Vertrag läuft in Barcelona aus

BVB: Wegen Ousmane Dembélé winkt Borussia Dortmund noch weiterer Geldsegen

Der Vertrag von Ousmane Dembélé läuft aus, der FC Barcelona könnte bei einem Abgang leer ausgehen. Doch der BVB würde offenbar dennoch profitieren.

Dortmund/Barcelona – Nach dem Abschied aus Dortmund lief es für ihn nicht mehr rund. Zuletzt verstieß Ex-BVB-Star Ousmane Dembélé gegen eine goldende Xavi-Regel bei Barca. So erschien der Franzose verspätet zu einem Training. Sowieso scheint es auf eine Trennung zwischen dem FC Barcelona und dem Flügelspieler hinauszulaufen, dessen Vertrag mit den Katalanen am 30. Juni 2022 endet.

NameOusmane Dembélé
Geboren15. Mai 1997 (Alter 24 Jahre), Vernon, Frankreich
Größe1,78 Meter
Aktuelles TeamFC Barcelona (#7/Angreifer)

BVB: Ousmane Dembélé vor Barca-Abschied – Dortmund winkt enormer Geldsegen

Verhandlungen um eine Verlängerung des Kontraktes stocken. Die Berichte spanischer Medien dazu könnten nicht unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite sei Ousmane Dembélé bereit, auf Geld zu verzichten. Trainer Xavi sagte Ende November auf einer Pressekonferenz: „Ich hoffe, dass er seinen Vertrag verlängert, denn er ist ein Spieler, der in den kommenden Jahren viel bewegen kann.“

Auf der anderen Seite habe der Berater des Franzosen, Moussa Sissoko, horrende Forderungen gestellt. Die spanische Zeitung Sport berichtet von einer Gehaltsforderung von rund 30 Millionen Euro plus einer Verlängerungsprämie von 15 Millionen Euro. Gelder, die der hoch verschuldete FC Barcelona wohl nicht aufbringen könnte. Es sieht nach einem Abschied des Flügelspielers aus. Unabhängig davon dürfte aber Borussia Dortmund profitieren.

BVB: FC Barcelona zahlt Ablöse für Ousmane Dembélé offenbar in Raten

Denn wie die spanischen Medien Sport und Cadena Ser berichten, sei für die Ablöse von Ousmane Dembélé noch eine Rate fällig. Der FC Barcelona soll beim Transfer im Sommer 2017 die Ablösesumme über 105 Millionen Euro nicht auf einen Schlag bezahlt haben. Stattdessen zahle Barca den Betrag in Raten ab – auch, um die Finanzbücher zu beschönigen.

Demnach sah der Plan der Katalanen ursprünglich vor, die fehlende Rate, die angeblich sogar rund 40 Millionen Euro betragen soll, nach einer Verlängerung für ein weiteres Jahr in der Bilanz absetzen zu können. Von dieser Idee müsste der FC Barcelona jetzt wohl abrücken, wenn der 24-Jährige den Klub verlässt. So oder so würde dem BVB aber der offene Ablöse-Teil zustehen.

Der Ex-BVB-Profi Ousmane Dembélé steht vor dem Abschied vom FC Barcelona.

BVB: Ablöse für Ousmane Dembélé beläuft sich auf rund 140 Millionen Euro

Bislang war vor allem in deutschen Medien davon die Rede, dass der BVB für Ousmane Dembélé neben der Ablöse schon fette Nachschläge aus Barcelona erhalten habe. Die Ruhr Nachrichten berichteten im Februar 2021 davon, dass Borussia Dortmund bereits insgesamt 140 Millionen Euro für den Transfer des Franzosen eingenommen habe.

Dem widersprechen jetzt spanische Medien und verweisen auf die fehlende Rate von 40 Millionen Euro, die den hoch verschuldeten Katalanen sehr zu schaffen mache. Sportlich konnte Ousmane Dembéle der hohen Ablöse nie gerecht werden. Seit 2017 absolvierte er 126 Spiele, in denen der Offensivspieler 30 Tore und 23 Vorlagen erzielte. Zum Vergleich: Beim BVB waren es 10 Treffer und 22 Assists in 50 Partien.

Ousmane Dembélé: Ex-BVB-Star von PSG, Juventus und Newcastle umworben

Laut der spanischen Zeitung Mundo Deportivo gelte Paris St. Germain nach Vertragsende in Barcelona als Wunschziel des Flügelspielers, PSG habe bereits Verhandlungen mit dem 24-Jährigen aufgenommen. Immer wieder wird auch Juventus Turin als Interessent genannt. Sportitalia bringt sogar noch einen dritten Verein ins Spiel. Angeblich habe das neureiche Newcastle United dem Franzosen ein „massives“ Angebot unterbreitet.

Egal, für welchen dieser Vereine sich Ousmane Dembélé entscheiden würde, der FC Barcelona würde leer ausgehen. Der große Nutznießer wäre der BVB, der unabhängig von einem Transfer des Franzosen offenbar noch Gelder aus Spanien kassieren würde.

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