Alle Noten zum Spiel

BVB-Einzelkritik gegen Hertha BSC: Dreimal Note 6 beim Kollektiv-Versagen

Die BVB-Einzelkritik gegen Hertha BSC fällt nach der 2:3-Niederlage ernüchternd aus. Alle Noten für die Profis von Borussia Dortmund.

Berlin/Dortmund - Borussia Dortmund muss zum Abschluss der Hinrunde einen üblen Dämpfer hinnehmen. Der BVB wurde von Hertha BSC regelrecht demontiert. Die Noten in der BVB-Einzelkritik fallen entsprechend schlecht aus.

VereinBorussia Dortmund (BVB)
Gründung19. Dezember 1909
StadionSignal Iduna Park
TrainerMarco Rose

BVB gegen Hertha BSC: Alle Noten für Borussia Dortmund in der Einzelkritik

Marwin Hitz: Als Vertreter des erkrankten Gregor Kobel machte Marwin Hitz seine Sache gegen Hertha BSC über weite Strecken noch ordentlich. Nach sechs Minuten parierte der Schweizer mit einem starken Reflex gegen Ekkelenkamp. Anschließend fing der Schlussmann einige Flanken der Herthaner ab. Im zweiten Durchgang wurde der Keeper häufig von seinen Mitspielern im Stich gelassen. Beim ersten Gegentreffer wirkte Marwin Hitz ein wenig unbeholfen. Bei den Treffern zum 1:2 und 1:3 hatte er keine große Abwehrchance. Note: 4

Thomas Meunier: In Durchgang eins war der Auftritt von Thomas Meunier in Ordnung. Er arbeitete viel nach vorne und bediente Marco Reus gleich zweimal mit perfekten Zuspielen. In der zweiten Halbzeit ließ er sich dann vom schwachen Spiel anstecken. Beim Ausgleichstreffer war er nicht auf seinem Posten und ließ Axel Witsel alleine. Im weiteren Verlauf häuften sich auch bei ihm in verschiedenen Szenen die Unzulänglichkeiten. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen Hertha BSC: Note 6 für Axel Witsel

Axel Witsel: Der Ausgleichstreffer zum 1:1 steht sinnbildlich für die erheblichen Probleme, die Axel Witsel in dieser Saison mit sich herumschleppt. Im Laufduell mit Herthas Ishak Belfodil hatte der Belgier nicht den Hauch einer Chance und wurde auf kurzer Strecke regelrecht abgehängt. Es wirkte beinahe als würde Axel Witsel joggen. Dieses erhebliche Tempo-Defizit war bereits in einigen Spielen zuvor ersichtlich und dürfte mit ein Grund für seine geringen Einsatzzeiten sein. Auch sonst war er in seiner ungewohnten Rolle als Innenverteidiger häufig zu weit entfernt von seinen Gegenspielern. Es könnte möglicherweise sein letzter Auftritt in Diensten von Borussia Dortmund gewesen sein. Note: 6

Marin Pongracic: Die Leihgabe des VfL Wolfsburg kam zuletzt seltener zum Zug und durfte nun für den ebenfalls kränklichen Mats Hummels spielen. Auf dem Platz war er allerdings nur selten zu sehen. Insgesamt wirkte auch er viel zu anfällig für Fehler und hielt sich aus vielen Zweikämpfen einfach heraus. Marin Pongracic untermauerte mit seiner Leistung einmal mehr, dass er keine Verstärkung für Borussia Dortmund ist. Note: 5

Marin Pongracic zeigte bei seinem Startelf-Comeback ein schwaches Spiel.

BVB-Einzelkritik gegen Hertha BSC: Note 5 für Emre Can

Nico Schulz: In einer insgesamt zu anfälligen Abwehrreihe war Nico Schulz einmal mehr der Schwachpunkt. Der Außenverteidiger hatte in der Defensive immer wieder Probleme und wurde häufig zu einfach ausgespielt. Ihm fehlte allerdings auch ein wenig die Unterstützung von Donyell Malen. Dennoch unterliefen dem gebürtigen Berliner auch zu einfache Fehler im Passspiel. In der Offensive war er kaum zu sehen. Note: 6

Emre Can: Der Mittelfeldspieler erwischte keinen guten Tag. Er war zwar einer der wenigen, der so etwas wie Aggressivität verkörperte, allerdings nutzte diese Tugend dem BVB-Spiel nur wenig. Unnötige Foulspiele und einfache Abspielfehler charakterisierten seinen Auftritt im Topspiel. In der ersten Halbzeit schlug er immer wieder viel zu lange Bälle nach vorne, die zumeist von Alexander Schwolow abgefangen wurden. Im weiteren Verlauf wurde er nur durch seine permanenten Gespräche mit dem Schiedsrichter auffällig. Zusammen mit Mo Dahoud konnte er nur selten für Stabilität im Zentrum sorgen, wodurch die Innenverteidiger zunehmend unter Druck gerieten. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Hertha BSC: Note 5 für Julian Brandt

Mahmoud Dahoud: Ein fürchterliches Spiel machte auch Mo Dahoud, der für den gesperrten Jude Bellingham in die Startformation rotierte. Im Mittelfeldzentrum reihte er Fehlpass an Fehlpass aneinander und wirkte wie ein Fremdkörper im Dortmunder Spiel. Er gehörte zusammen mit Nico Schulz und Axel Witsel zu den schlechtesten Dortmundern. Note: 6

Mittelfeldspieler Julian Brandt bekam eine glatte Note 5 in der BVB-Einzelkritik.

Julian Brandt: In der ersten Halbzeit gehörte Julian Brandt noch zu den besseren BVB-Akteuren. Mit einem feinen Lupfer brachte er den BVB mit 1:0 in Führung. Auch sonst machte er zunächst einen spielfreudigen und stabilen Eindruck. In der zweiten Halbzeit war der Nationalspieler allerdings nicht mehr wiederzuerkennen und machte ein furchtbares Spiel. Bei den Gegentreffern zum 1:2 und 1:3 aus Dortmunder Sicht unterliefen ihm haarsträubende Fehler am eigenen Strafraum. Damit leitete er die Niederlage ein. Anschließend war ihm die Verunsicherung anzumerken. Er fand nicht mehr zu seinem Spiel aus der ersten Halbzeit zurück und hinterließ mit seiner Performance einige Fragezeichen. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Hertha BSC: Note 5 für Marco Reus

Marco Reus: Es war ein bitterer Abend für den Kapitän. In der ersten Halbzeit ließ Marco Reus gleich zwei 100 prozentige Torchancen liegen. In der 11. Minute vergab er nach feiner Vorarbeit von Thomas Meunier frei vor Alexander Schwolow. Nur zwei Zeigerumdrehungen später scheiterte er mit dem Kopf aus kurzer Distanz. Er hätte Dortmund in dieser Phase in Führung bringen müssen. Darüber hinaus brachte der Anführer selten etwas zustande. Hin und wieder versprang ihm der Ball oder aber sein Zuspiel war zu ungenau. Im zweiten Durchgang musste er zu allem Überfluss verletzungsbedingt für Thorgan Hazard ausgewechselt werden. Note: 5

Donyell Malen: Der Niederländer war im Spiel gegen die alte Dame überhaupt nicht zu sehen. In der Offensive war er nur an ganz wenigen Angriffen beteiligt. Häufig dribbelte er sich dann an der Abwehr fest. In der Defensive ließ er den völlig überforderten Nico Schulz häufig alleine. Trotz zuletzt ansteigender Formkurve war sein Auftritt im Topspiel fast schon eine Nicht-Leistung. Note: 5

Marco Reus ließ im Spiel gegen Hertha BSC einige Torchancen liegen. Das gibt in der BVB-Einzelkritik nur Note 5.

BVB-Einzelkritik gegen Hertha BSC: Note 4,5 für Erling Haaland

Erling Haaland: Der Torjäger des BVB verließ nach dem Spiel blitzartig und völlig frustriert den Rasen im Berliner Olympiastadion. Seine Körpersprache während der 90 Minuten wirkte nicht großartig anders. Immer wieder gestikulierte Erling Haaland wild herum und haderte mit sich selbst und seinen Mitspielern. Spielerisch war es einer der schlechtesten Auftritte von ihm im schwarz-gelben Trikot. Immer wieder verzettelte er sich Duellen mit den Innenverteidigern. Auf dem schwer bespielbaren Rasen unterliefen ihm zudem mehrfach einfache Fehler. Torchancen waren bei ihm heute Mangelware. Immerhin war bei ihm Einsatzbereitschaft und Kampfgeist zu spüren. Unterm Strich war es jedoch viel zu wenig für einen Spieler mit seinen Qualitäten. Note: 5

Thorgan Hazard: Der Offensivspieler kam in der 58. Minute für den angeschlagenen Marco Reus aufs Feld. Bis auf ein Abseitstor konnte Thorgan Hazard allerdings nicht viel zum Spiel beitragen. Immerhin wirkte er in den Schlussminuten engagiert. Note: 4

Dan-Axel Zagadou: In der 72. Spielminute für Axel Witsel eingewechselt. Ohne Note.

Marius Wolf: Kam in der 72. Minute für Thomas Meunier ins Spiel. Ohne Note.

Raphael Guerreiro: Ebenfalls nach 72 Minuten eingewechselt. Er kam für Nico Schulz. Ohne Note.

Steffen Tigges: Kam in der 81. Minute aufs Feld und konnte immerhin noch einen Treffer beisteuern. Ohne Note.

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