Bewertung von Borussia Dortmund

BVB-Einzelkritik gegen VfB Stuttgart: Haaland schwach bei Brandt-Doppelpack

Julian Brandt schießt den BVB zum Sieg gegen den VfB Stuttgart. Erling Haaland bleibt torlos. Die Einzelkritik und Noten.

Stuttgart – Borussia Dortmund hat am Freitagabend (8. April) einen insgesamt verdienten Sieg eingefahren. Beim 2:0-Erfolg des BVB gegen den VfB Stuttgart avancierte Julian Brandt zum Matchwinner und bekommt in der Einzelkritik die beste Note. Erling Haaland bleibt weiter torlos.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
TrainerMarco Rose

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Alle Noten von Borussia Dortmund beim VfB

Gregor Kobel: Die neue Nummer 1 des BVB kehrte erfolgreich zum Ex-Verein zurück. Besonders in Erinnerung bleiben wird, wie er in der 80. Minute gegen Borna Sosas Schlenzer sensationell übergriff. In der Schlussphase halfen das Aluminium und die abschlussschwachen VfB-Profis mit, die Null zu halten. Note: 2,5

Emre Can: Nach seiner grauenhaften Vorstellung beim 1:4 gegen RB Leipzig zeigte der Aushilfs-Rechtsverteidiger eine Reaktion. Aufmerksam, mit guter Körpersprache und stabil im Zweikampf, wenngleich er nicht in jedem Duell Sieger blieb. Zum Ende hin wackelte er sich mit zehn weiteren BVB-Kollegen in Richtung Schlusspfiff. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Note 3 für Manuel Akanji und Mats Hummels

Manuel Akanji: Anfangs nicht immer ganz sicher und in der Schlussphase unter Dauerbeschuss. Zwischendurch solide. Gewann nur ein Drittel seiner Zweikämpfe, brachte aber 95 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Note: 3

Mats Hummels: Im Zweikampf mit höherer Erfolgsquote als Nebenmann Manuel Akanji. Im Spielaufbau ähnlich gefordert. Offenbarte kleinere Schnelligkeitsdefizite, die gegen den VfB Stuttgart aber weitestgehend folgenlos blieben. Mats Hummels blieb beim BVB wegen muskulärer Probleme am Oberschenkel zur Pause in der Kabine, wie Marco Rose nach dem Spiel bestätigte. In der Einzelkritik gibt es: Note: 3

Mats Hummels hat sich beim BVB gegen den VfB Stuttgart verletzt.

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Note 4 für Raphael Guerreiro und Mahmoud Dahoud

Raphael Guerreiro: Wie immer: Offensiv hui, hinten pfui. Sein sehenswerter Volleyschuss traf den Außenpfosten (9.), bei der Großchance von Marmoush wandelte Raphael Guerreiro aber wieder einmal ballfern im Traumland (23.). Schoss sich im Strafraum den Ball selbst an die Hand (75.). Immer für eine starke Offensivaktion gut, aber leider stets ein potenzieller Gefahrenherd für die BVB-Defensive. Bitter: Trainer Marco Rose verriet nach Schlusspfiff, dass seine Auswechselung verletzungsbedingt war. Note: 4

Mahmoud Dahoud: Bis er nach 36 Minuten mit einer ausgekugelten Schulter verletzt vom Platz musste, war Mahmoud Dahoud in Stuttgart kein gewinnbringender Faktor im BVB-Spiel. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Note 3 für Jude Bellingham

Jude Bellingham: Der 18-Jährige begeistert BVB-Fans nicht nur durch seine fußballerische Klasse, sondern auch als Identifikationsfigur. Lässt sich nichts gefallen, geht aber manchmal etwas übereifrig zu Werke. Gegen den VfB Stuttgart fehlte seinem Spiel die Klarheit, die ihn sonst auszeichnet. Schön aber sein Steilpass auf Erling Haaland, der das 1:0 einleitete. Note: 3

Auch Mahmoud Dahoud hat sich beim BVB gegen den VfB Stuttgart verletzt.

Thorgan Hazard: 12,3 Kilometer Laufleistung dokumentieren seinen Fleiß. Viel Zwingendes brachte Thorgan Hazard gegen den VfB Stuttgart aber nicht auf den Weg. Engagiert, aber nur an einem einzigen Torschuss direkt beteiligt. War zuletzt aber auch schon schwächer unterwegs. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Note 3 für Marco Reus

Marco Reus: Scheiterte nach 17 Minuten per Hacke am stark reagierenden Florian Müller. Besonders in der zweiten Halbzeit war Marco Reus unfassbar engagiert unterwegs und an beinahe jeder Offensivaktion beteiligt. Der Lohn: Ein Assistpunkt beim 2:0 durch Julian Brandt. So präsent wünscht man sich den BVB-Kapitän. Allerdings mit nicht übersehbaren Schwächen in der Ballbehandlung. In der Einzelkritik macht das: Note 3

Giovanni Reyna: Als der junge US-Amerikaner nach nur einer Minute unter Tränen den Platz verließ, blutete jedem Fußballfan das Herz. Ihm bleibt nur zu wünschen, dass die neue Oberschenkelverletzung nicht wieder einen monatelangen Ausfall nach sich zieht. BVB-Youngster Giovanni Reyna war laut Marco Rose nach der Verletzung „fix und fertig“. Ohne Note

Der BVB hat den VfB Stuttgart mit 2:0 besiegt. Julian Brandt traf doppelt.

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Note 2 für Julian Brandt

Erling Haaland: Nach der überlegten Vorlage zum 1:0 für Julian Brandt kam nicht mehr viel. Bis zur letzten Sekunde der Nachspielzeit, als Erling Haaland den Ball zum vermeintlichen 3:0 über die Linie drückte, dabei aber im Abseits gestanden haben soll. Der BVB-Stürmer wartet jetzt schon seit fast 400 Minuten auf ein Tor. Hängt derzeit manchmal in der Luft. Note: 4

Julian Brandt: Viel Zeit hatte er nicht, um sich auf seinen Einsatz gegen den VfB Stuttgart vorzubereiten. Erzielte nach nur 12 Minuten aus kurzer Distanz das früheste Joker-Tor der Bundesliga-Geschichte. Ganz wichtig, dass er in der 71. Minute das 2:0 nachlegte. Bemerkenswert zudem, dass Julian Brandt satte 12,5 Kilometer abspulte. Spielte nicht die Sterne vom Himmel, war aber in den spielentscheidenden Situationen zur Stelle. Daher gibt es in der Einzelkritik die Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Note 2,5 für Dan-Axel Zagadou

Axel Witsel: Kam kurz vor der Pause für Mahmoud Dahoud ins Spiel. Der routinierte Belgier lieferte daraufhin als Ballverteiler im Mittelfeld eine gewohnt fehlerarme Partie (97 Prozent Passquote). Bedeutende Akzente blieben aber aus. Note: 3,5

Dan-Axel Zagadou: Der große Franzose ersetzte zur zweiten Halbzeit Mats Hummels und stand nicht selten als Turm in der Schlacht seinen Mann. Besonders stark sein Körpereinsatz im Eins-gegen-Eins-Duell mit Tiago Tomas (54.). Schade, dass er so häufig verletzt ist. Note: 2,5

Marius Wolf: Kam nach 75 Minuten für Raphael Guerreiro. Wegen der kurzen Spielzeit bleibt Marius Wolf in der Einzelkritik: Ohne Note

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