Fanbündnis gibt Stellungnahme ab

BVB gegen Gladbach vor Publikum: Ultras beziehen klar Stellung zur teilweisen Zuschauer-Rückkehr

Der BVB plant zum Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach wieder mit Zuschauern. Auf die Ultras muss der Verein jedoch vorerst verzichten.

Dortmund – Seit Dienstag (15. September) steht fest, dass Borussia Dortmund bereits zum ersten Heimspiel der Saison 2020/21 zumindest einem Teil seiner Fans wieder Zutritt ins Stadion gewähren darf. Nicht bei allen Anhängern sorgt diese Nachricht für Euphorie. Die Ultras wollen den Begegnungen zunächst weiter fernbleiben.

Name

Borussia Dortmund

Trainer

Lucien Favre

Stadion

Signal Iduna Park

Trainingsplatz

Trainingsgelände Hohenbuschei

Kapazität

81.365

BVB gibt Fans klare "Spielregeln" für Stadionbesuch

Rund 10.000 Zuschauer erwartet der BVB beim Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach (zum Live-Ticker). Dabei müssen die Ticketinhaber ihren Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen haben. Zur Rückverfolgung möglicher Covid 19-Infektionen ist zudem eine strenge Personalisierung der Eintrittskarten vorgeschrieben – über wichtige Infos für die Fans hat auch der Westfälische Anzeiger berichtet.

Für den Einlass ins Stadion gibt es verschiedene örtliche sowie zeitliche Zugangsvorgaben. Im Innenbereich werden die Sitzplätze mit großen Abständen besetzt. Auf ihrer Webseite informierte Borussia Dortmund die Fans über einen ganzen Katalog an "Spielregeln", die "vor, während und nach der Partie" zu beachten sind (alle News zum BVB auf RUHR24.de).

BVB-Fanbündnis begrüßt Zuschauer-Teilzulassung als "Schritt in Richtung Normalität" 

Am Mittwoch (16. September) reagierte nun das "Fanbündnis Südtribüne" auf die neuen Entwicklungen. In einer Stellungnahme hieß es: "Während der Geisterspiele in der zurückliegenden Saison wurde deutlich, dass ohne Zuschauer ein elementarer Teil des Fußballs fehlt. In dieser Hinsicht ist die Teilöffnung der Tribünen ein erster, kleiner Schritt in Richtung Normalität."

Die Mannschaft des BVB feiert vor der vollbesetzten Südtribüne. Ein Szenario, dass die Ultras wieder herbeisehnen.

Angesichts verschiedener Einschränkungen wie der "Einhaltung von Sicherheitsabständen" oder dem "Verzicht auf Stehplätze" würde es aber keine grundlegenden Veränderungen an der bestehenden Situation geben. Diese habe "natürlich kaum etwas mit der Fankultur zu tun, wie wir sie ausleben", erklärte das BVB-Bündnis.

BVB-Ultras nennen Bedingungen für Stadion-Rückkehr

Daher stehe es für die verschiedenen Gruppen und Fanclubs außer Frage, "dass wir erst in organisierter Form ins Stadion zurückkehren werden, wenn wir in gewohnter Art und Weise mit allen gemeinsam singen, jubeln und den Gegner bepöbeln können." Gleichzeitig wurde betont, dass es natürlich jedem Einzelnen freigestellt sei, dennoch eines der kommenden Heimspiele zu besuchen.

Bereits im Juli hatte Thilo Danielsmeyer, der Leiter des BVB-Fanprojektes, im Gespräch mit RevierSport angedeutet, dass die aktive Fanszene einen möglichen Teileinlass von Zuschauern wohl boykottieren werde: "Sie sagen ganz klar: Entweder alle oder keiner."

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen, Julian Stratenschulte/dpa; Collage: RUHR24