Justiz-Ärger

BVB-Star erleidet Pleite vor Gericht: Profi zu üppiger Zahlung verdonnert

Das Landgericht in Bonn.
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Ein BVB-Profi hat vor Gericht eine Pleite kassiert.

Ein BVB-Profi ist in einen besonders kuriosen Justiz-Fall verstrickt. Das Urteil wurde bereits im März gefällt. Der Gerichts-Krimi geht jedoch weiter.

Dortmund – Bei Borussia Dortmund ist derzeit abseits des sportlichen Geschehens einiges los. Nun kam heraus, dass BVB-Profi Marius Wolf Ärger mit dem Gesetz hat, wie die Ruhr Nachrichten berichten. In seinem Fall geht es um einen Kredit-Streit mit der Deutschen Bank.

NameMarius Wolf
Geboren27. Mai 1995 (Alter 26 Jahre), Kronach
Größe1,88 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB-Star erleidet Pleite vor Gericht: Profi zu üppiger Zahlung verdonnert

Eigentlich wollte Marius Wolf einem engen Bekannten nur einen Freundschaftsdienst erweisen. Am Ende fand sich der 27-Jährige jedoch in einem kuriosen Prozess vor dem Landgericht Hagen wieder.

Den Ursprung fand dieses Drama im Jahr 2018. Eine Frau hat bei der Deutschen Bank einen sogenannten „Kontokorrentkredit“ in Höhe von 180.000 Euro aufgenommen. Der Bankberater leitete alles problemlos in die Wege.

BVB: Marius Wolf unterschreibt Bürgschaftsvertrag

Bei einer Prüfung durch die Bank, die einige Monate später erfolgte, bemerkten die Verantwortlichen jedoch einen groben Fehler. Der Kreditsumme war gar nicht abgesichert worden. Die Bank hätte die finanziellen Mittel unter dieser Voraussetzung gar nicht bereitstellen dürfen. So besagen es auch die eigenen Richtlinien.

Also meldete sich die Deutsche Bank bei der Frau, um von ihr im Nachgang eine Bürgschaft in Höhe von 180.000 Euro für den bereitgestellten Kredit einzufordern. An dieser Stelle kommt Marius Wolf ins Spiel. Der BVB-Profi, der mit dem Freund der Frau ein kumpelartiges Verhältnis pflegt, wollte helfen. Er sprang kurzfristig als Bürge ein.

Marius Wolf hat vor Gericht eine Pleite kassiert.

BVB: Marius Wolf wegen Kredit-Ärger von der Deutschen Bank angeklagt

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, sah Marius Wolf diesen Vorgang eher als Formalie. Zudem habe er dem zuständigen Bankberater vertraut.

Wenig später platzte der Kredit aber dennoch. Die Deutsche Bank wendete sich im Anschluss direkt an den Dortmunder, der mit seiner Unterschrift gebürgt hatte. Maruis Wolf wollte jedoch nicht zahlen. Der ganze Fall landete dann vor Gericht, mit dem Mittelfeldspieler auf der Anklagebank.

BVB-Star Marius Wolf verliert vor Gericht: Deutsche Bank fordert 175.367,56 Euro

Anfang 2022 kam es zur mündlichen Verhandlung in Hagen. Ergebnis: Die Deutsche Bank bekam Recht und Marius Wolf wurde zu einer Zahlung in Höhe von 175.367,56 Euro verdonnert. Darin enthalten ist jene Summe, die noch nicht von dem Kredit zurückgezahlt wurde (170.908 Euro) plus 4.459,56 Euro Zinsen.

Marius Wolf soll 175.367,56 Euro an die Deutsche Bank zahlen.

Der Anwalt von Marius Wolf legte vor Gericht Einwände gegen die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrags vor. Als Grund führte er unter anderem die schlechte Beratung des Bankberaters an. Das Gericht stufte diese Einwände jedoch als „nicht durchgreifend“ ein. Auch eine Widerklage der Wolf-Seite gegen die Deutsche Bank wegen angeblicher Schlechtberatung, wies das Gericht zurück.

BVB: Maruis Wolf legt Berufung am Oberlandesgericht ein

Das letzte Wort ist in diesem Verfahren allerdings noch nicht gesprochen. Marius Wolf, der neulich offen über ein mögliches Karriereende sprach, hat Berufung beim Oberlandesgericht in Hamm eingelegt. Dort prüft man derzeit, ob eine weitere Verhandlung zulässig ist. Bis dahin könnten allerdings noch Wochen und Monate vergehen.