Covid-19 und finanzielle Folgen

Geld beim BVB wird knapp - Marco Reus erklärt den Gehaltsverzicht der Spieler

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Marco Reus hält den Gehaltsverzicht wegen des Coronavirus beim BVB für notwendig.

Borussia Dortmund und die BVB-Spieler haben sich wegen des Coronavirus auf einen Gehaltsverzicht geeinigt. Jetzt äußert sich Marco Reus.

  • Hans-Joachim Watzke und Sebastian Kehl haben bereits angekündigt, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten.
  • Sportdirektor Michael Zorc hat auch mit den Spielern des BVB gesprochen.
  • Marco Reus erklärt, warum die Profis von Borussia Dortmund auf Gehalt verzichten.

Update, Sonntag (29. März), 13.23 Uhr: Hans-Joachim Watzke, BVB-Boss, hat seine Aussagen in der Sportschau verteidigt und zudem noch Überraschendes über den FC Schalke 04 gesagt. 

Update, Freitag (27. März), 21.45 Uhr: Spieler und Verantwortliche des BVB verzichten wegen des Coronavirus in der fußballfreien Zeit auf Teile ihres Gehalts. Jetzt hat sich Marco Reus (30) zu der Maßnahme geäußert.

BVB: Gehaltsverzicht wegen Coronavirus - Kapitän Marco Reus geht voran

Der BVB-Kapitän geht in der Coronavirus-Krise voran: "Für uns ist es normal, denn wir wollen dem Verein helfen. Wir haben 850 Mitarbeiter bei Borussia Dortmund. Die gilt es auch zu bezahlen, damit sie sich keine großen Sorgen machen müssen", sagte Marco Reus in einem vom Verein produzierten Video.

In der Mannschaft herrsche Konsens über die Notwendigkeit der Maßnahme: "Dass dieses Thema irgendwann kommen wird, war uns allen klar, weil die Vereine sich über einen gewissen Zeitraum nicht mehr halten können", so Marco Reus weiter.

Update, Dienstag (24. März), 16.30 Uhr: An einen normalen Spielbetrieb ist in der Bundesliga wegen des Coronavirus derzeit nicht zu denken. Der Profifußball befindet sich in einer Krise, eine Änderung der 50+1-Regel wegen des Coronavirus sieht BVB-Boss Hans-Joachim Watzke dennoch nicht kommen.

Borussia Dortmund: Spieler verzichten wegen Coronavirus auf Gehalt - BVB spart Millionensumme

"Borussia Dortmunds Spieler verzichten vor diesem Hintergrund ab sofort freiwillig auf einen Teil ihrer Gehälter und zeigen sich solidarisch mit den 850 Mitarbeitern des Klubs sowie deren Familien", dies teilte der BVB in einer heute (24. März) veröffentlichten Pressemitteilung mit. Durch den Gehaltsverzicht aufgrund des Coronavirus kann der BVB bis Ende 2020 ein beachtliche Summe einsparen.

"Wie die Spieler verzichten auch die Verantwortlichen des Klubs sowie der Trainerstab auf Teile ihrer Gehälter. In Summe spart Borussia Dortmund so einen zweistelligen Millionenbetrag ein, der dabei helfen wird, den BVB als einen der größten Arbeitgeber Dortmunds während der Corona-Krise abzusichern und zu schützen", führt der BVB fort.

Erstmeldung, Dienstag (24. März), 14.42 Uhr: Ob und wann in Deutschland wieder Fußball gespielt werden kann, steht aktuell noch in den Sternen. Vereine wie der BVB diskutieren deshalb Möglichkeiten, die finanziellen Folgen der durch das Coronavirus ausgelösten Krise abzufedern.

BVB: Hans-Joachim Watzke und Sebastian Kehl verzichten wegen Coronavirus auf Gehalt

Immer mehr rücken dabei auch die Fußball-Profis in den Vordergrund. Die Gehälter der Stars stellen schließlich eine große Belastung für die Konten der Vereine dar. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) kündigte bereits an, auf ein Drittel seines Gehalts verzichten zu wollen. Auch BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl will auf Teile seines Gehalts verzichten.

Wie aber sieht es mit den Spielern des BVB aus? Existenziell bedrohlich ist die aktuelle Lage für Borussia Dortmund zwar nicht, das hat Hans-Joachim Watzke bereits mehrfach betont, doch der BVB könnte eine irre Summe durch das Coronavirus verlieren. Daher wurde auch mit den Spielern des BVB gesprochen.

BVB: Michael Zorc will mit Spielern über Gehaltsverzicht reden

Das sagte Sportdirektor Michael Zorc (57) gegenüber Sport1. "Wir werden das Thema natürlich in Ruhe mit der Mannschaft besprechen", so der Sportdirektor. Genügend Zeit dazu habe man ja jetzt. Dabei gibt sich der 57-Jährige durchaus optimistisch, was die Bereitschaft der Profis beim BVB, wo ob des Coronavirus in puncto Transfers auf die Bremse getreten werden muss, angeht.

Sportdirektor Michael Zorc konnte die BVB-Spieler von einem Gehaltsverzicht überzeugen.

"Gehn Sie aber davon aus, dass wir beim BVB alle solidarisch sind, was das angeht", wird Michael Zorc von Sport1 zitiert. Er macht dabei klar, dass die Hauptaufgabe aktuell sei, die Krise durch das Coronavirus so gut wie es geht zu meistern. Weitergehende Planungen seien dabei momentan nicht denkbar.

Borussia Dortmund: Spieler nach Gespräch offenbar bereit, auf Gehalt zu verzichten

Die optimistische Haltung des Sportdirektors war offenbar berechtigt. Wie die Bild (Bezahlschranke) berichtet, sollen sich die Spieler bei einem Gespräch offen dafür gezeigt haben, grundsätzlich auf Gehalt zu verzichten.

Dabei wurden den Spielern verschiedene Modelle vorgeschlagen, die nun im Spielerkreis diskutiert werden. Eine endgültige Entscheidung wird spätestens bei einem weiteren Treffen am Mittwoch erwartet. 

Eine Überlegung sieht vor, dass die Spieler in der Zeit ohne Spiele auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten. Sollten Geisterspiele angesetzt werden, fällt der Prozentsatz auf 10 Prozent. Für jeden Monat ganz ohne ein Bundesligaspiel bedeutet das eine Summe von etwa 2,3 Millionen Euro, die Borussia Dortmund durch die Maßnahmen spart.