27. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Erling Haaland blass, Torschütze mit bester Note

Der BVB kommt in Köln nicht über ein Remis hinaus. Die Einzelkritik mit Noten zeigt: Nur wenige Dortmund-Spieler zeigten eine ordentliche Leistung.

Köln – Borussia Dortmund hat am Sonntag (20. März) nur einen Punkt geholt. Beim 1:1 des BVB gegen den 1. FC Köln überzeugte kaum ein Spieler. Die Einzelkritik mit Noten.

VereinBorussia Dortmund
Gegner1. FC Köln
WettbewerbBundesliga

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Alle Noten für Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Am Keeper lag es wieder einmal nicht. Viel zu tun hatte er nicht, es kam nur ein Schuss direkt auf sein Tor – das 1:1, bei dem der Torwart chancenlos war. Gregor Kobel reagierte zuvor stark gegen Mark Uth im Strafraum, als der Schnapper dem Stürmer gerade rechtzeitig noch den Ball wegnahm (27.). Ansonsten nur als Ballverteiler im Spielaufbau benötigt. Note: 3

Felix Passlack: Der Rechtsverteidiger machte gegen Köln ein schwaches Spiel. Nur 54 Prozent seiner Pässe kamen beim Mitspieler an, zudem verlor er alle fünf Zweikämpfe. Zur Halbzeitpause wurde er aber nicht wegen Leistungsgründen ausgewechselt und auch nicht, weil er in der ersten Hälfte den Ball an den Hinterkopf bekam und zunächst benommen liegen blieb. Laut Klubangaben hatte Felix Passlack muskuläre Probleme und wurde deshalb durch Mats Hummels ersezt. In der Einzelkritik gibt es die Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 3,5 für Emre Can

Emre Can: Der Innenverteidiger verlor das Kopfball-Duell gegen Vorlagengeber Anthony Modeste vor dem 1:1. Kurz nach der Halbzeitpause sah er Gelb wegen eines Fouls an Louis Schaub (47.) und trat anschließend in den Zweikämpfen etwas auf die Bremse. Insgesamt aber ein ordentliches Spiel des Defensivmannes. Note: 3,5

Manuel Akanji: Der Schweizer kehrte nach überstandener Verletzung in die Startelf des BVB gegen Köln zurück. Sah bei den schnellen Angriffen der Kölner Mitte der ersten Halbzeit nicht immer sicher aus. Ansonsten aber stabil, blockte mit langem Bein den Schuss von Duda ab (72.). Note: 3

Felix Passlack zeigte beim BVB gegen Köln eine schwache Leistung, in der Einzelkritik macht das die Note 4,5.

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 4,5 für Raphael Guerreiro

Raphael Guerreiro: Aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Nico Schulz beim BVB gegen Köln, musste der Portugiese bei seiner Kader-Rückkehr direkt in der Startelf ran. Er prüfte Marvin Schwäbe mit einem Volleyschuss nach fünf Minuten. Das war es dann allerdings mit positiven Eindrücken auch schon. Beim 1:1 ließ er Torschütze Sebastian Andersson aus den Augen, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Kurios dabei: Raphael Guerreiro drehte vor der Hereingabe noch zu seinem Gegenspieler um. Kurz vor seiner Auswechslung in der 66. Minute brachte er Manuel Akanji mit einem Rückpass in Gefahr, der das aber gegen gleich zwei Gegenspieler stark vor dem eigenen Strafraum löste (65.). Note: 4,5

Axel Witsel: Der Kapitän war gegen Köln eigentlich gut in der Partie, brachte 85 Prozent seiner Pässe an den Teamkollegen und gewann vier von fünf Zweikämpfen. Mit dem aggressiven Pressing der Kölner hatte der Belgier aber auch Probleme. Er hatte Glück bei einem Fehlpass im Strafraum, als er den Ball im Getümmel genau auf Mark Uth stocherte, der aber nur das Außennetz traf (27.). Sah zudem Gelb wegen eines Ellbogenschlags gegen Gegenspieler Andrej Duda (43.). Macht in der Einzelkritik die Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 4 für Giovanni Reyna

Giovanni Reyna: Stark, wie er in der 56. Minute den Ball direkt auf Erling Haaland weiterleitete, der aber am Keeper scheiterte. Doch Gio Reyna traf beim Startelf-Comeback nicht immer die besten Entscheidungen. Ganz schwach, wie er beim Konter auf der rechten Seite auf und davon war und dann doch noch an Verteidiger Jan Thielmann scheiterte. Die drei Teamkollegen Wolf, Haaland und Brandt waren mitgelaufen (74.). Note: 4

Jude Bellingham bekommt die Note 3 beim BVB gegen Köln in der Einzelkritik.

Jude Bellingham: Der junge Engländer lief wieder unglaubliche Wege, eroberte einige Bälle. Mit seinem starken Pass über die Abwehr auf Marius Wolf zum 1:0 bewies Jude Bellingham seine Klasse. Seine Zweikampfstatistik mit nur zwei von sieben gewonnenen Duellen ist aber ausbaubar. Der 18-Jährige musste in Köln ordentlich einstecken, wie auch sein zerstörter Schuh zeigte, den Bellingham im zweiten Durchgang austauschen musste. Mit den neuen bunten Tretern gelang aber nicht mehr so viel. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 2,5 für Marius Wolf

Marius Wolf: Der Siegtor-Schütze gegen Bielefeld war auch in Köln erfolgreich. Überlegt schob er mit links zum 1:0 ein (8.). Vorausgegangen war ein starker Laufweg von der rechten Seite in die Spitze. Agierte anschließend des Öfteren unglücklich, wie beim Konter in der 23. Minute, als er im Strafraum den Ball verlor, aber wohl auch im Abseits stand. Vor dem 1:1 ließ Marius Wolf dem Kölner Jannes Horn zu viel Platz zum Flanken. Spielte später als rechter Außenverteidiger nach Umstellung auf die Dreierkette und ging in der 87. Minute platt vom Feld. Nach dem Spiel humpelte er in Richtung Kabine. Note: 2,5

Thorgan Hazard: Vom Belgier war in Köln kaum etwas zu sehen. Er gewann zwar neun von insgesamt 14 Duellen am Boden und in der Luft, doch offensiv trug er zum BVB-Spiel nur wenig bei. Nach der Auswechslung von Felix Passlack agierte er zunächst auf der rechten Außenbahn, ging später noch auf links. Note: 4

Marius Wolf erzielte das 1:0 für den BVB gegen Köln und erhält in der Einzelkritik die beste Note.

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 4 für Erling Haaland

Erling Haaland: Beim Startelf-Comeback offenbarte der Norweger ungewöhnliche Schwächen im Abschluss. In der 24. Minute schoss er mit rechts knapp vorbei, in der 56. Minute scheiterte er alleine vor Keeper Marvin Schwäbe – ebenfalls mit dem schwächeren rechten Fuß. Erling Haaland hatte Glück, dass ein Schubser gegen Andrej Duda nicht geahndet wurde (51.). Bei der Auswechslung in der 87. Minute war die Luft längst raus. Note: 4

Mats Hummels: Felix Passlack hatte laut Klubangaben muskuläre Probleme, der Routinier gab zur zweiten Halbzeit sein Comeback nach Corona-Infektion (46.). Er half als zentraler Spieler in der Dreierkette, dass die Abwehr fortan deutlich sicherer stand. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Note 3,5 für Julian Brandt

Julian Brandt: Für den ausgepumpten Raphael Guerreiro gekommen (66.), bewies Julian Brandt zwar seine Passstärke mit 14 von 15 angekommenen Zuspielen, das war es dann aber auch schon. Note: 3,5

Donyell Malen: Er sollte in der Schlussphase nochmal sein Tempo ausspielen, kam für Thorgan Hazard (81.). Der erhoffte Effekt verpuffte. Ohne Note

BVB-Einzelkritik gegen Köln: Keine Note für Reinier und Marin Pongracic

Reinier: Ersetzte Erling Haaland in den Schlussminuten (87.), hatte nur fünf Ballkontakte. Ohne Note

Marin Pongracic: Kam für Marius Wolf auf die eher ungewohnte rechte Außenbahn (87.) und hatte Glück, dass er bei einem taktischen Foul nicht nach wenigen Sekunden schon Gelb sah. Ohne Note

Rubriklistenbild: © Dennis Ewert/RHR-FOTO

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