Hauptversammlung in Dortmund

BVB-Boss Watzke blickt in den Abgrund: Krisenmodus weckt dunkle Erinnerung

BVB-Boss Watzke muss aktuell eine riesige Herausforderung meistern. Auf der Hauptversammlung gibt er einen tiefen Einblick in sein Gefühlsleben.

Dortmund – Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Energiekrise. Aktuell schlittert die Welt von einer Krise in die nächste. Dies hat auch erhebliche Auswirkungen auf Borussia Dortmund.

BVB-Boss Watzke blickt in den Abgrund: Krisenmodus weckt dunkle Erinnerung

Wie sehr die angespannte Gesamtlage den BVB vor allem wirtschaftlich beeinflusst, verriet Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (63) auf der Jahreshauptversammlung am Montag (21. November). „Wir haben drei Jahre im Krisenmodus agieren müssen. Und diese Krise hält an“, erklärte der 63-Jährige den anwesenden Aktionären und gegenüber RUHR24.

Vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie habe die Westfalen an eine dunkle Vergangenheit erinnert: „Das war für uns die größte Herausforderung seit der Beinahe-Insolvenz“, schilderte der Geschäftsführer der „Schwarz-Gelben“.

BVB-Boss Watzke erinnert sich wegen Corona an dunkles Dortmund-Kapitel

„2004 haben wir in den Abgrund geblickt. Und das ist mir vor drei Jahren nochmal passiert. Ich wusste wochenlang nicht, wie es weitergehen soll. Wir haben niemanden entlassen, niemanden in Kurzarbeit geschickt“, so BVB-Boss Watzke auf der Jahreshauptversammlung.

Die Corona-Pandemie habe die Dortmunder Borussia 151 Millionen Euro gekostet. Insbesondere beim Blick auf den Transfermarkt sind die Covid-Spätfolgen immens spürbar: „Der Transfermarkt ist völlig zusammengebrochen. Es gibt nur noch 5 oder 6 Klubs, die kommen aus einer bestimmten Region der Welt, die können sich vieles leisten. Doch es gibt unendlich viele Klubs, die können sich kaum noch was leisten“, führte der 63-Jährige aus.

BVB-Boss Watzke blickt trotz Corona-Pandemie in rosige Zukunft

Trotz aller Schreckensnachrichten der vergangenen drei Jahre kann der BVB einen entspannteren Blick in die Zukunft richten: „Haben die schwierigste Phase hinter uns, aber noch Aufräumarbeiten vor uns. Wir befinden uns auf dem deutlichen Weg der Erholung“, skizzierte BVB-Boss Watzke.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sprach auf der Jahreshauptversammlung über die gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Dies zeige unter anderem ein ausverkauftes Haus in der Champions League mit erstmals mehr als 80.000 Zuschauern. Seit dieser Saison darf Borussia Dortmund in der Königsklasse erstmals seine Tore für 81.365 Fans öffnen.

Watzke begrüßt CL-Reform: BVB darf sich über große Mehreinnahmen freuen

Darüber hinaus könne eine Reform des europäischen Elitewettbewerbs ab der Saison 2024/25 dabei helfen, den Wettbewerb „spannender“ und vor allem „ökonomisch interessanter“ zu gestalten. Dies werde dem BVB „deutlich mehr Geld in die Kasse spülen. Wird deutlich helfen, dass wir die Corona-Verluste irgendwann wieder aufgeholt haben werden“, so Watzke, der mit Mehreinnahmen in Höhe von 30 bis 40 Millionen Euro pro Jahr rechnet.

Ab 2024 können sich beispielsweise 36 und nicht mehr nur 32 Mannschaften für die Königsklasse qualifizieren. Zudem wurde ein Wegfall der klassischen Gruppenphase beschlossen. Stattdessen werde es nur noch eine Liga geben, in der alle 36 teilnehmenden Klubs vertreten sind.

Rubriklistenbild: © David Inderlied/Kirchner-Media