Bittere Pleite für Borussia Dortmund

Einmal Note 6: Die BVB-Einzelkritik zur Blamage gegen den 1. FC Köln

Der BVB blamierte sich gegen den 1. FC Köln. In der Einzelkritik gibt es für die Profis von Borussia Dortmund schlechte Noten.

Dortmund – Was für eine bittere Pleite. Der BVB unterlag dem 1. FC Köln mit 1:2 und ermöglichte den Domstädtern den ersten Sieg nach 18 Bundesliga-Partien ohne Dreier. Borussia Dortmund wachte erst in der Schlussphase auf. Entsprechend schlecht fallen die Noten in der Einzelkritik aus.

BVB-Einzelkritik gegen den 1. FC Köln: Miserable Noten für Borussia Dortmund

Roman Bürki: Der Torhüter des BVB hatte kaum etwas zu tun und war dennoch in einigen Szenen unsicher unterwegs. Bei dem 0:2 durch Skhiri (60.) sah er zudem nicht gut aus. Das war gar nichts. Note: 5

Thomas Meunier: Trotz mäßiger Leistungen steht er immer wieder in der Startelf. Das änderte sich auch gegen den 1. FC Köln nicht. Defensiv instabil und nach vorne mit den gewohnten Unsauberkeiten. Gewann nicht einmal 30 Prozent seiner Zweikämpfe und musste nach einer Stunde verletzt ausgewechselt werden. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen den 1. FC Köln: Mats Hummels stürmisch unterwegs

Mats Hummels: Weil seine Mannschaftskollegen in der Offensive nichts gebacken bekamen, schaltete der Abwehrchef sich mehrfach höchstpersönlich im Strafraum des 1. FC Köln ein. Nach einer halben Stunde traf er sogar per Kopf ins Tor, stand dabei aber im Abseits. Kurz vor Schluss lenkte Horn seinen Schuss per Wunder-Reflex über die Latte. Im Passspiel allerdings nicht fehlerlos. Wie etwa in der 38. Minute, als er zu einem nahezu fatalen Fehlpass im eigenen Strafraum auf Manuel Akanji ansetzte. Note: 3,5

Manuel Akanji: Sah bei dieser Szene ebenfalls nicht gut aus. Beide BVB-Innenverteidiger hatten hier Glück, dass Jakobs kein Kapital aus dem Missverständnis schlagen konnte. Ansonsten war der Schweizer aber meist aufmerksam, obgleich er nur 43 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entscheiden konnte. In der Einzelkritik gibt es Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen den 1. FC Köln: Felix Passlack kann die Chance nicht nutzen

Felix Passlack: Raphael Guerreiro fehlte bei Borussia Dortmund wegen einer Oberschenkelzerrung gegen den 1. FC Köln. Felix Passlack wurde dadurch in die Aufstellung gespült und lieferte sich auf der linken Außenbahn des BVB ein packendes Duell mit Leihspieler Marius Wolf, in dem er nicht immer Sieger blieb. War mit der Defensivarbeit ausgelastet und konnte sich nicht gewinnbringend in die Offensive einschalten. Note: 4

Axel Witsel: Kehrte an der Stelle von Thomas Delaney wieder in die Mittelfeld-Zentrale des BVB zurück, hinterließ dort aber keinen bleibenden Eindruck. Zwar schoss er insgesamt dreimal aufs Tor, gefährlich wurde es aber jeweils nicht. Konnte im Vergleich zu Nebenmann Emre Can nur etwas mehr als die Hälfte der Ballkontakte verbuchen (65). In der Einzelkritik reicht das nur zu Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen den 1. FC Köln: Emre Can als Lichtblick

Emre Can: Gegen den 1. FC Köln lief er in ungewohnter Position als Mittelfeld-Motor auf. Forderte immer wieder den Ball und seine Mannschaftskollegen dazu auf, sich zu wehren. Deutlich mehr ins Spiel des BVB eingebunden (112 Ballkontakte), weil er sich aktiv einbrachte. Der rustikale Allrounder ist zwar kein genialer Spieleröffner. Aber wären alle Kollegen mit dieser Einstellung ins Spiel gegangen, hätte Borussia Dortmund nicht verloren. Note: 3

Emre Can (l.) lief gegen den 1. FC Köln im Mittelfeld für den BVB auf

Julian Brandt: Wo war heute eigentlich Julian Brandt? Zwar bekam er in der Aufstellung des BVB den Vorzug vor Giovanni Reyna, auf dem Platz zu sehen war er allerdings nicht. Ganz schwach. Zu allem Überfluss war er bei den Eckball-Gegentoren durch Skhiri (9. und 60.) am kurzen Pfosten ebenfalls unsichtbar. Note: 6

BVB-Einzelkritik gegen den 1. FC Köln: Auch Marco Reus kann Dortmund-Kollegen nicht mitreißen

Jadon Sancho: Zuletzt war beim Dortmunder Ausnahmetalent ein Aufwärtstrend zu erkennen. Dieser hielt bei der Pleite gegen den 1. FC Köln nicht an. Seine beste Szene hatte er bereits nach fünf Minuten, als er den Ball an die Latte zirkelte. Danach zwar bemüht, aber ohne Fortune und zündende Ideen. Note: 4,5

Marco Reus: Auch dem Kapitän gelang es nicht, seine schläfrige Mannschaft gegen den 1. FC Köln wachzurütteln. An ihm lag es allerdings nicht, dass der BVB insgesamt neun Kilometer weniger lief als der Gegner. Ordentliche Laufleistung (11,4 Kilomter), bereitete vier Torschüsse vor und versuchte es zweimal selbst. Bitter, dass Erling Haaland seine Vorlage in der 95. Minute nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen den 1. FC Köln: Erling Haaland maximal unglücklich

Erling Haaland: Die gute Nachricht vorneweg: Erling Haaland ist doch nur ein Mensch. Gegen den 1. FC Köln erwischte er einen gebrauchten Tag. Seine wenigen Großchancen versiebte er (26. und 95.). Beim 0:1 kam er zu spät ins Kopfballduell gegen Marius Wolf. Note: 5

Thorgan Hazard: Ersetzte in Minute 61 den verletzten Thomas Meunier. 13 Minuten später schenkte er dem BVB mit seinem überlegten Flachschuss in die lange Ecke noch einmal Hoffnung. Mehr war allerdings nicht drin. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen den 1. FC Köln: Giovanni Reyna und Youssoufa Moukoko bringen frischen Wind

Giovanni Reyna: Kam nach 68 Minuten für Felix Passlack und war ein belebendes Element im Offensivspiel von Borussia Dortmund. Sein Ballgewinn und die anschließende Vorlage auf Thorgan Hazard waren sehenswert. Wegen der zu kurzen Spielzeit in der Einzelkritik dennoch: Ohne Note

Youssoufa Moukoko: Auch der 16-Jährige hinterließ bei seiner Heimpremiere einen ordentlichen Eindruck. Schade, dass er kurz nach seiner Einwechselung in der 68. Minute (für Julian Brandt) den Ball aus aussichtsreicher Lage am Tor vorbei schoss. Beteiligt an der Entstehung des 1:2 und mit Vor-Vorlage zur Mega-Chance von Erling Haaland in der 95. Minute. Auch hier aber: Ohne Note

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