Nächste Dortmund-Pleite

„Untrainierbar“: TV-Experte zieht heftiges BVB-Fazit zu Trainer Edin Terzic

Es ist einfach der Wurm drin: Borussia Dortmund hat schon wieder verloren. Es ist die vierte Niederlage unter Edin Terzic. Hat der BVB jetzt ein Trainer-Problem?

Dortmund – Borussia Dortmund hat wieder Punkte liegengelassen. Beim SC Freiburg setzte es für den BVB am 20. Bundesliga-Spieltag eine 0:2-Pleite. Sky-Experte Dietmar Hamann (47) sieht auf die kriselnden Westfalen eine neue Trainer-Diskussion zukommen.

TrainerEdin Terzic
VereinBorussia Dortmund
Geboren30. Oktober 1982 (Alter 38 Jahre)
Größe1,84 Meter

BVB verliert gegen den SC Freiburg: Dietmar Hamann stellt Trainerfrage bei Borussia Dortmund

Die Diskussion um einen möglichen neuen Teamchef ist in Dortmund nicht neu. In der jüngsten Vergangenheit wurde rund um den BVB vor allem Gladbach-Trainer Marco Rose als Nachfolger für Lucien Favre und Edin Terzic (38) gehandelt. Die Niederlage in Freiburg dürfte die Spekulationen um einen Trainer-Wechsel nur noch weiter anheizen.

Am 20. Bundesliga-Spieltag setzte es bereits die dritte Auswärtsniederlage in Folge und die vierte Niederlage der Schwarz-Gelben unter Trainer Edin Terzic, der Nachfolger von Lucien Favre. Von 27 möglichen Punkten konnte der Coach nur 13 einfahren. Für den Sky-Experten Dietmar Hamann steht deswegen eines außer Frage.

BVB-Trainer Edin Terzic mit schlechter Quote: Dietmar Hamann mit Kritik an Borussia Dortmund

„Ich kann mir vorstellen, dass diese Woche die Diskussionen beginnen, ob man nochmal was machen muss, um das Mindestziel Champions League nicht zu verfehlen“, sagte der Ex-Nationalspieler in Bezug auf einen möglichen Nachfolger von Trainer Edin Terzic. Denn „ein Zustand ist das für die Vereinsführung nicht.“

Offenbar gesellt sich also beim BVB zu der Torwart-Diskussion um Roman Bürki (30) jetzt auch eine Trainer-Debatte. Dietmar Hamann sei nach eigenen Aussagen gespannt, was in den kommenden Tagen passiere.

Trainer Edin Terzic hat den BVB nicht zurück in die Erfolgsspur gebracht. Von 27 möglichen Punkten konnte er mit seiner Mannschaft nur 13 holen.

Mangelhafter Auftritt von Borussia Dortmund: Dietmar Hamann nennt Probleme beim BVB

Allerdings sieht der Sky-Experte bei Borussia Dortmund ein ausgemachtes Problem mit dem Coach – losgelöst von Edin Terzic. Denn schwerer als die vermeintlichen Fehltritte um den jungen BVB-Trainer wiegt anscheinend die Leistung der Mannschaft. „Die Dortmunder müssen aufpassen, dass sie nicht untrainierbar werden. Sie haben schon einen Trainer-Verschliss in dieser Saison“, warnt der Ex-Nationalspieler.

Edin Terzic kämpfe mit den gleichen Dingen, wie es auch seine Vorgänger taten, findet der 47-Jährige und befürchtet, dass auch sein Nachfolger damit zu kämpfen haben könnte. Sein vernichtendes Urteil über den BVB: „Umso mehr ich von der Mannschaft sehe, umso mehr habe ich den Eindruck, dass es keine Rolle spielt, wer sie trainiert.“

BVB: Edin Terzic genießt das Vertrauen der Verantwortlichen von Borussia Dortmund

Ein mehrfach genanntes Negativ-Beispiel ist dabei Kapitän Marco Reus, der auch gegen den SC Freiburg in der 60. Minute vom Platz musste. Dietmar Hamann ist der Meinung, der BVB habe „keine Leute, die vorangehen.“

Immerhin genoss der Dortmund-Coach trotz des geringen Punkte-Ertrags in der Bundesliga bisher das Vertrauen der Verantwortlichen. Michael Zorc (58) sagte nach der Niederlage gegen Borussia Gladbach (2:4) der Bild am Sonntag: „Edin hat viele richtige Dinge angestoßen. Wir werden den Weg weiter mit ihm gehen.“

Borussia Dortmund: BVB-Trainer Edin Terzic interessiert die Debatte nicht

Ähnlich sieht das wohl auch der schwarz-gelbe Abwehrchef Mats Hummels (32). Nach dem Spiel gegen den SC Freiburg meinte er: „Seitdem Edin da ist, machen wir sehr viele Dinge sehr viel besser.“ Anders sieht das wohl Mittelfeld-Akteur Mahmoud Dahoud, der kürzlich gegen BVB-Trainer Edin Terzic wetterte.

Edin Terzic selbst interessiert die Trainer-Debatte um ihn und Marco Rose, die nach Informationen der Ruhr Nachrichten jetzt in die heiße Phase geht, kein bisschen. Im Interview bei Sky sagte er sichtlich gefrustet: „Das ist überhaupt nicht das Thema. Es geht darum, dass die Mannschaft stabil ist und die Fehler abstellt.“

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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