BVB-Trainer als Lame Duck?

Borussia Dortmund ist scharf auf zwei Juve-Stars: Welche Rolle spielt Lucien Favre?

Der BVB ist offenbar an einer Verpflichtung von Emre Can und Mario Mandzukic interessiert. Reibereien könnte es jedoch mit Lucien Favre geben.

  • Der BVB möchte im Winter möglicherweise weiter in den Kader investieren.
  • Mögliche Kandidaten sind Emre Can (25) und Mario Mandzukic (33) von Juventus Turin.
  • Fraglich ist jedoch, ob man Lucien Favre (62) noch Mitspracherecht bei den Transfers einräumt.

Dortmund - Lucien Favre (62) steht als Trainer von Borussia Dortmund möglicherweise vor dem Aus. Die beiden nächsten Spiele gegen den FC Barcelona in der Champions League (Mittwoch, 27. November) und gegen Hertha BSC in der Bundesliga (Samstag, 30. November) sollen über das Schicksal des 62-jährigen Schweizers entscheiden.

Lucien Favre steht als Trainer des BVB unter Zugzwang

Schließlich kann man beim deutschen Vizemeister mit dem bisherigen Saisonverlauf alles andere als zufrieden sein. Das stellte auch Hans-Joachim Watzke (60) auf der Mitgliederversammlung am Sonntag (24. November) klar, als er Lucien Favre deutlich in die Pflicht nahm: „Lucien Favre genießt weiter unser Vertrauen. Aber Fußball definiert sich immer über Ergebnisse. Wir müssen uns jetzt straffen für die Spiele in Barcelona und Berlin.“ Mit anderen Worten: Bleiben die Ergebnisse weiterhin aus, muss der Schweizer mehr denn je um seinen Job beim BVB zittern.

Gleichzeitig räumte der 60-Jährige ein Versäumnis in der Kaderplanung ein: „Wir haben einen Fehler gemacht: Wir hätten definitiv eine zweite Nummer 9 verpflichten müssen. Wohl wissend, dass es auch Argumente dagegen gibt.“ Im vergangenen Sommer verzichtete Borussia Dortmund auf die Verpflichtung eines zweiten Stürmers. Diesen Fehler werden die Westfalen in der Winterpause sehr wahrscheinlich korrigieren. Mögliche Kandidaten sind Olivier Giroud (33) vom FC Chelsea und Mario Mandzukic von Juventus Turin

Greift der BVB im Winter bei Mario Mandzukic und Emre Can zu? Lucien Favre äußert Zweifel

Insbesondere der 33-jährige Stürmer des italienischen Rekordmeisters soll bei den Verantwortlichen von Borussia Dortmund ein hohes Standing besitzen. Auch wenn Lucien Favre womöglich nicht vollends mit einer Verpflichtung des Kroaten einverstanden wäre: „Vor drei, vier Jahren hätte sich die Frage gar nicht gestellt. Nun ist er 33 Jahre alt, das darf man bei der Bewertung und den Summen, die heutzutage im Spiel sind, nicht vergessen“, zweifelte der 62-Jährige in einem Interview mit Bild. Fraglich ist jedoch, welches Gewicht die Einschätzung des Schweizers bei dieser Transferentscheidung haben wird.

Denn: Wie die Sport Bild in ihrer Printausgabe (vom 26. November) berichtet, treibt der BVB seine Transferplanungen für die Winterpause ohne Lucien Favre, mit dem Borussia Dortmund laut RUHR24-Redakteur Christian Keiter nie einen großen Titel gewinnen wird, voran. Der 62-Jährige hat laut Informationen der Sportzeitung abgeblich kein Mitspracherecht mehr bei möglichen Neuverpflichtungen. Damit würde der Schweizer zu einer Art "Lame Duck" bei Borussia Dortmund avancieren.

So viel müsste der BVB für Emre Can und Mario Mandzukic zahlen

Neben Mario Mandzukic, der Juventus Turin nach Sport Bild-Informationen für weniger als 10 Millionen Euro verlassen darf, soll Borussia Dortmund nach wie vor an Emre Can (25) interessiert sein. Der 25-Jährige spielt beim italienischen Topklub derzeit keine Rolle und kann sich einen Wechsel in die Bundesliga durchaus vorstellen: "Ich glaube man sollte niemals nie sagen. Ich bin nicht glücklich mit der Situation in Turin, die muss sich irgendwie ändern. Entweder in Turin, oder man muss eine andere Lösung finden", sagte der 25-Jährige gegenüber Sport Bild.

Emre Can könnte dem BVB insbesondere mit seiner körperlichen Robustheit und spielerischen Klasse weiterhelfen. Für den 25-Jährigen müsste Borussia Dortmund laut Sport Bild mindestens 20 Millionen Euro an Juventus Turin überweisen.

Maximilian Philipp, der ehemalige BVB-Stürmer, erlebt aktuell ein Hoch in Russland. Bei Dynamo Moskau gibt es Tore am Fließband. Die Frage kommt aktuell auf, ob Borussia Dortmund ihn hätte behalten sollen. 

Rubriklistenbild: © dpa

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