Bild: David Inderlied/dpa

Die Rückkehr von Mats Hummels war der spektakulärste BVB-Transfer in diesem Sommer. In einem Interview erläuterte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) jetzt die Gründe.

  • Hans-Joachim Watzke konnte den Hummels-Abgang nie richtig verarbeiten.
  • Der Wechsel zum FC Bayern habe dem BVB „sehr wehgetan“.
  • Hummels‘ Rückkehr sei für Watzke „nochmal etwas Besonderes“ gewesen.

Mit Blick auf die Fast-Insolvenz des BVB im Jahr 2005 sagte Hans-Joachim Watzke kürzlich, dass ihn „so schnell nichts mehr erschüttern“ könne.

BVB-Boss Watzke über Hummels: Außergewöhnlicher Fußballer und Mensch

Der Weggang von Mats Hummels, der gegen Augsburg ein richtig starkes Comeback hatte, zum FC Bayern hat den BVB-Boss allerdings tief getroffen: „Ich habe das drei Jahre lang nicht wirklich richtig verarbeitet“, gab Watzke im Gespräch mit FDP-Chef Christian Lindner zu. Der 60-Jährige lobte den Innenverteidiger als außergewöhnlichen Fußballer und Menschen. Zudem besitze Hummels Führungsqualitäten.

Über den Prozess bis zu Hummels‘ Abgang sagte Watzke: „Das hat lange gedauert, ich habe sehr um ihn gekämpft. Michael Zorc auch. Er hat sich das sehr schwer gemacht, er war hin und her gerissen über Monate. Und dann ist er gegangen, das hat uns sehr weh getan.“

Watzke über Hummels-Verhandlungen: „Das war ein schwerer Ritt“

Deshalb sei die Rückkehr des Innenverteidigers für den BVB-Geschäftsführer „nochmal etwas Besonderes“ gewesen. Die Verhandlungen über den Transfer wären allerdings nicht einfach gewesen: „Das war ein schwerer Ritt, dass wir den von Bayern München haben loseisen können“, erklärte Watzke, der im 1909 Talk ein bisschen gegen Hoeneß frotzelte. Am Ende hätte es „dann Gott sei Dank doch hingehauen.“

Beide Parteien einigten sich auf eine Ablöse von rund 30 Millionen Euro. Hans-Joachim Watzke, der die Mannschaft vom BVB am Dienstag bei der Pressekonferenz zur Bilanz in die Pflicht nahm, bedankte sich im Anschluss öffentlich bei Karl-Heinz Rummenigge, dem ein Berater eine schlechte Verhandlungstaktik vorgeworfen hat, für die Verhandlungen.

Watzke: Hummels ist im Team „total akzeptiert“

In Dortmund hat man klare Vorstellungen, was Hummels dem BVB bringen soll. Mit seiner Erfahrung soll er der Mannschaft im Titelkampf weiterhelfen. „Mats ist Weltmeister, er hat die letzten Jahre alles gewonnen. Das ist klar, dass er schon alles erlebt hat“, sagte Watzke.

Auch das Alter stelle kein Problem dar. „Für einen Innenverteidiger ist 30 Jahre ein top Alter“, stellte der BVB-Boss klar. Hummels sei im Team „total akzeptiert“. Zusätzlich unterstütze er Kapitän Marco Reus bei der Mannschaftsführung.

Am vergangenen Freitag (9. August) gab der Innenverteidiger im Pokalspiel gegen den KFC Uerdingen sein BVB-Comeback