Geplänkel mit Mitspieler

BVB: Jude Bellingham wird zu Mecker-Star – Borussia Dortmund greift ein

Jude Bellingham ist für den BVB aktuell unverzichtbar. Das führt zu Allüren beim 18-Jährigen.

Dortmund – Er ist Leader auf dem Platz. Er ist Liebling bei den Fans. Und er ist gerade einmal 18 Jahre alt: Jude Bellingham hat sich trotz seines jungen Alters beim BVB einen Ruf erarbeitet. Doch steigt ihm dieser jetzt zu Kopf?

PersonJude Bellingham
Geboren29. Juni 2003 (Alter 18 Jahre), Stourbridge, Vereinigtes Königreich
Größe1,86 Meter
Aktuelles TeamBorussia Dortmund

BVB-Star Jude Bellingham außer Rand und Band: Jetzt folgt die Retourkutsche

Spielerisch ist er geradezu unverzichtbar für Borussia Dortmund. Jude Bellingham geht immer dahin, wo es wehtut. Der Brite ist der am häufigsten gefoulte Spieler der Bundesliga (63). Ein Mentalitätsmonster, wie es die Schwarz-Gelben nach mehreren Rückschlägen in Pokal-Wettbewerben und Liga brauchen. Außerdem ein Mann der klaren Worte, wie der BVB-Star auch mit seiner Kritik an Schiedsrichter Zwayer bewies. Ein Charakterzug, der bei Fans und Vereinsführung gut ankommt.

Ob ständiges Lob von den Chefs oder „Jude“-Rufe von der Tribüne – der Youngster bekommt die Wertschätzung natürlich mit. Doch in letzter Zeit schlug er über die Stränge – zumindest innerhalb der Mannschaft. So auch bei der Beleidigung durch Jude Bellingham gegenüber BVB-Teamkollegen Nico Schulz bei der zweiten Glasgow-Pleite.

BVB: Jude Bellingham feuert gegen Mannschaftskollegen – Nico Schulz nicht der Einzige

Damals sagte er zu dem immerhin zehn Jahre älteren Mitspieler: „Du spielst Schei**! Jedes verdammte Spiel.“ Eine Härte und Direktheit, die sich sicherlich einige Fans von einem Führungsspieler wünschen. Sogar Trainer Marco Rose erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Augsburg: „Wenn Jude Bellingham eine unglaubliche Stärke hat, neben seiner Qualität als Fußballer, dann ist es, dass er jedes Spiel gewinnen will – egal ob im Training oder beim Pflichtspiel.“

Das kommuniziere er immer wieder. „Da, wo er herkommt, kommuniziert man vielleicht noch ein bisschen härter. Jude will Spiele gewinnen. Jude ist sauer. Und das ist das, was wir eigentlich noch mehr brauchen“, so der Trainer. Allerdings blieb es offenbar nicht beim Zoff zwischen Jude Bellingham und Nico Schulz.

BVB-Juwel: Positive Einstellung von Jude Bellingham schwingt in Frust um

Im Sport1-Podcast „Dortmunder Woche“ mit Patrick Berger und Oliver Müller offenbarten die beiden Journalisten, dass es offenbar in der Kabine auch eine Auseinandersetzung zwischen Axel Witsel und Jude Bellingham gab. Der Belgier wollte den 18-Jährigen wohl auf nicht ganz richtiges Pressingverhalten hinweisen. Daraufhin sei dieser „deutlich geworden“, heißt es im Podcast.

Doch nicht nur in der Kabine kommt es zu Allüren. Auch auf dem Platz hat der BVB-Star, der lange als Leader positiv und motivierend vorangegangen ist, plötzlich seine Launen: Raue Handbewegungen gen Mitspieler, bei Pleiten drehte er Extrarunden abseits der Mannschaft.

BVB-Star Jude Bellingham leistete sich zuletzt Allüren. Jetzt hat der Verein mit ihm geredet.

Borussia Dortmund: BVB sucht Gespräch mit Jude Bellingham

Das kam im Verein offenbar gar nicht gut an. Der Klub habe ein Gespräch mit Bellingham und dessen Umfeld gesucht, berichtet Sport1. Und siehe da: Beim 1:1-Unentschieden gegen FC Augsburg zog der 18-Jährige keine One-Man-Show mehr ab, sondern stellte sich mit der Mannschaft den Fans. Teamkollege Moukoko machte er auf dem Platz dennoch an.

Einstellung, Motivation, Können: All das verbindet Jude Bellingham beim BVB. Doch schwenkt die Motivation in Frust über, kann dies durchaus gefährlich werden für das Mannschaftsgebilde. Die Gefahr sieht Marco Rose bisher aber offenbar noch nicht.

Über die Fehde zwischen Jude Bellingham und Nico Schulz meinte er, es sei kein Thema in der Mannschaft gewesen. Ob er allerdings nur nach außen hin Ruhe bewahren und den Jungen in Schutz nehmen wollte, bleibt offen.

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/Kirchner-Media

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