Deutlicher Heimsieg von Dortmund

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt: Nico Schulz auf dem Vormarsch

Ein furioser Saisonauftakt: Die BVB-Einzelkritik nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Erling Haaland ragt heraus, fast hätte es eine zweite sehr gute Note gegeben.

Dortmund – Borussia Dortmund ist erfolgreich in die Bundesliga-Saison 2021/22 gestartet. Mit 5:2 besiegte der BVB Eintracht Frankfurt. Das spiegelt sich auch in der Einzelkritik mit Noten wieder.

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – Note 2 für Gregor Kobel

Gregor Kobel: Die neue Nummer eins des BVB präsentierte sich gegen Frankfurt in starker Form. Gregor Kobel hielt fast alles. Beim Eigentor von Felix Passlack war er noch mit der Hand am Ball (27.), beim 2:5 durch Jens Petter Hauge war der Keeper chancenlos. Das schmälert die Einzelkritik nicht. Im Gegenteil: Der Torwart zeigte einige gute Paraden und war stets aufmerksam, wie in der 52. Minute, als er fast bis zur Mittellinie gegen Filip Kostic herauseilte und eher am Ball war. Mit seinem ungenauen langen Abschlag leitete der Torhüter eher unabsichtlich das 3:1 ein, Erling Haaland brachte Stefan Ilsanker aber stark in Bedrängnis. Note: 2

Felix Passlack: War das unglücklich! Der Rechtsverteidiger traf in der 27. Minute ins eigene Tor bei einem Klärungsversuch. Zu Beginn wirkte er etwas unsicher und leistete sich mehrere Fehlpässe, auch kurz nach dem Eigentor (30.). Allerdings holte sich Felix Passlack in der 13. Minute auch Szenenapplaus nach einer Balleroberung gegen Filip Kostic ab. Alles konnte der Abwehrmann gegen den Serben nicht verhindern, er machte aber insgesamt eine ordentliche Partie. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – Note 3 für Axel Witsel

Axel Witsel: Überraschend stand der Belgier gegen Eintracht Frankfurt in der Startelf und musste in der Innenverteidigung ran. Nach langer Verletzungspause war der 32-Jährige bereits bei der EM wieder aktiv und zeigte sich jetzt auch voll auf der Höhe. Gleich mehrmals klärte er im Strafraum und machte einen soliden Eindruck. Nach 78 Minuten war dann Feierabend. Note: 3

Manuel Akanji: Der Schweizer war gegen Frankfurt der Fels in der Brandung. Er verhinderte das zwischenzeitliche 2:4 in der 65. Minute, als er einen Schuss von Jens Petter Hauge im Strafraum abblockte. Auch sonst war der Innenverteidiger kaum zu überwinden. Gutes Spiel, gute Einzelkritik. Note: 2

Nico Schulz (r.) war beim BVB gegen Eintracht Frankfurt auch in der Offensive zu finden. Das wird in der Einzelkritik honoriert.

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – Note 3 für Nico Schulz

Nico Schulz: Sky-Kommentator Wolff-Christoph Fuss sagte: „Wenn der jetzt auch noch trifft...“ Tatsächlich hatte Nico Schulz gleich zwei gute Torchancen (36./80.), kam jedoch bei der Szene zehn Minuten vor dem Ende nicht mehr ganz an den Ball, um Kevin Trapp zu überwinden. Der Linksverteidiger zeigte sich spielfreudig und schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein. Die Doppelpässe mit den Offensivleuten klappten ein ums andere Mal. Eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu früheren Auftritten, wenngleich noch viel Luft nach oben ist. Note: 3

Jude Bellingham: Fast schon wie gewohnt war der junge Engländer viel unterwegs und eroberte einige Bälle im zentralen Mittelfeld. Nach 39 Minuten blieb er kurz auf dem Boden liegen und hielt sich die Schulter, es ging aber weiter. Einen Konter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit spielte der 18-Jährige nicht ganz so gut aus, zeigte sich aber insgesamt solide ohne große Fehler. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – Note 3 für Mahmoud Dahoud

Mahmoud Dahoud: Dreh- und Angelpunkt in den ersten Spielminuten beim BVB. Im weiteren Spielverlauf agierte der Mittelfeldmann eher unauffällig, eroberte aber einige Bälle, wie auch fünf von acht gewonnenen Zweikämpfen zeigen. Seine Passquote war mit 87 Prozent gut. Er scheint seine guten Leistungen zum Ende der vergangenen Saison weiter bestätigen zu wollen. Note: 3

Mahmoud Dahoud zeigte eine ordentliche Leistung beim BVB gegen Eintracht Frankfurt und erhält die Note 3 in der Einzelkritik.

Giovanni Reyna: Der US-Amerikaner, der gegen Frankfurt auch des Öfteren in der Mittelfeld-Defensive zu finden war, trug eine Mitschuld am 1:1. Er vertändelte den Ball im Dribbling, da der 18-Jährige die falsche Entscheidung traf. Er lief nach innen statt den Ball nach außen zu Marco Reus zu tragen. Mit seinem Tor zum 4:1 machte Giovanni Reyna aber wieder alles gut und peppelte damit die Einzelkritik auf. Er war zudem an einigen guten Angriffen beteiligt. Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – Note 2 für Marco Reus

Marco Reus: Ein guter Start in die Saison für den Kapitän. Er erzielte das 1:0 für den BVB gegen Frankfurt und war zudem am 4:1 in Kombination mit Erling Haaland beteiligt. Fast hätte Marco Reus noch ein zweites Tor erzielt, der Ball lag sogar im Netz. Doch als er Kevin Trapp aus spitzem Winkel überwand, war der Ball schon zuvor im Toraus. Note: 2

Thorgan Hazard: So wollen die BVB-Fans den Belgier sehen! Sehr aktiv im Offensivspiel, er hatte auf der rechten Seite immer wieder Platz und nutzte das letztlich auch. Thorgan Hazard leitete den Angriff zum 2:1 selbst ein und schloss dann souverän ab. Zuvor hatte der 28-Jährige bereits das 1:0 mit starker Balleroberung eingeleitet. Im zweiten Durchgang fiel der Flügelstürmer jedoch etwas ab, sonst hätte sogar eine Note im Einser-Bereich gelockt. Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – Note 1 für Erling Haaland

Erling Haaland: Zwei Tore, drei Vorlagen – beim 5:2-Erfolg des BVB über Eintracht Frankfurt war Erling Haaland nicht zu stoppen. Minutenlang hallten noch Sprechchöre nach dem Spiel für ihn durch den Signal Iduna Park. Der Norweger traf zum 3:1 und 5:1 und war zudem an jedem Angriff beteiligt. Martin Hinteregger hatte enorme Probleme mit der Schnelligkeit und Körperlichkeit des Angreifers. 14 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum sprechen eine deutliche Sprache. Frankfurt besiegte er quasi im Alleingang, ob Erling Haaland die 27 Tore und acht Vorlagen aus der Vorsaison noch toppen kann? Zumindest bekommt er für die Partie die beste Einzelkritik bei Borussia Dortmund. Note: 1

Thomas Delaney: Der Däne kam nach 73 Minuten auf das Feld. Beim 2:5 durch Jens Petter Hauge ließ er den Torschützen im Strafraum aus den Augen. Ohne Note

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – keine Note für Donyell Malen

Donyell Malen: Bundesliga-Debüt für den Neuzugang. Er wurde nach 73 Minuten eingewechselt und sorgte für einen Schockmoment. Nach einem Rempler trat ihm Filip Kostic böse auf den Unterschenkel. Doch es ging weiter für den Niederländer. Ohne Note

Der Mann des Spiels, auch in der BVB-Einzelkritik: Erling Haaland.

Antonios Papadopoulos: Das nächste Debüt beim BVB in der Liga. Der eigentliche U23-Verteidiger kam nach 78 Minuten für Axel Witsel und hatte noch neun Ballkontakte. Ohne Note

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt – keine Note für Steffen Tigges und Youssoufa Moukoko

Steffen Tigges: Einwechslung nach 87 Minuten für Marco Reus. Ohne Note

Youssoufa Moukoko: Der Youngster feierte im DFB-Pokal sein Verletzungscomeback und durfte jetzt auch nochmal für drei Minuten ran. Ohne Note

Rubriklistenbild: © RHR-FOTO / Dennis Ewert

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