Nach Duselsieg

BVB-Boss kontert Frankfurt: Kehl widerspricht Krösche beim VAR deutlich

SGE-Sportvorstand Markus Krösche will künftig auf den VAR verzichten. Dem kann BVB-Boss Sebastian Kehl nichts abgewinnen.

Dortmund – Der 2:1-Erfolg des BVB bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag (29. Oktober) hat die Diskussion um den VAR neu entfacht. Markus Krösche, Sportvorstand der SGE, war außer sich nach dem Sieg von Borussia Dortmund.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
TrainerEdin Terzic
StadionSignal Iduna Park

BVB-Boss kontert Eintracht Frankfurt: Kehl widerspricht Krösche deutlich

„Ich weiß nicht, was die machen. Vor allem, wie sie ihn einsetzen. Mal setzen sie ihn ein, mal nicht. So können wir es nicht machen. Dann brauchen wir es nicht“, motzte Markus Krösche. „Ich finde, wenn wir den Videoassistenten haben, dann nutzt ihn. Wenn du ihn nicht nutzt, mein Gott, dann lass es sein. Dann stampf den Keller ein.“

Dem widersprach Sebastian Kehl tags drauf deutlich. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Videoassistent sehr viele krasse Fehlentscheidungen häufig genug gerecht und fair gelöst hat. Jetzt wieder alles in Frage zu stellen, ist nicht der richtige Weg“, sagte er der Funke Mediengruppe.

Markus Krösche will auf VAR verzichten: BVB-Boss hat andere Meinung

Auslöser der Diskussion war ein Zweikampf zwischen Karim Adeyemi und Jesper Lindström. Der BVB-Angreifer hatte den SGE-Mittelfeldspieler, der vom BVB umworben wird, in der 42. Spielminute im Dortmunder Strafraum zu Boden geschubst, doch der Pfiff von Schiedsrichter Sascha Stegemann war ausgeblieben und auch der VAR hatte nicht eingegriffen. Eine Fehlentscheidung.

„Wir haben diesen Assistenten. Dann frag ihn doch. Das ist ein Witz“, meckerte Markus Krösche. Ihm sei der Fußball ohne Videobeweis inzwischen lieber. „Wenn der Schiedsrichter einen Fehler macht, ist das menschlich. Aber doch nicht, wenn ich einen Videoassistenten habe.“

BVB-Boss Sebastian Kehl hat SGE-Sportvorstand Markus Krösche (r.) widersprochen. Der Dortmunder ist pro Videobeweis.

Sebastian Kehl möchte nicht auf das technische Hilfsmittel verzichten. Der BVB-Boss ist der Meinung, der VAR habe den Fußball „in vielen Situationen fairer und gerechter gemacht – da sind vor allem Abseitsentscheidungen zu nennen“.

BVB-Angreifer Karim Adeyemi rudert nach „Ist mir ganz egal“-Aussage zurück

Sebastian Kehl merkte aber auch an, dass es Optimierungsbedarf gibt. „Das Zusammenspiel zwischen Schiedsrichtern ist immer wieder verbesserungsbedürftig, auch wir waren schon Leidtragende – und gestern hatten wir mal Glück.“

Insbesondere Karim Adeyemi. Der BVB-Angreifer konnte die Aufregung zunächst gar nicht verstehen. „Für mich war das gar kein Foul“, sagte er unmittelbar nach dem Spiel gegenüber Sport1 und lachte über den Ärger von Eintracht Frankfurt: „Das ist deren Sache. Wir haben drei Punkte geholt. Das ist mir eigentlich ganz egal.“

Am Montag (31. Oktober) ruderte Karim Adeyemi zurück. „Mir wurde nach dem Spiel die Szene nicht gezeigt und im Spiel hat es sich für mich anders angefühlt“, schrieb er in seiner Instagram-Story. Es hätte sehr wohl einen Elfmeter für Eintracht Frankfurt geben müssen: „Nach dem ich die Bilder gesehen habe, muss ich ehrlich zugeben, dass meine Aussage falsch war“, stellte er klar.

Rubriklistenbild: © Revierfoto/Imago, Osnapix/Imago, Fotomontage: RUHR24

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