Wechsel möglich

Julian Brandt droht beim BVB das Aus

Julian Brandt droht beim BVB die Bank. Kommt ein entsprechendes Angebot, darf er Dortmund offenbar verlassen.

Dortmund – Julian Brandt kommt mit dem Nachweis von neun Toren und zehn Vorlagen in 40 Pflichtspielen aus der vergangen Saison. Kein schlechter Wert für den BVB-Mittelfeldspieler. Aber reicht das für eine Zukunft bei Borussia Dortmund?

NameJulian Brandt
Geboren2. Mai 1996 (Alter 26 Jahre), Bremen
Größe1,85 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB: Julian Brandt bekommt Lob von Sportdirektor Sebastian Kehl

Mitunter schleicht sich bei Julian Brandt der Schlendrian ein. Dann leistet er sich Unkonzentriertheiten, die etwaige Torbeteiligungen wieder vergessen machen. Es ist ein ständiges Auf und Ab, seit er im Januar 2019 für 25 Millionen Euro Ablöse nach Dortmund gewechselt ist.

Julian Brandt soll beim BVB auf der Streichliste stehen.

Seine Vorgesetzten bescheinigen dem 26-Jährigen derweil eine positive Entwicklung. „Julian hat in der vergangenen Saison einen richtigen Schritt nach vorne gemacht. Er hat deutlich mehr Tore geschossen, er war deutlich mehr beteiligt“, sagte Sebastian Kehl Mitte Juli bei den Ruhr Nachrichten.

BVB-Bericht: Julian Brandt steht in Dortmund angeblich auf der Streichliste

Ein Sky-Bericht, nach dem Julian Brandt in der kommenden Saison beim BVB „keine tragende Rolle“ mehr spiele, bezeichnete der Dortmunder Sportdirektor als unzutreffend. Was er über einige Personen im Kader lesen müsse, empfinde er als „nicht ganz in Ordnung“.

Der TV-Sender legt in dieser Angelegenheit jetzt aber noch einmal nach. Sky bleibt dabei: Julian Brandt steht beim BVB auf der Streichliste. Der Verein wolle den 26-Jährigen abgeben. Die Gründe:

BVB: Julian Brandt droht die Dortmund-Bank – Konkurrenz hat die Nase vorn

Auf seiner Parade-Position, der „Zehn“, ist Marco Reus gesetzt. Giovanni Reyna ist wieder fit und drängt nach. Kein Platz also für Julian Brandt. Für eine Rolle auf dem offensiven Flügel fehlt ihm das Tempo. Heißt: Aktuell bleibt nur die BVB-Bank.

So gesehen beim ersten Pflichtspiel der Saison gegen den TSV 1860 München (3:0). Brandt wartete 90 Minuten lang vergeblich auf einen Einsatz. Edin Terzic hatte den Wieselflinken Jamie Bynoe-Gittens als ersten Einwechselspieler auf der Außenbahn vorgezogen. Sebastian Kehl erahnte den Grund dafür darin, dass der 17-Jährige „ein etwas anderer Spieler sei“.

BVB: Julian Brandt kam im ersten Pflichtspiel gegen 1860 München nicht zum Einsatz

Heißt: Jamie Bynoe-Gittens ist einfach deutlich schneller. Wie die WAZ berichtet, könnte Brandt „ein Verlierer des Trainerwechsels“ werden.

Erst Tags darauf durfte er im Freundschaft-Kick der DFB-Pokal-Reservisten gegen Antalyaspor (1:1) mitspielen, erzielte den einzigen Dortmunder Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 in der 8. Minute. Nach 64 Minuten wurde er durch U23-Mann Michael Eberwein ersetzt.

BVB: Wechsel von Julian Brandt möglich – wenn das Angebot stimmt

Das Problem: Als Ersatzspieler ist Julian Brandt zu teuer. Mit sieben Millionen Euro Jahresgehalt gehört er laut Bild-Zeitung zu den zehn Top-Verdienern in Dortmund. Auch die WAZ berichtet: Bei einem passenden Angebot würde der BVB ihn ziehen lassen.

Der Glaube an den endgültigen Durchbruch des talentierten Mittelfeldspielers sei „nicht mehr allzu groß“. Brandt dürfe gehen, unbedingt loswerden wolle man ihn aber nicht. Er selbst sagte im Rahmen des Trainingslagers in Bad Ragaz: „Mit mir hat über solche Themen definitiv niemand gesprochen.“ Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2024.

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/Kirchner-Media, BVB, Collage: Nicolas Luik/RUHR24

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