Mutter auf der Intensivstation

Corona in der gesamten Familie: Axel Witsel verrät dramatische Details

BVB-Profi Axel Witsel reagiert während eines Spiels.
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Erst die Verletzung, dann Corona: BVB-Profi Axel Witsel, seine Mutter, Frau und Kinder waren infiziert.

Axel Witsel, seine Frau und seine Kinder hatten Corona. Im Interview spricht der BVB-Profi über den schweren Verlauf der Infektion bei seiner Mutter.

Dortmund - Axel Witsel (32) erlebte zuletzt eine schwierige Zeit. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund ist sowieso schon mit einer langwierigen Verletzung außer Gefecht gesetzt, zu allem Überfluss steckte seine Familie sich mit Corona an.

NameAxel Witsel
Geboren12. Januar 1989 (Alter 32 Jahre), Lüttich, Belgien
EhefrauRafaella Szabo Witsel (verheiratet 2015)
KinderMaï-Li Witsel, Evy Witsel
ElternThierry Witsel, Sylvie Witsel
Aktuelles Team:Borussia Dortmund

BVB-Star Axel Witsel: Auf schlimme Verletzung folgt Corona-Infektion, Mutter ebenfalls betroffen

Am 9. Januar riss beim Spiel gegen RB Leipzig seine Achillessehne. Seitdem fällt Axel Witsel beim BVB verletzt aus. Besonders bitter: Im Anschluss an die Operation in seiner Heimat Belgien hat sich der Familienvater mit Corona infiziert.

Im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel) gewährt Axel Witsel intime Einblicke über den Verlauf der Infektion in seiner gesamten Familie. Zuerst habe sich seine Mutter Sylvie mit Corona angesteckt, dann er selbst.

BVB-Profi Axel Witsel: Frau und Kinder auch an Corona infiziert, Mutter auf Intensivstation

Anschließend hätte es auch seine schwangere Frau und seine Kinder erwischt. „Das war keine einfache Zeit“, erinnert Axel Witsel sich. „Und es war auch nicht einfach, sich davon nicht herunterziehen zu lassen.“

Einen besonders schweren Verlauf hat die Corona-Infektion bei der Mutter des BVB-Profis genommen. Sie musste im Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt werden, bekam sogar Sauerstoff.

Axel Witsel ist nach seiner Verletzung in der Reha. Bis er wieder ins BVB-Training einsteigt, werden noch Monate vergehen.

BVB: Mutter wieder gesund, Axel Witsel hatte ebenfalls Corona-Symptome

Axel Witsel erinnert sich: „Es war bedrückend erleben zu müssen, welch schlimme Auswirkungen eine Corona-Infektion haben kann“. Zehn Tage habe es gedauert, bis sich ihr Gesundheitszustand etwas gebessert habe. „Gott sei Dank ist sie nun wieder zu Hause und es ist alles gut ausgegangen.“

Der BVB-Profi selbst litt ebenfalls unter Symptomen der Corona-Infektion. Axel Witsel hatte Fieber und sagt, er habe sich „so schlapp gefühlt, als hätte ich gerade drei Spiele am Stück absolviert.“ Zehn Tage lang sei er in Quarantäne gewesen.

BVB-Profi Axel Witsel nach Corona-Infektion der Familie „noch vorsichtiger geworden“

Immerhin ist das die Zeit gewesen, in der sein Fuß wegen seiner Verletzung ohnehin im Gips steckte. Viel Bewegung sei deshalb sowieso nicht möglich gewesen. „Bett, Sofa, Bett, Sofa“, beschreibt Axel Witsel seinen damaligen Tagesablauf. Zumindest habe er in der Reha so keine zusätzliche Zeit verloren.

Seine schwangere Frau Rafaella Szabo Witsel (30) und die Töchterchen Mai-Li und Evy hingegen überstanden ihre Ansteckung erfreulicherweise ohne Beschwerden. Der BVB-Mittelfeldspieler hat aus den Erfahrungen dennoch seine Konsequenzen gezogen: „Ich habe Corona schon vorher sehr ernst genommen, aber aufgrund persönlicher Ereignisse bin ich noch vorsichtiger geworden“.

Video: BVB-Trainer Edin Terzic spricht über leere Stadien in Corona-Zeiten

BVB: Axel Witsel nach schwerer Verletzung und Corona-Infektion wieder auf dem Weg zurück

Inzwischen ist Axel Witsel von seiner Corona-Erkrankung genesen und auch die Reha nach der schweren Verletzung an der Achillessehne macht Fortschritte. Aktuell trainiert er sechs Tage pro Woche für sein Comeback beim BVB, jeweils zwei Stunden am Tag.

„Ganz wichtig für mich: Seit kurzem ist der Spezialstiefel am operierten Bein ab, sodass ich wieder gehen darf wie ein normaler Mensch“. Nach und nach kann bei Familie Witsel nach einer belastenden Zeit endlich wieder Normalität einkehren. Der BVB-Profi weiß aber auch: „Wir Fußballer haben einen guten Job, dafür müssen wir dankbar sein, denn viele andere Menschen haben ihren Job aufgrund der Corona-Pandemie verloren.“

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