Niederlage gegen die TSG 

Horror-Statistik beim BVB - so verspielt die Favre-Elf die Meisterschaft 

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1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund

Bei der 1:2-Niederlage in Hoffenheim lässt der BVB wieder einmal Punkte liegen. So rückt das Ziel Meisterschaft in weite Ferne.

  • Borussia Dortmund gab in dieser Saison schon elf Punkte nach Führung aus der Hand. 
  • Das Spiel bei der TSG Hoffenheim bildet dabei nur weiters Puzzleteil der BVB-Misere.
  • Mit solchen Formschwankungen haben die Schwarzgelben im Meisterschaftskampf keine Chance.

Dortmund/Sinsheim – Am Freitagabend (20. Dezember) beendete Borussia Dortmund die Hinrunde in Hoffenheim mit einem Spiel, wie es passender nicht hätte sein können. Phasenweise dominant gespielt und in Führung gegangen. Dann plötzlich nachgelassen und schließlich wichtige Punkte verschenkt. 

BVB in Hoffenheim: Borussia Dortmund gibt wieder unnötig Punkte ab

Der selbsternannte Meisterschaftskandidat bekommt seine PS zu selten über die kompletten 90 Minuten auf den Platz. Bereits zum achten Mal in dieser Saison ließ der BVB leichtfertig Zähler liegen. Mehr als ein Dutzend Punkte gingen auf diese Weise schon verloren. Allein elf Zähler gab der Vizemeister der vergangenen Saison nach Führungen aus der Hand.

Neben dem 1:3 bei Union Berlin schmerzten vor allem die vier Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt, den SC Freiburg, Werder Bremen und RB Leipzig. Auch im Duell mit dem Aufsteiger aus Paderborn konnte die Borussia nur einen Punkt einfahren.

Die 1:2-Pleite bei der TSG Hoffenheim bildet da nur ein weiteres Puzzleteil der BVB-Misere.

BVB-Auswärtsspiel in Hoffenheim: Borussia Dortmund wie bei Auftritten in Frankfurt und Freiburg

Dabei ist es sicherlich kein Zufall, dass solche Leistungsschwankungen häufig in Auswärtsspielen auftreten. Fernab des heimischen Stadions verfallen die Schwarzgelben immer wieder in eine Art Lethargie. Das führte in Frankfurt, Freiburg und nun in Hoffenheim zu Konstellationen, wo der BVB trotz gefühlter Dominanz über weite Teile des Spiels am Ende noch um das Unentschieden zittern musste. 

Sportdirektor Michael Zorc (57) zeigte sich konsterniert angesichts des Resultats. „Wir haben relativ klare Torchancen, die wir nicht nutzen. Das ist das Problem. Wir haben es vielleicht zu schön machen wollen“, sagte er laut offizieller BVB-Website im ZDF. Von einem lethargischen Auftritt nach der Pause zwei wollte er aber nichts wissen. Schließlich hätte man sich auch im zweiten Durchgang einige gute Chancen herausgespielt.

Borussia Dortmund: Verletzungen und Müdigkeit können bei BVB-Pleite in Hoffenheim nicht als Ausrede gelten

Trainer Lucien Favre (62) war seiner Mannschaft gar „Dummheit“ dafür vor, dass man die vielen Chancen nicht zum 2:0 oder 3:0 nutzen konnte. Seiner Ansicht hätte man das Spiel manchmal falsch oder zu kompliziert angelegt. 

Auch wenn sowohl Sportdirektor als auch Trainer die Verletzungen von Mats Hummels (31) und Thorgan Hazard (27) sowie die Müdigkeit als Gründe für Niederlage bei der TSG Hoffenheim nannten, können diese nicht als Ausrede gelten gemacht werden. Zu klar hatte man das Spiel in Halbzeit eins im Griff. Zu oft erlebte der BVB diese Situation bereits in dieser Saison.

Borussia Dortmund: Konkurrenten können sich nach BVB-Patzer in Hoffenheim weiter absetzen

Nachdem zwischenzeitlichen Aufschwungs geht Borussia Dortmund nun mit zuletzt zwei ernüchternden Resultaten in die Winterpause. An diesem Wochenende können die Konkurrenten aus Leipzig, Gladbach und München dem BVB weiter enteilen. 

Auch Revier-Rivale Schalke 04 kann im Heimspiel gegen den SC Freiburg vorbeiziehen. Das Thema Meisterschaft rückt mit solchen Ergebnissen jedenfalls wieder in weite Ferne. Und Lucien Favre wird so früher oder später auch erneut in die Diskussion geraten.

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