Fehlende Solidaritätsabgabe?

BVB droht Nachspiel zum Jarmolenko-Transfer

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Andrej Jarmolenko im Dress des BVB. Foto: Andreas Gebert/dpa

Dortmund (dpa) - Der Wechsel von Andrej Jarmolenko im August 2017 von Dynamo Kiew zu Borussia Dortmund hat für den Fußball-Bundesligisten ein Nachspiel. Wie der "Kicker" berichtet, droht dem BVB eine Nachzahlung als Solidaritätsabgabe in Höhe von rund 300.000 Euro.

Diese Summe fordert eine Fußballschule in der Ukraine und hat deshalb ein Verfahren beim Weltverband FIFA gegen den Revierclub erwirkt. Das bestätigte ein Vereinssprecher, wies aber die Vorwürfe zurück.

Laut Reglement müssen fünf Prozent der in diesem Fall vereinbarten Ablöse von 25 Millionen Euro an die Jugend- und Ausbildungsclubs des Spielers fließen. Bei dem mittlerweile für West Ham United stürmenden Jarmolenko waren sechs Vereine mit einer Gesamtsumme über 1,3 Millionen Euro anspruchsberechtigt.

Die Dortmunder sehen allerdings Dynamo Kiew in der Pflicht. Nach eigener Darstellung hat sich der ukrainische Club bei den damaligen Verhandlungen bereit erklärt, die entsprechenden Zahlungen an die Clubs oder Schulen selbst zu regeln und sei deshalb vom BVB mit zusätzlich 1,3 Millionen Euro bedacht worden.

"Darüber haben wir eine klare vertragliche Regelung", sagte BVB-Chefjustiziar Robin Steden dem "Kicker". Fünf Vereine meldeten den ordnungsgemäßen Eingang des Geldes, die Fußball-Schule Yunist jedoch nicht. "Kiew muss eine plausible Erklärung liefern, warum das bisher nicht geklappt hat", kommentierte Steden.

Bericht im Kicker