BVB

Marco Reus ist ein Teil des Problems bei Borussia Dortmund - ein Kommentar

+
Marco Reus steckt mit dem BVB in einer Krise. Foto: dpa

Marco Reus steht beim BVB aktuell im Fokus der Kritik. Nicht ganz zu Unrecht, was auch mit seiner Position auf dem Platz zu tun hat.

Marco Reus (30) steht dieser Tage im besonderen Fokus. Die "Krise" beim BVB wird in den Medien auch durch ihn personifiziert. Teilweise zu Unrecht, teilweise aber auch zu Recht. Denn Reus könnte im Spiel der Dortmunder durchaus eine andere Rolle einnehmen als bisher.

  • Trotz durchwachsener Leistungen ist Reus beim BVB weiterhin gesetzt.
  • Dabei gäbe es auf seiner Position hochkarätige Alternativen.
  • Von einer Umstellung könnte vor allem Julian Brandt (23) profitieren.

Marco Reus steht beim BVB im Fokus der Kritik

Dieser Artikel entspricht der Meinung des Autoren und spiegelt nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion wider.

An sein absolutes Top-Niveau der Vorrunde 2018/2019 kommt Marco Reus, der sich gegen Gladbach wieder aus der Krise schießen kann, wie die gesamte Mannschaft des BVB, schon länger nicht mehr heran. Zuletzt aber fielen die Leistungen des Kapitäns nochmal deutlicher ab.

Spätestens seit seinem Ausraster am Sky-Mikro nach dem Spiel in Frankfurt schossen sich die Medien auf den 30-jährigen ein. Es ging sogar auch um die Frage, ob Reus noch der passende Kapitän für den BVB, bei dem es komplett anders als auf Schalke unter David Wagner (47) läuft, sei.

Zu dieser Frage positionierte sich zuletzt BVB-Boss Watzke (60) deutlich.

Die Kritik an Marco Reus ist überzogen, aber nicht gänzlich unberechtigt

Reus als Kapitän infrage zu stellen geht dabei zu weit. Eher sind es genau solche Reaktionen, wie nach dem Spiel in Frankfurt, die einen Kapitän auszeichnen.

Auch die Spieler haben sich zuletzt hinter den deutschen Nationalspieler gestellt und im Stadion gab es beim Spiel gegen Werder Bremen (2:2) „Marco Reus“-Sprechchöre.

Dennoch trägt Reus als Kapitän eine besondere Verantwortung. Dieser wird er vor allem auf dem Platz aktuell nicht gerecht.

Trotz eines Tores gestern gegen Bremen lässt Reus in letzter Zeit viele Großchancen ungenutzt, verschoss unter anderem einen Elfmeter gegen Barcelona.

Und darüber hinaus ist er aktuell nicht in der Lage, dem Offensivspiel aus seiner zentralen Position heraus Impulse zu verleihen.

Marco Reus muss beim BVB vom Zentrum zurück auf den Flügel

Denn er ist ein Spieler, der seine Stärken klar im Abschluss hat. Er ist technisch gut, aber nicht herausragend und er ist kein Spieler, der ein Spiel an sich reißt und die Bälle verteilt.

Seine Stärken kämen im System unter Lucien Favre (61), um den es bald eine Trainerdiskussion geben könnte, auch auf dem Flügel zur Geltung. Von dieser Position hatte Favre ihn zu Beginn seiner Amtszeit dauerhaft ins Zentrum beordert.

Eine solche Umstellung hätte noch einen anderen Vorteil: Julian Brandt könnte auf seiner Idealposition spielen.

In Leverkusen hat der Neuzugang gezeigt, dass er von dort aus in der Lage ist, ein komplettes Spiel zu prägen. Etwas, das Marco Reus auf dieser Position noch nicht gezeigt hat und wohl auch nicht mehr zeigen wird.

Übrigens hat ein BVB-Spieler über Trainer Lucien Favre ausgepackt. Es gebe sowohl gute als auch schlechte Dinge mit dem Schweizer in der alltäglichen Arbeit.