Er ist Currywurst-Fan

BVB-Talent will zu Real Madrid: „Wäre ein Traum“

BVB-Talent Guille Bueno hofft auf sein Profi-Debüt in Dortmund, träumt aber von Madrid. Ein Gespräch über das Leben im Ruhrgebiet und Currywurst.

Dortmund – Guille Bueno hat schon im vergangenen Sommer die Saison-Vorbereitung mit den Profis von Borussia Dortmund absolviert. Aktuell ist der U23-Linksverteidiger mit dem BVB-Tross auf Asien-Tour unterwegs. Im Interview mit der spanischen Zeitung AS sprach er über seinen großen Traum.

BVB-Talent Guille Bueno gibt Profi-Debüt als Ziel aus

Vor etwas mehr als einem Jahr kam Guille Bueno aus der Jugend von Deportivo La Coruna nach Dortmund. Den Wechsel bezeichnet er als „eine riesengroße Chance.“ Zwar habe er die Bundesliga nicht verfolgt, dafür aber die Champions League: „Ich wusste, dass der BVB ein sehr großer Verein ist. Einer der größten in Europa.“

Inzwischen hat Bueno sich bei der U23 einen Stammplatz erkämpft. Zwölfmal lief er in der 3. Liga auf (eine Vorlage), drei Spiele verpasste er wegen Rückenproblemen. „Im Moment bin ich wichtig für meine Mannschaft, die U23“, sagt der 20-Jährige. „Ich will so weitermachen. Aber alles, was mit der Profi-Mannschaft zu tun hat – zum Beispiel mein Debüt zu geben – ist ein gutes Ziel für die restliche Saison.“

Hofft auf Profi-Einsätze für den BVB und träumt von Real Madrid: Guille Bueno

BVB-Linksverteidiger Guille Bueno ist Fan von Marcelo – und träumt von Real Madrid

Immerhin: Beim sportlich bedeutungslosen Marketing-Kick gegen die Lion City Sailors in Singapur (7:2) durfte er zuletzt eine Halbzeit lang spielen. Beim BVB orientiert sich Bueno besonders an Raphael Guerreiro. Sein Urteil über den Portugiesen: „Sehr gut.“

Als großes Vorbild bezeichnet er aber den Brasilianer Marcelo, der zu seinen Glanzzeiten vor etwa fünf Jahren die Fans von Real Madrid begeisterte. Von einem Engagement bei den Königlichen kann der junge Spanier derzeit nur träumen.

BVB-Vertrag läuft bis Sommer 2024: Real Madrid ist für Bueno „ein Traum“

„Ich mag Real sehr und es ist der Verein, den ich am meisten verfolge.“ Ob er sich den vorstellen könnte, einmal in Madrid zu spielen? „Hoffentlich. Jeder will einmal in seiner Karriere bei solch einem Verein spielen. Das wäre ein Traum.“

Vorläufig muss er sich aber noch mit dem BVB begnügen (Vertrag läuft bis Sommer 2024). Wie manch anderer Südländer vor ihm ist Bueno nur mäßig begeistert vom Leben im Ruhrpott mit den deutschen Gepflogenheiten.

BVB: Guille Bueno mäßig begeistert vom Leben in Deutschland – aber er mag Currywurst

„Das Leben außerhalb des Fußballs ist nicht sehr aufregend. Wir essen normalerweise zu Hause, manchmal habe ich Deutsch-Kurse, manchmal treffe ich Kollegen zum Mittag- oder Abendessen.“ Bueno entsetzt: „Aber hier essen sie um 19 Uhr zu Abend!“ Er spreche deshalb viel mit seinem Bruder oder telefoniere mit Freunden, um sich die Zeit zu vertreiben.

Mit der Sprache komme er aber immer besser zurecht. Sein deutsches Leibgericht: Currywurst. Daran musste sich der 20-Jährige zuerst gewöhnen, gibt er zu. Der Ruhrpott-Klassiker sei derart omnipräsent, dass er immer wieder probieren musste. „Ich bin auf den Geschmack gekommen“, sagt Bueno jetzt.

Rubriklistenbild: © Kruczynski/Imago, BVB, Real Madrid, Collage: Nicolas Luik/RUHR24

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