Dortmund im Pech

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern: Verletzter Torschütze erhält beste Note

Ein fraglicher Elfmeter ließ das Pech über den BVB hereinstürzen. Die Schwarz-Gelben bewiesen Kampfgeist, die Noten in der Einzelkritik fallen dementsprechend aus.

Dortmund – Eine bittere 2:3-Pleite des BVB im Topspiel gegen den FC Bayern München nach einer zweifelhaften Elfmeter-Szene, die den Gästen schlussendlich den Sieg brachten. Nach einem hart umkämpften Match fallen die Noten für Borussia Dortmund in der Einzelkritik durchwachsen aus.

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern München: Alle Noten von Borussia Dortmund im Überblick

Gregor Kobel: War es die Nervosität vor dem Topspiel? Vor dem Ausgleichstreffer des FC Bayern zögerte der Torwart beim Hinauslaufen. Dennoch ein Schuss von Robert Lewandowski ist nicht leicht zu halten. Danach war er im Spiel und hielt die Borussia mit zwei wichtigen Paraden gegen Coman (26. und 55.) im Rennen. Beim 1:2 war der BVB nach unsortierter Abwehrleistung geradezu chancenlos. Beim Elfmeter war er sogar dran, es reichte jedoch nicht ganz. Note: 2

Thomas Meunier: Er glänzte und beackerte die rechte Seite. Brachte eine sauber herausgespielte Flanke nach einem Traumpass von Marco Reus nicht vor das Bayern-Tor (24.). Gewann fünf seiner acht Zweikämpfe. Ein rundum solides Spiel. Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern München: Note 4 für Mats Hummels

Manuel Akanji: Der BVB-Verteidiger hatte eine Trainingspause unter der Woche. Hatte in der ersten Halbzeit einen Torschuss nach Ecke, ansonsten war es ein unauffälliges Spiel des Verteidigers. Note: 4

Mats Hummels: Es war heute nicht der Tag des Abwehrchefs. Vor dem Ausgleichstreffer durch Bayern-Stürmer Robert Lewandowski verlor er den Ball an der Mittellinie an Thomas Müller (9.). Auch war es sein unglückliches Handspiel, das Schiedsrichter Zwayer umstrittenerweise auf Elfmeter für den FC Bayern in der 77. einen Elfmeter pfiff. Patzer, die man sich gegen den Rekordmeister nicht erlauben darf. Note: 4

BVB-Abwehrchef Mats Hummels war gegen den FC Bayern der Pechvogel. In der Einzelkritik bekommt er die Note 3,5.

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern München: Raphael Guerreiro kassiert nach Patzer Note 4,5

Raphael Guerreiro: Bitter aus schwarz-gelber Sicht, dass er den Ball vor dem 1:2-Rückstand nicht klären kann und stattdessen seinen Teamkollegen Mats Hummels anschießt. Die Abwehrposition ist nicht für den Feinfuß gemacht, zu sehr zieht es ihn in die Offensive. Für ihn kam in der 82. Minute Nico Schulz. Note: 4,5

Mahmoud Dahoud: Nach 58 Minuten war Schluss für Mahmoud Dahoud. Er wurde für Donyell Malen ausgewechselt. Sein Spiel zuvor war unscheinbar. Zwar leistete er sich keine größeren Patzer, lieferte aber auch keine Lösungsansätze. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern München: Jude Bellingham bekommt Note 2 nach Kampfgeist

Jude Bellingham: War in der ersten Halbzeit unglücklich, als er sich nach einer Ecke vertritt und statt des Balls nur den Rasen traf. Zeigte den Kampfgeist, für den ihn die BVB-Fans lieben, traute sich nach vorne wie beim Distanzschuss in der 31. Minute und war hellwach, als Dayot Upamecano den Ball nicht unter Kontrolle brachte. Dadurch konnte er den Ball abluchsen, Erling Haaland finden und das zweite Tor vorbereiten. Erspielte die meisten Chancen des Spiels (4). Unnötig allerdings die Gelbe Karte für ein Foul an Manuel Neuer (87.). Note: 2

BVB-Star Julian Brandt bekommt in der Einzelkritik die Note 1,5.

Emre Can: Was war das? In der 22. Minute spielte Emre Can vor dem eigenen Sechzehner quer, fand aber statt des Mitspielers Coman. Sein Glück, dass der Patzer vom Bayern-Star nicht bestraft wurde – anders als in der Einzelkritik. Entwickelte sich im Laufe des Spiels aber zum gewohnten Leitwolf, erkämpfte sich die Bälle und versuchte Impulse nach vorne zu geben. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern München: Verletzter Julian Brandt bekommt Note 1,5

Marco Reus: Immer wieder hatte er den Blick für den Konter und für den torhungrigen Norweger. Das zeigte er früh in der dritten Minute und blieb dann am Ball. Besonders bitter für den BVB-Kapitän: In der 53. Minute kommt er im Bayern-Strafraum zu Fall. Felix Zwayer entscheidet sich gegen Elfmeter, mit Blick auf den späteren Strafstoß für den FC Bayern eine fragwürdige Entscheidung. Note: 2,5

Julian Brandt: Diese eine Szene überschattet das ganze Spiel: Julian Brandt blieb nach einem Zusammenstoß mit Dayot Upamecano regungslos liegen. Zuvor war es über weite Strecken sein Spiel. Er brachte den BVB in der 5. Minute in Führung, glänzte in der Offensive mit Ideen und Richtungswechseln und setzte auch seine Mitspieler in Szene. Neben schnellen Genesungswünschen bekommt er in der Einzelkritik auch die Note: 1,5

BVB-Schock gegen FC Bayern: Julian Brandt bleibt regungslos liegen

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern München: Note 2 für Torschützen Erling Haaland

Erling Haaland: Er ist eine Ein-Mann-Büffelherde. Das bekam auch Bayern-Keeper Manuel Neuer häufiger zu spüren in dem Topspiel. In der ersten Halbzeit noch mehrmals unglücklich (3. und 29.), gelang ihm in der 47. Minute der Treffer gegen den FC Bayern München. Sein Frust nach der Niederlage auch gegen Schiedsrichter Zwayer war nicht zu übersehen. Note: 2

Donyell Malen: Kam in der 58. Minute für Mahmoud Dahoud. Sein Spiel allerdings auffällig. Auch er konnte die Offensive des BVB nicht mehr vorantreiben. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen FC Bayern München: Note 3 für Marius Wolf

Marius Wolf: Seine Aufgabe war nicht leicht, kam er doch für den verletzten Julian Brandt auf den Platz. Hatte in seiner ersten Aktion schon eine Torchance für den BVB. Danach wurde es ruhiger um ihn. Note: 3

Erling Haaland bekommt in der BVB-Einzelkritik die Note 2.

Steffen Tigges: Kam für BVB-Torschützen Erling Haaland in der 82. Minute. Ohne Note

Nico Schulz: Kam für Raphael Guerreiro in der 82. Minute und bleibt in der Einzelkritik Ohne Note

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