BVB-Mittelfeldstratege

BVB-Profi Axel Witsel macht deutlich: Diese Qualitäten muss ein guter "Sechser" haben

Axel Witsel im Heimspiel gegen den 1. FC Köln
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Axel Witsel im Heimspiel gegen den 1. FC Köln

Axel Witsel avancierte nach seinem Wechsel im Sommer 2018 beim BVB auf Anhieb zu einem Schlüsselspieler. In einem Interview spricht er nun über die Bedeutung der Position im defensiven Mittelfeld und seine Ziele mit der belgischen Nationalmannschaft.

  • Axel Witsel hat kein Problem damit, "nicht so im Scheinwerferlicht zu stehen".
  • Als „Sechser“ müsse er "eine Menge Druck" aushalten und "klug agieren".
  • Mit der Nationalmannschaft will der 31-Jährige noch viel erreichen.

Dortmund – "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften." Diese Weisheit aus dem American Football ist auch im Fußball nach wie vor aktuell. Während die Offensivspieler häufig im Rampenlicht stehen, gehen die defensiven Akteure allerdings oft unter. Axel Witsel (31) stört dies nicht, er betont aber gleichzeitig die Wichtigkeit seiner Rolle für den Teamerfolg.

BVB-Profi Axel Witsel: "Wir stehen eher im Schatten, aber ich hab' damit gar kein Problem"

"Das ist keine Position, wo jedermann sofort die Qualität des Spielers sieht und erkennt, wie wichtig er für das Team ist", fasst Axel Witsel im Gespräch mit dw.com das Dilemma der Profis im defensiven Mittelfeld zusammen. Dabei hätten nicht nur die Angreifer, sondern alle Akteure auf dem Platz "einen wirklich wichtigen Job". Fußball-Kenner würden die "Sechser" aber entsprechend würdigen, so der 31-Jährige.

"Wir stehen eher im Schatten, aber ich hab' damit gar kein Problem. Ich habe kein Problem damit, nicht so im Scheinwerferlicht zu stehen", sagt Axel Witsel. Beim BVB wird Axel Witsel auch im Spiel gegen Union Berlin am Samstag wieder neben Julian Brandt im zentralen Mittelfeld agieren.

BVB: Axel Witsel spricht über die Qualitäten eines guten "Sechsers"

Der BVB-Profi überzeugt als Chef im defensiven Mittelfeld regelmäßig mit starken Leistungen. Dabei zeichnen ihn besonders seine Passgenauigkeit und Robustheit aus. Genau diese Eigenschaften seien laut Axel Witsel für einen guten "Sechser" von großer Bedeutung. 

So müsse er in seiner Rolle "eine Menge Druck" aushalten und "klug agieren, wenn man im Ballbesitz ist". Darüber hinaus müsse "man immer cool und ruhig bleiben." "Auf meiner Position", erklärt Axel Witsel, "kann man es sich nicht erlauben, nervös zu sein." Auch ein gutes Spielverständnis und der permanente Blick auf das Geschehen wären notwendige Qualifikationen.

Nicht nur beim BVB: Axel Witsel hat große Ziele mit der Nationalmannschaft

"Zu unseren Aufgaben gehört es, auf eine defensive Position zu wechseln, wenn der zentrale Abwehrspieler gerade offensiv agiert. Das bedeutet: Auch wenn du nicht am Ball bist, musst du die ganze Zeit mitdenken. Im Ballbesitz ist es dann wirklich wichtig, zu verhindern, dass der Gegner einen Konter starten kann", macht Axel Witsel die Komplexität seiner Position deutlich, die er auch gegen Union Berlin wieder exzellent ausfüllte (hier geht es zur BVB-Einzelkritik)

Auch wenn das Toreschießen nicht das Kerngeschäft des belgischen Nationalspielers ist, trägt er sich gerne in die Torschützenliste des BVB ein. "Ich habe in dieser Saison drei Tore für Dortmund erzielt, und wenn ich Glück habe, kommen noch vier bis fünf bis zum Ende der Spielzeit dazu."

Video: BVB-Spieler Witsel glaubt weiterhin an Meisterschaft

Im Herbst der Karriere angekommen, hat der Belgier dennoch weiterhin große Ziele. Mit der Nationalmannschaft will er endlich Titel gewinnen. "Wir haben ein wirklich starkes und talentiertes Team, das hat sich ja beim letzten World Cup in Russland gezeigt. Darauf wollen wir nun aufbauen." Der 105-fache Auswahlspieler zählt unter Trainer Roberto Martínez (46) zu den Stammspielern.

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