Nach Zagadou-Patzer

BVB-Trainer Marco Rose ist „nicht ratlos“: Vielsagendes Team-Meeting

Von BVB-Star Zagadou folgte nach seinem Patzer eine klare Reaktion, wie der Trainer verrät.

Dortmund – Die 2:5-Pleite des BVB gegen Bayer Leverkusen sitzt noch in den Knochen. Doch die nächste Aufgabe wartet schon: Am Sonntag (13. Februar) muss Borussia Dortmund gegen Union Berlin ran.

Verein Borussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
StadionSignal-Iduna-Park (ehem. Westfalenstadion)
TrainerMarco Rose

BVB: Zagadou patzt gegen Leverkusen – vielsagende Reaktion im Team-Meeting

„Die ersten zwei Tage sind natürlich schwierig. Das kann man nicht verhehlen“, sagte Marco Rose zu Beginn der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Köpenicker über die hohe Niederlage. Und es war ein wirklich bitterer Auftritt, den die Schwarz-Gelben vergangenen Sonntag hinlegten. Schon nach zehn Minuten ging Leverkusen in Führung. Schuld daran trug maßgeblich Dan-Axel Zagadou, der den angeschlagenen Mats Hummels in der Innenverteidigung ersetzte.

Sein Fehlpass in die Mitte landete bei Patrik Schick, der zum Schuss kam. Zwar konnte Dortmund-Torwart Gregor Kobel noch parieren, ehe Manuel Akanji im Lauf zurück das Eigentor machte. Ein grober Schnitzer – und das, obwohl zuvor mehrmals vonseiten des BVB betont wurde, dass das Abwehrverhalten vor dem Spiel intensiv trainiert worden sei.

BVB: Nach Patzer von Dan-Axel Zagadou verrät Marco Rose die Reaktion

Und dennoch unterlief dem Abwehr-Hünen dieser eklatante Fehler. Was kann ein Trainer dann noch machen, wenn trotz aller akribischer Arbeit die Trainingsleistung nicht auf den Platz gebracht werden kann? Allen voran nimmt Marco Rose seinen Verteidiger in Schutz: „Ich glaube nicht, dass Daxo (Dan-Axel Zagadou, Anm. d. Red.) diesen Fehler mit Absicht gemacht hat“, erklärte er vor dem Spiel gegen Union Berlin auf RUHR24-Nachfrage.

Dieser Fehler des BVB-Stars hinterließ nicht nur bei den Zuschauern und Experten einen bitteren Beigeschmack. Der Verteidiger selbst weiß offenbar, dass er im Profi-Fußball besser arbeiten muss: „Wir haben auch dieses Tor uns gemeinschaftlich angeschaut und darüber geredet. Und ich musste nichtmal was sagen. Daxo wusste natürlich, dass er dort in keine Eins-gegen-Eins-Situation gehen darf als letzter Mann“, verriet Marco Rose Details über die Aufarbeitung des groben Patzers.

BVB-Trainer Marco Rose nach Zagadou-Patzer: „Bin nicht ratlos“

Eine deutliche Reaktion von Verteidiger und Trainer. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, heißt es doch so schön. Das konnte der BVB gegen Union Berlin unter Beweis stellen, immerhin war der 3:0-Sieg die Generalprobe für das Europa-League-Heimspiel gegen Glasgow Rangers.

Mit Blick auf die kommenden Spiele fordert Marco Rose vom Team eine Erkenntnis ein: „Was wir einfach für uns als Mannschaft mehr auf den Schirm nehmen müssen: Solche Fehler geben dem Spiel eine Richtung. Sie lösen bei uns was aus und auch beim Gegner. Die Verantwortung für den Ball muss jeder tragen.“

BVB-Verteidiger Zagadou patzte gegen Leverkusen. Marco Rose verrät die Reaktion im Team.

Diese Verantwortung sei auch Thema in der Woche gewesen. Jeder sei bereit, sie zu übernehmen, erklärte der Trainer. Von aufgeben will der 45-Jährige aber offensichtlich nichts wissen. Er betont auf Nachfrage, ob er sich manchmal ratlos fühle, wenn das Training nicht im Spiel Fuß fasst: „Ich glaub, die längere Ausführung zeigt, dass ich nicht ratlos bin.“

Rubriklistenbild: © David Inderlied/Kröger/Kirchner-Media

Mehr zum Thema