Dortmund-Bosse sprechen Klartext

Immenser Druck nach den Länderspielen: Jetzt hat der BVB sein erstes Finale

BVB-Spieler Emre Can (r.) im Zweikampf beim Spiel gegen den 1. FC Köln
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Der Auftritt des BVB beim 2:2 gegen den 1. FC Köln war ein Rückfall in alte Muster. Nach den Länderspielen steht man gewaltig unter Druck.

Borussia Dortmund ist gegen den 1. FC Köln in alte Muster verfallen. Das Spiel gegen Eintracht Frankfurt gleicht daher bereits einem Endspiel.

Dortmund – Lange Zeit sah es so aus, als hätte sich Borussia Dortmund unter der Regie von Cheftrainer Edin Terzic (38) nachhaltig stabilisiert. Der Auftritt des BVB beim 2:2 gegen den 1. FC Köln lässt jedoch das Gegenteil vermuten.

VereinBorussia Dortmund
CheftrainerEdin Terzic
StadionSignal Iduna Park
Kapazität81.365
TrainingsplatzTrainingsgelände Hohenbuschei

Borussia Dortmund: Der BVB kassierte beim 1. FC Köln einen Rückschlag für die Champions League

Mehr noch: Das Spiel in der Domstadt war aus Sicht von Borussia Dortmund ein Rückfall in längst vergessen geglaubte Zeiten. Ob einmaliger Ausrutscher oder erneute Trendwende spielt dabei lediglich eine untergeordnete Rolle.

Denn leisten sich die Westfalen im Saisonendspurt noch mehr Auftritte dieser Art, kann man sich endgültig von der Champions League verabschieden. Für den BVB wäre das Verpassen der Königsklasse nicht nur ein sportlicher, sondern vor allem ein wirtschaftlicher Schuss vor den Bug.

BVB: Erling Haaland mit Wutausbruch – gegen Eintracht Frankfurt muss die Trendwende folgen

Im kommenden Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt (3. April, 15.30 Uhr) muss sich die Mannschaft daher schleunigst wieder von einer besseren Seite präsentieren. Entsprechend ernüchternd fielen daher die Reaktionen im Anschluss an die Begegnung aus. Allen voran BVB-Star Erling Haaland (20) ließ seinem Ärger in Köln freien Lauf, als er sich nach Spielende wütend seines Trikots entledigte.

Der Norweger war mal wieder einer der wenigen Lichtblicke im Kader der „Schwarz-Gelben“ und verhinderte mit seinen beiden Toren ein noch schlimmeres Desaster. Doch auch aus der Dortmunder Führungsetage gab es diesmal eine deutliche Reaktion.

Nach dem Remis gegen den 1. FC Köln war Erling Haaland gefrustet. Gleich zweimal rastete er aus.

Borussia Dortmund: Michael Zorc und Sebastian Kehl schießen gegen BVB-Profis

„Wir dachten, wir wären weiter. Aber das war ein Rückfall in alte Zeiten“, polterte BVB-Sportdirektor Michael Zorc (58) am Sonntag (21. März) im Fußballmagazin kicker.

„Das hat uns die Stimmung verhagelt“, lautete daher das ernüchternde Fazit des 58-Jährigen. Auch Sebastian Kehl, Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung, fand den deutlichen Leistungsabfall von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln „unerklärlich“.

Borussia Dortmund: Der BVB läuft in der Tabelle der Champions League hinterher

Bei den Verantwortlichen des BVB überwog daher verständlicherweise Enttäuschung und Ernüchterung. „Über den Punkt können wir uns nicht richtig freuen, denn er hilft uns in der Tabelle nun mal nicht weiter“, befand Sebastian Kehl daher im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt).

In der Tat: Denn durch den gleichzeitigen 5:2-Erfolg der Frankfurter ist der Abstand auf Platz vier nunmehr bereits auf vier Punkte angewachsen. Nach den Länderspielen kann Borussia Dortmund jedoch Wiedergutmachung betreiben.

BVB: In der Champions League wartet mit Manchester City ein schwerer Brocken auf Dortmund

Dann empfängt der BVB nämlich ausgerechnet Eintracht Frankfurt im heimischen Signal Iduna Park. Ein echtes Endspiel im Kampf um die Champions League.

Denn bei einem wiederholten Rückfall in alte Muster können die Westfalen ihre Hoffnungen auf die Königsklasse endgültig begraben. Mit etwas Glück kann Cheftrainer Edin Terzic dann wieder auf die Dienste von Raphael Guerreiro (27) zurückgreifen, der zum Ärger des BVB trotz Verletzung zur portugiesischen Nationalmannschaft reisen musste.

Borussia Dortmund: Trotz Rückschlag – Rückkehrer könnten Sorgen des BVB gegen Eintracht Frankfurt entspannen

Auch Marco Reus (31) dürfte Borussia Dortmund dann wieder zur Verfügung stehen und die Sorgenfalten der Verantwortlichen zumindest etwas glätten. Anders stellt sich die Sachlage bei BVB-Star Jadon Sancho (20) dar, dessen Verletzung sich als schlimmer als zunächst angenommen herausstellte. Gar bis Mitte April droht der Offensivkünstler auszufallen.

Das wichtige Duell gegen Eintracht Frankfurt wird der englische Nationalspieler daher verpassen. Ein Fragezeichen bleibt indes bei Mateu Morey (21). Der Spanier steht Borussia Dortmund „vorerst nicht zur Verfügung“. Was das genau für die Ausfallzeit des 21-Jährigen bedeutet, wollte der Verein vor wenigen Tagen nicht verraten.

Fakt ist: Die Rückkehr einiger etatmäßiger Stammspieler würde die Rückfallgefahr im „Königsklassen-Endspiel“ gegen die Eintracht erheblich reduzieren. Schließlich ist der BVB gegen den 1. FC Köln auch an der zurzeit fehlenden Qualität der zweiten Reihe gescheitert.