BVB-Torwart Roman Bürki kritisiert das Regelwerk: "Früher hattest du diesen Wow-Effekt"

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Roman Bürki vom BVB. Foto: dpa

BVB-Torwart Roman Bürki kritisiert den Vdeobeweis und wünscht sich eine Regeländerung im Fußball. Zudem lobt er die Transfers seines Clubs. Hier die Infos.

Borussia Dortmunds Torhüter Roman Bürki (28) hat sich in einem Interview mit t-online.de zur neuen Saison mit dem BVB geäußert und gleichzeitig das Regelwerk des DFB kritisiert.

  • Roman Bürki will beim Pokalspiel gegen den KFC Uerdingen wieder dabei sein.
  • Der Videobeweis bereitet ihm in bestimmten Situationen Bauchschmerzen.
  • Einen Vorschlag zu einer Regeländerung hat der Schweizer ebenfalls parat.

Beim Supercup-Triumph seiner Borussen gegen den FC Bayern am vergangenen Samstag (3. August) war Roman Bürki aufgrund einer Risswunde am Schienbein noch zum Zuschauen verdammt. Beim Pokalspiel gegen den KFC Uerdingen am Freitag (9. August) will der Schweizer aber wieder im Tor stehen. Fraglich, ob er dort auch auf Kevin Großkreutz treffen wird, gegen den aktuell der DFB ermittelt.

Bürki freut sich über neue Spieler mit "tollen Qualitäten"

Im Interview mit dem Onlineportal t-online.de hat sich Roman Bürki über die neue Saison mit dem BVB geäußert und ist sichtlich begeistert vom neuen Personal des Klubs:

"Als BVB-Fan würde ich mich auf die vielen guten und neuen Spieler freuen, die wir im Sommer dazubekommen haben. Es sind wirklich interessante neue Charaktere dabei."

Bürki weiter: "Verpflichtungen wie die von Brandt zeigen, dass die Verantwortlichen von Borussia Dortmund gute Arbeit leisten. Spieler von anderen Vereinen wissen, wozu wir in der Lage sind. Und aufgrund der weiteren Verpflichtungen konnten sich diese Spieler auch vorstellen, was aus uns werden könnte."

"Früher hattest du diesen Wow-Effekt"

Weniger enthusiastisch reagierte der bärenstarke Schlussmann auf die Frage, was ihn derzeit am Fußball am meisten stört. Kaum überraschend ist es wieder einmal der Videobeweis, der zum Gesprächsthema wurde:

"Der Fußball hat von der Euphorie gelebt. Wenn früher jemand ein Tor geschossen hat, haben die Fans gejubelt. Heute jubelst du und wirst dann wieder enttäuscht, weil entschieden wird, dass das Tor per Videobeweis noch mal überprüft werden muss. Mein Eindruck ist: Der Jubel heute ist nicht mehr der gleiche wie vorher – früher hattest du diesen Wow-Effekt."

Bürki spricht sich für Regeländerung aus

Eine Regeländerung im Bezug auf die Ein- und Auswechslungen würde Bürki ebenfalls begrüßen. Im T-online-Interview sagte der 28-Jährige:

"Ich würde es gut finden, wenn wir jeden Spieler aus unserem Kader auch in einem Spiel einsetzen dürften. Dass jede Mannschaft so oft wechseln darf, wie sie will – und nicht nach drei Einwechslungen Schluss ist."

Eine Erklärung schob er gleich hinter: "Weil es hier beim BVB jeder verdient hat, zu spielen. Und es ist manchmal sehr hart zu sehen, wenn ein Spieler zwei Mal hintereinander dabei war, aber keine Einsatzzeit bekommen hat. Das wäre gut für die Moral."