Nach Pokalsieg von Dortmund

Keiner der Pokal-Helden: BVB-Trainer Edin Terzic überrascht mit speziellem Lob

Dass der Pokalsieger mit Lob überschüttet wird, ist in der Regel normal. Doch beim BVB spendierte Trainer Edin Terzic ein ganz besonderes Extra-Lob.

Dortmund/Berlin – Borussia Dortmund ist Pokalsieger 2021 und wie auch die BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig zeigte: Nahezu jeder Spieler befand sich pünktlich zum DFB-Pokal-Finale in Bestform. Dass etwa Linksverteidiger Raphael Guerreiro nicht seinen besten Tag erwischte, fiel gar nicht allzu sehr ins Gewicht.

NameRoman Bürki
Geboren14. November 1990 (Alter 30 Jahre), Münsingen, Schweiz
Größe1,87 Meter
Aktuelles TeamBorussia Dortmund (#1 / Torwart)

BVB: Die Pokal-Helden im Fokus nach dem DFB-Pokal-Sieg über RB Leipzig

Der Fokus richtete sich stattdessen auf das Trio Jadon Sancho, Erling Haaland und vor allem BVB-Kapitän Marco Reus, der nach vier Torbeteiligungen ein ernster Kandidat für die EM ist.

Im Mittelpunkt der Emotionen beim BVB war aber ein anderer: Lukasz Piszczek. Der Rechtsverteidiger beendet zum Saisonende seine Karriere und gewann mit Borussia Dortmund am Donnerstag (13. Mai) seinen dritten Titel im DFB-Pokal.

BVB: Edin Terzic überrascht mit Extra-Lob für Roman Bürki nach dem Pokalsieg

Die Liste der Spieler, die nach dem DFB-Pokal-Finale hervorgehoben werden müssten, ist lang, wie auch BVB-Trainer Edin Terzic nach dem Spiel bei Sky erklärte: „Ich kann Marco, Jadon, Erling loben. Emre, Mo, Manu, Mats, die waren alle fantastisch“, war der Coach nach dem Pokalsieg voller Stolz auf seine Profis.

Doch Trainer Edin Terzic, der seinen Vertrag beim BVB heimlich verlängerte, nahm einen Spieler speziell raus. Denn dieser habe ein Sonderlob verdient. „Wenn ich noch einen hervorheben darf, dann bitte Roman Bürki. Er ist in der schwersten Phase seiner Karriere. Was er jetzt in den letzten Monaten seiner Karriere erlebt hat, das ist nicht so leicht.“

Nach dem DFB-Pokal-Finale überraschte Edin Terzic mit einem speziellen Extra-Lob. Aber nicht für einen der Helden im Endspiel.

BVB: Roman Bürki profitiert von der Verletzung seines Torwart-Konkurrenten Marwin Hitz

Torwart Roman Bürki steht beim BVB auf dem Abstellgleis und war seit einer Schulterverletzung im Februar nur noch die Nummer zwei bei Borussia Dortmund hinter Marwin Hitz. Erst durch eine Verletzung seines schweizer Landsmanns rückte der 30-Jährige wieder ins Tor.

Offiziell nahm Edin Terzic nie Stellung dazu, warum Roman Bürki zur Nummer zwei degradiert wurde. Doch der Trainer sagte vor einigen Wochen, dass der Keeper „einen klaren Auftrag“ habe, „wo er sich verbessern soll“. Im DFB-Pokal-Finale stand der Schweizer wieder im Mittelpunkt und machte seine Sache gut. Nur einmal ließ er den Ball im Strafraum fallen, RB Leipzig traf anschließend den Pfosten.

BVB: Edin Terzic schwärmt nach dem Pokalsieg vom „Stabilisator“ Roman Bürki

„Er wurde am Samstag wieder von uns gebraucht, er wurde ins kalte Wasser geworfen. Er war sofort für uns da. Wir konnten uns sofort auf ihn verlassen. Und wie er heute die Stabilität ins Spiel gebracht hat, ist unglaublich“, schwärmte Edin Terzic nach dem Pokalfinale über seinen Torhüter.

Roman Bürki gewann seinen zweiten DFB-Pokal-Titel mit dem BVB und ist jetzt wieder gefragt, da Marwin Hitz verletzt ist. Doch eine Zukunft bei Borussia Dortmund hat er wohl dennoch nicht. Laut übereinstimmenden Medienberichten solle er die Schwarz-Gelben im Sommer verlassen können.

BVB: Roman Bürki könnte Borussia Dortmund im Sommer 2021 verlassen

Mit Gregor Kobel könnte der BVB eine neue Nummer eins vom VfB Stuttgart verpflichten. Der 23-Jährige gilt aktuell als heißester Favorit für das Dortmund-Tor in der Saison 2021/22.

Doch die Zukunft von Roman Bürki beim BVB ist auch abhängig von einer Variabel: Wie denkt der neue Trainer Marco Rose über ihn? Womöglich winkt dem Torhüter doch eine Zukunft bei Borussia Dortmund, wenngleich das eher unwahrscheinlich erscheint.

BVB: Roman Bürki soll Borussia Dortmund in die Champions League verhelfen

Bis zum Ende der Saison soll Roman Bürki aber jetzt erst einmal dafür sorgen, dass die Schwarz-Gelben nach dem Pokalsieg auch ihr zweites Ziel erreichen: die Champions-League-Qualifikation. Dazu sagte auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke bei Sky: „Wir haben es in der eigenen Hand. Wir haben sieben Spiele in Folge gewonnen, jetzt müssen wir eben neun draus machen.“

Rubriklistenbild: © Martin Rose/dpa

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