BVB konnte Leihgabe nicht halten

Rückkehr zu Real Madrid geplatzt: Berater von Achraf Hakimi bringt Trainer Zidane in Bedrängnis

Im Kampf um Achraf Hakimi musste sich der BVB aus finanziellen Gründen Inter Mailand geschlagen geben. Bei Real Madrid lagen die Ursachen woanders.

  • Der BVB konnte Achraf Hakimi nach Ende der zweijährigen Leihe nicht halten.
  • Stattdessen hat der 21-Jährige bei Inter Mailand einen Vertrag bis 2025 unterschrieben.
  • Der Berater von Achraf Hakimi hat sich zu den Gründen geäußert, warum der Spieler endgültig Real Madrid den Rücken kehrt.

Mailand/Madrid - Achraf Hakimi (21) steht in den kommenden Jahren weder für Borussia Dortmund (alle BVB-Artikel bei RUHR24.de) noch für Real Madrid auf dem Platz. Im Poker um den 21-Jährigen war Inter Mailand am Ende der lachende Dritte.  

Name

Achraf Hakimi

Geboren

4. November 1998 (Alter 21 Jahre), Madrid, Spanien

Größe

1,81 Meter

Gewicht

73 Kg

Achraf Hakimi: Der BVB konnte bei Transfer nicht mit Inter Mailand konkurrieren

Rund 45 Millionen Euro überweist Inter Mailand schlussendlich für die Dienste von Achraf Hakimi an Real Madrid. In derart hohe wirtschaftliche Dimensionen konnte und wollte der BVB in diesem Transfer-Sommer nicht vorstoßen. Auch, wenn man den Marokkaner gerne unter Vertrag genommen hätte.

"Es gab in den vergangenen Tagen eine neue Entwicklung – und die Summe wird sicherlich noch etwas höher ausfallen. Wir haben dann irgendwann festgestellt, dass wir da nicht mitgehen wollen, nicht mitgehen können", bekräftigte Sportdirektor Michael Zorc (57) vor dem Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Gespräch mit dem Pay-TV-Sender Sky.

Borussia Dortmund: Berater von Achraf Hakimi nennt Grund für geplatzte Rückkehr zu Real Madrid

Dass Achraf Hakimi im Anschluss an seine zweijährige Leihe allerdings nicht von Borussia Dortmund zu Real Madrid zurückkehrt, hat offenbar weitaus weniger mit der wirtschaftlichen Weitsicht des spanischen Rekordmeisters zu tun. Vielmehr führt Alejandro Caman, der Berater des 21-Jährigen, in einem Interview mit der marokkanischen Zeitung Al Muntakhab einen anderen Grund für die geplatzte Heimkehr ins Feld, worüber auch RuhrNachrichten.de berichtet.

Borussia Dortmund konnte Achraf Hakimi nicht halten.

"Zinedine Zidane (48, Anm. d. Red) ist der Grund für Hakimis Transfer zu Inter Mailand. Er muss erklären, warum Hakimi gewechselt ist", macht der Berater deutlich. 

Achraf Hakimi: Ex-BVB-Star hatte schweren Stand bei Real-Trainer Zinedine Zidane

Der Flügelspieler hätte jedoch nicht nur wegen Zinedine Zidane einen schweren Stand beim derzeitigen Tabellenführer der Primera División gehabt. "In Gegenwart von Daniel Carvajal (28, Anm. d. Red) ergab seine Rückkehr keinen Sinn", führt Alejandro Caman fort. 

Mit der Verpflichtung von Thomas Meunier von Paris Saint-Germain hat Borussia Dortmund bereits für Ersatz auf der rechten Außenbahn gesorgt. Zudem hat Mateu Morey zum Ende der abgelaufenen Spielzeit in Ansätzen unter Beweis gestellt, dass er fußballerisch in ähnliche Sphären wie Achraf Hakimi vorstoßen kann. Allzu große Sorgen muss sich der BVB nach dem Abgang des 21-Jährigen folglich nicht machen, findet RUHR24-Autor Sven Fekkers.

In Mailand, wo der Marokkaner einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025 unterschrieb, sieht der Berater hingegen eine rosige Zukunft für seinen Schützling: "Aber ich bin mir sicher, dass Hakimi nach diesem Schritt eine strahlende Zukunft haben wird."

BVB: Achraf Hakimi hat sich wegen Antonio Conte für Inter Mailand entschieden

Schließlich fiel die Entscheidung aus gutem Grund für die "Nerazzurri": "Antonio Conte war immer in Kontakt mit Hakimi und hat mit ihm über die Zukunft des Klubs und über das Projekt gesprochen", so der Berater. 

"Deshalb haben wir uns für Inter entschieden. Wenn ein Trainer wie Conte mit dir spricht und darauf besteht, bedeutet das, dass du wichtig bist und er dich will", so der Berater von Achraf Hakimi weiter.

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