TV-Experte findet klare Worte

BVB-Schelte: Didi Hamann vergleicht Dortmund mit HSV und Schalke

Didi Hamann hat einmal mehr verbal gegen den BVB ausgeteilt und die Transferpolitik des Revierklubs scharf kritisiert.

Dortmund - Didi Hamann ist für seine knallharten Analysen bekannt. In den vergangenen Jahren bekam das vor allem auch Borussia Dortmund zu spüren. Besonders Ex-BVB-Trainer Marco Rose musste sich oftmals der heftigen Kritik des TV-Experten stellen. Nun hat sich der 49-Jährige die Management-Ebene der Westfalen vorgeknöpft.

BVB-Schelte: Didi Hamann vergleicht Dortmund mit HSV und Schalke

Die Kaderzusammenstellung sowie die Vertragsgestaltung passten beim BVB laut Didi Hamann in den vergangenen Jahren nicht zusammen. Gegenüber der Sport Bild erklärte er: „Was in dieser Hinsicht in den letzten Jahren in Dortmund passiert ist, war Schalke und der HSV auf hohem Niveau: Sie haben zu viele Spieler geholt, die zu wenig geleistet, aber viel zu viel verdient haben.“

Gemeint sein dürften Spieler wie Emre Can, Thorgan Hazard oder Nico Schulz. Letztgenannter spielt bei Borussia Dortmund seit längerem sportlich überhaupt keine Rolle mehr. Can und Hazard sind allenfalls Teilzeitkräfte, die dafür aber ein fürstliches Salär beanspruchen.

Didi Hamann: „Der BVB muss sich ein neues Image aufbauen“

Den neu formulierten Weg des BVB, das Gehalt der Profis leistungsbezogener zu gestalten, begrüßt Didi Hamann: „Der BVB muss sich ein neues Image aufbauen. Mit Spielern, die nicht nur wegen des Geldes wegen spielen, sondern bereit sind, für den Erfolg zu arbeiten und sich jede Woche für die Fans den Hintern aufzureißen.“

Laut der Liverpool-Legende brauche es dafür „viel Verhandlungsgeschick und smartes Recruiting.“ Diese Dinge traue er Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl aber durchaus zu.

BVB: Didi Hamann sieht die kommenden Monate als richtungsweisend für die weitere Entwicklung an

Inwieweit Didi Hamann mit seiner Einschätzung zum Dortmund-Manager richtig liegt, werden wohl die kommenden Wochen zeigen. Für den 42-Jährigen stehen spannende Vertragsverhandlungen mit Spielern wie Marco Reus, Mats Hummels und Mo Dahoud an.

Didi Hamann hat die Transferpolitik des BVB deutlich kritisiert.

„Die Situation ist delikat, aber auch eine große Chance. Die nächsten sechs Monate werden zeigen, in welche Richtung die Entwicklung bei Borussia Dortmund in den nächsten drei bis vier Jahren geht“, prophezeit Didi Hamann.

Rubriklistenbild: © Jan Huebner/Imago; Collage: RUHR24