Borussia präsentiert sich fehlerfrei

Bestnote für Neuzugang! Die BVB-Einzelkritik zum Feuerwerk gegen Eintracht Frankfurt

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BVB-Knipser Erling Haaland (r.) ist sich gegen Eintracht Frankfurt für keinen Zweikampf zu schade gewesen.

Der BVB atmet auf. Gegen Eintracht Frankfurt hält die Abwehr. Die Offensive von Borussia Dortmund zündet wie gewohnt. Die Einzelkritik zum Auftakt des 22. Spieltags der Bundesliga.

  • Borussia Dortmund hat am 22. Spieltag der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt ein Ausrufezeichen gesetzt.
  • In Abwesenheit von Verteidiger Manuel Akanji ließ der BVB nichts zu.
  • In der Einzelkritik sticht besonders ein Neuzugang positiv heraus.

Dortmund - Borussia Dortmund zeigte im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt eine beeindruckende Reaktion auf die Niederlagen in Bremen und Leverkusen. Die Mannschaft wusste defensiv wie offensiv zu gefallen. Hier lest ihr, wie wir die BVB-Profis für ihre Leistung bewertet haben.

Einzelkritik BVB - Eintracht Frankfurt: Akanji-Ersatz Lukasz Piszczek glänzt

Roman Bürki: Beim 4:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt (hier gibt es den BVB-Ticker zum Nachlesen) durfte sich der Torhüter über ungewohnte Beschäftigungslosigkeit freuen. Seine Vorderleute ließen keinen einzigen Schuss aufs Tor zu. Note: 3

Lukasz Piszczek: Der 34-jährige Oldie rückte durchaus überraschend für den formschwachen Manuel Akanji in die Mannschaft und war maßgeblich beteiligt am Erfolg. Sein Treffer zum 1:0 (33.) ebnete den Weg zum Sieg. Außerdem hatte er Eintracht-Waffe Filip Kostic (drei Tore und fünf Vorlagen aus den vergangenen sechs Bundesliga-Spielen) absolut im Griff. Note: 1,5

Einzelkritik BVB - Eintracht Frankfurt: Die Dortmund-Defensive steht

Mats Hummels: Ganz bescheiden gab der BVB-Abwehrchef nach einer überzeugenden Mannschaftsleistung die Lorbeeren an seine Teamkollegen weiter: "Wir waren auf allen Positionen heute sehr, sehr konzentriert und engagiert", sagte er im Interview mit DAZN. Er selbst hatte den Laden im Griff, leitete nach Ballgewinn das 2:0 durch Jadon Sancho (50.) ein. Note: 2

Dan-Axel Zagadou: Der französische Abwehr-Riese lieferte eine blitzsaubere Vorstellung ab. Stark im Zweikampf, ließ nichts anbrennen. Aus Ermangelung an defensiver Auslastung brachte er sich sogar mit einem Distanzschuss in die Offensivbemühungen ein (59.), auch seine Spieleröffnung wusste zu gefallen. Note: 2

Einzelkritik BVB - Eintracht Frankfurt: Hakimi und Guerreiro drehen auf

Achraf Hakimi: Brannte auf der rechten Seite des BVB, der im Achtelfinale der Champions League auf PSG trifft (zum Live-Ticker), ein regelrechtes Offensiv-Feuerwerk ab und war nicht zu bändigen von der Eintracht-Defensive. Bereitete das 1:0 und das 3:0 vor, auch an der Entstehung des 4:0 entscheidend beteiligt. Minimale Abzüge in der B-Note, weil er vor dem Tor nicht immer die richtigen Entscheidungen traf. Note: 2

Raphael Guerreiro: Sorgte für das erste Ausrufezeichen der Partie gegen Eintracht Frankfurt, die die BVB-Fans mit einer Choreografie einleiteten, als er einen Freistoß an den Pfosten setzte (9.). Danach immer wieder unermüdlich in der Balleroberung und mit spektakulären 112 Ballkontakten sowie einer bestechenden 96-Prozent-Passquote. Krönte seine formidable Leistung mit dem Klasse-Tor zum 4:0-Endstand (75.). Note: 1,5

Einzelkritik BVB - Eintracht Frankfurt: Emre Can zeigt Leader-Qualitäten

Axel Witsel: Kurz vor dem Pausenpfiff musste er angeschlagen behandelt werden. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff bediente er Jadon Sancho vor dessen Treffer zum 2:0 mit einer maßgenauen Flanke. Stand dennoch in Sachen Präsenz etwas im Schatten von Emre Can. Note: 3

Emre Can: Der Neuzugang zeigte gegen Eintracht Frankfurt eindrucksvoll, weshalb ihn der BVB (so seht ihr das Champions-League-Achtelfinale gegen PSG live im TV und im Live-Stream) geholt hat. Grätschte stets erfolgreich dazwischen, wenn Not am Mann war (4. und 48.). Ging mit unbändigem Siegeswillen voran, obwohl er nach einem Foul von Chandler schon früh angeschlagen war (23.). Eine absolute Bereicherung. Note: 1

Einzelkritik BVB - Eintracht Frankfurt: Sancho und Haaland treffen erneut

Jadon Sancho: Wie immer agil bis zum Anschlag. Erzielte das 2:0 selbst, hatte außerdem am 3:0 durch Erling Haaland (54.) maßgeblichen Anteil. Leistete sich aber auch einige Ballverluste. Beim BVB-Topscorer (inzwischen 13 Tore und 14 Vorlagen) ist das allerdings Kritik auf sehr hohem Niveau. Note: 2,5

Thorgan Hazard: Der Neuzugang durfte wegen der Verletzungen von Marco Reus und Julian Brandt gegen die SGE wieder von Beginn an ran. In der BVB-Offensive das schwächste Glied, offenbarte Schwächen im Passspiel und im Torabschluss. Note: 3,5

Erling Haaland: Der Star-Stürmer präsentierte sich immer wieder mannschaftsdienlich als Anspielstation, offenbarte aber mehrfach Schwächen in der Ballannahme. Bemerkenswert: Obwohl er keine Aktien am Führungstreffer von Lukasz Piszczek hatte, bejubelte er diesen wie ein eigenes Tor. Nach Vorlage von Achraf Hakimi durfte er später doch noch Tor Nummer acht im fünften Bundesliga-Einsatz feiern. Note: 3

Ohne Note:

  • Mahmoud Dahoud (63. für Emre Can)
  • Giovanni Reyna (75. für Jadon Sancho)
  • Mario Götze (78. für Erling Haaland)