hosenträger von Horn zum 1:0 aus Dortmunder Sicht ein. In der 90. Minute grätschte er den Ball zumindest noch zum Ausgleich über die Linie. Zwischendurch immer wieder mit guten Laufwegen und technisch sauberen Aktionen. Einmal zu ungenau im Abschluss (30.), dann mit Pech bei seinem Pfostenkopfball (80.). Er ist die schwarz-gelbe Lebensversicherung. Note: 2

Immerhin noch der Ausgleich: Erling Haaland erzielte gegen den 1. FC Köln das 2:2 für den BVB.

Youssoufa Moukoko: Ersetzte Julian Brandt nach der Pause und gab direkt Vollgas. Der Youngster war sichtlich bemüht, es gelang nur nicht sonderlich viel. Mit einem Steilpass von Erling Haaland gut in Szene gesetzt (59.), ließ diese Chance aber liegen. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Toller Antritt von Ansgar Knauff vor dem Ausgleich

Reinier: Ab der 66. Minute für Giovanni Reyna im Spiel. Überlegte Kopfball-Ablage für Erling Haaland (84.), ansonsten eher unauffällig. Note: 4

Ansgar Knauff: Kam nach 80 Minuten für Thomas Meunier ins Spiel. Und zeigte den arrivierten BVB-Kräften, wie es richtig geht. Traumhafter Antritt inklusive Zuspiel für Erling Haaland vor dem Ausgleichstor. Leider war die Einsatzzeit zu kurz, daher in der Einzelkritik: Ohne Note

Manuel Akanji: In der 88. Minute für Mahmoud Dahoud eingewechselt. Sollte in der Schlussphase für Kopfballstärke im Köln-Strafraum sorgen. Ohne Note

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