Dortmund mit starken 45 Minuten

Starkes Duo überzeugt neben Erling Haaland: Die BVB-Einzelkritik zum Sieg beim FC Brügge

BVB-Stürmer Erling Haaland beim Spiel gegen den FC Brügge
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BVB-Stürmer Erling Haaland beim Spiel gegen den FC Brügge

Die erste Halbzeit beim FC Brügge war stark vom BVB. Die teils sehr guten Einzelkritiken und Noten lagen nicht nur an Doppel-Torschütze Erling Haaland.

Brügge - Am 3. Spieltag der Champions League gewann der BVB mit 3:0 beim FC Brügge. Mit sechs Punkten übernahm Borussia Dortmund auch die Tabellenführung der Gruppe F, da Zenit St. Petersburg und Lazio Rom parallel nur 1:1 spielten. In der Bewertung der einzelnen Spieler war aber nicht alles Gold, was glänzte.

BVB: Gute Noten für Borussia Dortmund in der Einzelkritik für das Spiel gegen Brügge

Roman Bürki: Der BVB blieb gegen den FC Brügge zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor. Das lag auch am Dortmunder Schlussmann, der heute einige sehr gute Paraden auspackte. Besonders stark gegen Dennis (24.) und den Lupfer von Vormer (65.). Note: 2

Thomas Meunier: In der Heimat hatte der Belgier defensiv anfangs noch Probleme, vorne stolperte er über das eigene Bein (9.). Dann aber endlich mal eine gelungene Aktion in der Offensive, als er Erling Haaland gekonnt in Szene setzte (33.). Der BVB-Stürmer musste nur noch zum 3:0 einschieben. Das schien ihm Auftrieb zu geben, denn fortan war er stabiler unterwegs, obwohl er nur 29 Prozent seiner Zweikämpfe gewann. Offensiv wenig eingebunden (47 Ballontakte). Er hatte schon schlechtere Spiele. Note: 3

Einzelkritik: BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji und Axel Witsel bombensicher

Manuel Akanji: Auch in der Champions League bestätigte Manuel Akanji seine aufsteigende Form. Packte direkt zu Spielbeginn einige kompromisslose Grätschen aus und war auch später immer Herr der Lage. Gemeinsam mit Axel Witsel (75 Prozent Zweikampfquote) lehrte er die gegnerischen Angreifer das Fürchten, gewann 71 Prozent seiner Zweikämpfe. Auch im Passspiel sicher. Das bedeutet in der Einzelkritik: Note: 1,5

Thomas Meunier (r.) beim BVB-Spiel gegen den FC Brügge.

Axel Witsel: Weil Abwehrchef Mats Hummels (Oberschenkelprobleme) verletzt fehlte und auch Emre Can (Trainngsrückstand nach positivem Corona-Test) nicht verfügbar war, brauchte Borussia Dortmund einen neuen Leader in der Abwehr. Also funktionierte Trainer Lucien Favre den Mittelfeldspieler kurzerhand zum Innenverteidiger um. Der Plan funktionierte, denn Axel Witsel hatte seine Gegenspieler vom FC Brügge stets im Griff. Note: 1,5

BVB: Auch Thomas Delaney verdient sich in der Champions Leauge eine gute Einzelkritik

Raphael Guerreiro: Seine linke Abwehrseite war in den Anfangsminuten etwas zu häufig verwaist. Insbesondere zu Spielbeginn musste sogar der offensivere Thorgan Hazard deshalb hinten aushelfen. Das wurde aber mit zunehmender Spieldauer immer besser. Nach vorne sparte er an der technischen Feinkost, die er üblicherweise den Fans serviert. Immerhin mit der einleitenden Aktion zum 1:0 (14.). Note: 3,5

Thomas Delaney: Was für ein engagierter Auftritt des Mittelfeld-Malochers. Half hinten, Löcher zu stopfen, und war außerdem sehr umtriebig in der Offensive. Seine Hereingabe führte zum 1:0 durch Thorgan Hazard. Das gewonnene Kopfballduell vor dem 2:0 war ebenfalls ganz wichtig. Später wurde es ruhiger um ihn. Das trifft aber auch auf die anderen schwarz-gelben Kollegen zu, die nach der Pause allesamt einen Gang zurückschalteten. Note: 2

Einzelkritik gegen FC Brügge: Mahmoud Dahoud überrascht beim BVB mit guten Leistungen

Mahmoud Dahoud: Er ist einer der großen Gewinner der vergangenen Wochen. Fast schon abgeschrieben beim BVB, erspielte er sich in jüngster Zeit die Gunst von Lucien Favre. Auch in der Champions League gegen den FC Brügge verdient sich der technisch starke Mittelfeldspieler wieder eine gute Note in der Einzelkritik. Besonders sehenswert sein genialer öffnender Pass auf Thomas Meunier bei der Entstehung des 3:0. Überragende Passquote von 94 Prozent. Note: 2

Thorgan Hazard: Dem dritten Belgier im BVB-Bunde ist es hoch anzurechnen, dass er in der Anfangsviertelstunde zumindest versuchte, einige Indisponiertheiten im Defensivverbund auszubügeln. Dass das nicht seine Kernkompetenz ist, sah man allerdings auch. Eine viel bessere Figur macht er in der gegnerischen Hälfte. Wie beim 1:0 für Borussia Dortmund, das er selbst erzielte. Freute sich anschließend im Interview über seinen ersten Treffer in der Champions League: „Als Belgier ist es natürlich schön, hier in Belgien ein Tor zu schießen. Ich bin sehr froh, dass es heute geklappt hat.“ Note: 2,5

BVB in der Einzelkritik: Überschaubare Noten für Julian Brandt und Giovanni Reyna

Julian Brandt: Das Spiel gegen den FC Brügge war nicht sein bestes. Hatte kaum ansprechende Szenen, dafür aber einige unnötige Ballverluste. Ein kleiner Schritt rückwärts, nachdem es zuletzt wieder besser gelaufen war. Note: 4

Giovanni Reyna: Auch der US-Youngster war in Belgien nicht der übliche belebende Faktor für die Angriffsbemühungen des BVB. Dafür klärte er aber einmal nach einer Ecke auf der Linie gegen Kossounou. Seine beste Aktion war ein Steilpass, der zu einer Chance für Erling Haaland führte. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik: Erling Haaland in der Champions League weiter auf Rekordkurs

Erling Haaland: Der Tor-Magnet von Borussia Dortmund zieht die Treffer weiterhin magisch an. Seine beiden Buden gegen den FC Brügge sind bereits Nummer 13 und 14 im erst elften Champions-League-Spiel. Kein anderer Spieler hatte jemals so früh so viele auf dem Konto. Hätte selbst noch weitere Treffer erzielen (30. und 62.) oder den finalen Pass noch genauer spielen können (50. und 76.). Trotzdem mal wieder eine blitzsaubere Leistung. Note: 1

Erling Haaland (l.) erzielte zwei Tore für den BVB gegen den FC Brügge.

Jude Bellingham: Er kam in der 72. Minute für Thomas Delaney. Zu einem Zeitpunkt, als die Partie bereits gelaufen und beide Mannschaften im Energiesparmodus unterwegs waren. Entsprechend gab es nicht mehr viel Gelegenheit, sich auszuzeichnen Ohne Note

BVB in der Einzelkritik: Einwechselspieler in der Champions League ohne Noten

Marco Reus: Ebenfalls ab der 72. Minute mit von der Partie, er kam für Julian Brandt. Ohne Note

Felix Passlack: Durfte ab Minute 76 wieder etwas Champions-League-Luft schnuppern, ersetzte Giovanni Reyna. Ohne Note

Mateu Morey: Spielte ab Minute 84 anstelle von Thomas Meunier die Partie gegen den FC Brügge zuende. Ohne Note

Reinier: Von der 84. Minute an spielte er für Erling Haaland. Ohne Note

Etwas besser bewerteten sogar die Ruhr Nachrichten die Leistungen. In der BVB-Einzelkritik gegen den FC Brügge gab es mehrmals die Note 2 (Bezahlschranke).