Ausblick lässt Gegner zittern

BVB-Trainer Terzic begeistert von „neuer Waffe“

Der 4:3-Sieg des BVB gegen den FC Augsburg war das Spiel der Comebacks. Ein Rückkehrer liefert Edin Terzic erfreuliche neue Möglichkeiten.

Dortmund – Dass der BVB den FC Augsburg in einem spektakulären Spiel mit 4:3 besiegte, geriet am vergangenen Sonntag (22. Januar) beinahe zur Randerscheinung. Es waren andere Dinge, die den Nachmittag aus Sicht der Beteiligten zu einem womöglich unvergessenen Erlebnis werden ließen.

BVB-Teenie überzeugt bei Comeback: Terzic begeistert von neuer Waffe

Zum einen sorgte Angreifer Sébastien Haller nach überstandener Hodenkrebs-Erkrankung für DEN Gänsehaut-Moment des Spiels. Zum anderen durfte sich Borussia Dortmund gegen den FCA über weitere Lichtblicke freuen.

So konnte beispielsweise Youngster Jamie Bynoe-Gittens (18) nach mehr als viermonatiger Abstinenz gegen die „Fuggerstädter“ sein Comeback feiern. Und wie er das tat.

BVB-Youngster meldet sich zurück: Edin Terzic ist begeistert

Jamie Bynoe-Gittens kehrte mit einem lauten Knall zurück auf die Bundesliga-Bühne. Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der 18-jährige Engländer den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2. Der Fußball-Ästhet avancierte direkt zum Aktivposten im Offensivspiel der Dortmunder Borussia.

Ganz zur Freude von BVB-Cheftrainer Edin Terzic (40): „Ich kenne Jamie ja jetzt auch schon eine ganze Weile und er ist ein fantastischer Junge, der während seiner ersten Verletzung fast perfekt Deutsch gelernt hat“, beginnt der 40-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 die Lobeshymne auf seinen Youngster.

Jamie Bynoe-Gittens belebt das Spiel des BVB: Edin Terzic hebt Stärken hervor

„Er ist extrem fleißig. In den vergangenen Monaten konnte er leider nicht mit uns auf dem Trainingsplatz stehen, aber er war jeden Tag bei uns und hat sehr hart und intensiv im Kraftraum gearbeitet, um sich vorzubereiten und für die Zukunft noch stabiler zu werden“, erklärt BVB-Trainer Edin Terzic.

Edin Terzic (l.) hat mit BVB-Youngster Jamie Bynoe-Gittens an dessen Schwächen gearbeitet.

Wie gut Jamie Bynoe-Gittens dem Spiel von Borussia Dortmund tut, habe er direkt nach seiner Einwechslung gezeigt: „Er hat die Fähigkeit, Eins-gegen-Eins-Situationen in ganz engen Räumen aufzulösen und für uns Torgefahr zu entwickeln. Er hat uns mit seinen Fähigkeiten und seiner Qualität sehr gefehlt“, stellt Edin Terzic klar, um dann einen Ausblick in die Zukunft zu geben.

BVB-Trainer Terzic schwärmt von neuer Waffe und blickt bei Bynoe-Gittens in die Zukunft

„Er hat sich deutlich weiterentwickelt. Wir haben ihn dahin bringen wollen, dass er weniger Zweikämpfe im Ballbesitz führt. Im Nachwuchsbereich hat er sich den Ball häufig an der Mittellinie abholen wollen und dann dort schon ganz viele Zweikämpfe geführt, wo es für den Gegner uninteressant ist, wenn er ein Foul spielt.“

Das soll sich von nun an ändern: „Wir wollen ihn wie am Sonntag ins letzte Drittel bekommen, dass der Gegner dann zweimal überlegt, wie er in den Zweikampf geht, um nicht den Elfmeter oder die Gelbe Karte zu riskieren. Wir sind einfach froh, dass er jetzt so gut zurückgekommen ist“, schwärmt BVB-Coach Terzic von seiner „neuen Waffe“ Jamie Bynoe-Gittens.

BVB-Teenie Bynoe-Gittens beschreibt Gefühlschaos: „Habe fast geweint“

Doch wie hat der Teenager sein emotionsgeladenes Comeback empfunden? „Ich bin glücklich, dass ich nach meinem viermonatigen Ausfall getroffen habe“, erzählt er stolz auf dem Youtube-Kanal des Vereins.

BVB-Youngster Jamie Bynoe-Gittens erlebte nach seinem Treffer gegen den FC Augsburg eine Achterbahn der Gefühle.

Wie viel Last von BVB-Youngster Jamie Bynoe-Gittens abfiel, spiegelte sich besonders deutlich in seinem Torjubel wider: „Ich dachte daran, dass die letzten Monate hart waren mit den Verletzungen. So ein Tor zu erzielen, war das Beste, was mir hätte passieren können. Ich wurde so sentimental, dass ich beinahe auf dem Rasen geweint hätte“, erklärt der 18-Jährige sichtlich berührt.

„Ich habe nicht geweint, war aber nah dran. Dieses Tor hat mir sehr viel bedeutet“, stellt der Engländer klar. Sowohl für Borussia Dortmund als auch für den Offensivspieler bleibt zu hoffen, dass er zukünftig von Verletzungen verschont bleibt.

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/Kirchner-Media

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