Trainer zeigt Unverständnis

BVB: Julian Brandt in Standard-Krise – Marco Rose versteht Thematik nicht

Bei den BVB-Standards drückt der Schuh. Marco Rose verteidigt die Eckbälle von Julian Brandt.

Dortmund – Julian Brandt ist eines der Gesichter des wankelmütigen BVB. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund ist immer für ein fußballerisches Schmankerl gut, leistet sich aber noch häufiger fatale Ausrutscher. Nur bei einer unrühmlichen Statistik zeigt er eine wenig ehrbare Konstanz.

NameJulian Brandt
Geboren2. Mai 1996 (Alter 25 Jahre), Bremen
Größe1,85 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB: Julian Brandt und die Eckball-Krise – totale Flaute bei Standards

Defensiv-Standards sind seit Jahren eine der großen schwarz-gelben Problemzonen. Umso bitterer: Was der BVB hinten nicht verteidigt bekommt, will vorne nicht ins Netz. Seit acht Spielen sind die Dortmunder ohne Treffer nach eigenen Eckbällen. 44 Versuche in Folge blieben laut Sport1 ohne Torerfolg.

Standard-Flaute bei Julian Brandt. BVB-Trainer Marco Rose lobt die Eckbälle trotzdem.

Für die Standards von der Eckfahne ist in der Regel Julian Brandt zuständig. Jubeln durfte er dabei zuletzt im Januar beim 5:1-Sieg gegen den SC Freiburg, als Teilzeit-Kopfballungeheuer Thomas Meunier sogar ein Doppelpack nach seinen Hereingaben gelang. Seither herrscht Flaute. Zu oft ist schon beim Verteidiger am kurzen Pfosten Endstation.

BVB: Julian Brandt und die Eckball-Krise – Marco Rose lobt Standards

Marco Rose lässt auf die Standards von Julian Brandt aber nichts kommen. Eigentlich, so der BVB-Trainer auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 in Augsburg, habe dieser seine Eckbälle in den letzten Wochen immer wieder gut geschlagen. „Dann fehlt mal ein Zentimeter, im Hinspiel gegen Glasgow steht Daxo (Dan-Axel Zagadou, Anm. d. Red.) allein vor dem Tor. Es sind dann oft Kleinigkeiten.“

Einzig bei der 2:5-Klatsche gegen Bayer Leverkusen war Julian Brandt seither an einem Tor für seine Mannschaft beteiligt. Ein Freistoß führte zum Eigentor von Jeremie Frimpong, den der BVB offenbar als Transfer-Kandidaten auserkoren hat.

Der Trainer bleibt diesbezüglich ganz ruhig. Standardsituationen gehörten zwar dazu, räumte Marco Rose ein. Und immerhin habe der BVB in der laufenden Saison auch schon Tore nach ruhendem Ball gemacht: „Aber was soll ich jetzt sagen? Die Thematik verstehe ich jetzt nicht ganz.“ Seine Spieler würden versuchen, in Zukunft wieder Standardtore zu schießen.

Rubriklistenbild: © Dennis Ewert/RHR-FOTO

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