Ex-Kicker sieht Fehlstart

BVB-Profi Schlotterbeck erntet plötzlich massive Kritik

BVB-Profi Nico Schlotterbeck muss sich Kritik gefallen lassen. Er kann im DFB-Trikot noch nicht überzeugen.

Dortmund – Bei Borussia Dortmund eine nahezu tadellosen Start hingelegt, hat Nico Schlotterbeck in der deutschen Nationalmannschaft mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Der BVB-Neuzugang zeigte beim fulminanten 3:3-Unentschieden in der Nations League gegen England am vergangenen Montag (26. September) eine schlechte Leistung. Der 22-Jährige verursachte in seinem fünften Einsatz für das DFB-Team bereits den zweiten Elfmeter. Kritik hagelte es prompt.

NameNico Schlotterbeck
Geboren1. Dezember 1999 (Alter 22 Jahre), Waiblingen
Größe1,91 Meter
Aktuelles TeamBorussia Dortmund

BVB-Profi Schlotterbeck erntet scharfe Kritik: „Der Hype war zu groß“

„Der Hype um Schlotterbeck war zu groß, er hat in jedem Spiel Szenen wie vor dem Elfmeter in England“, sagte Markus Babbel dem Kicker. Der ehemalige deutsche Nationalspieler (51 Einsätze) schätzt BVB-Star Mats Hummels „stärker“ ein als dessen Abwehrkollegen Schlotterbeck und Niklas Süle, die das Innenverteidiger-Duo gegen England bildeten.

Babbel würde Hummels, um den es massive Diskussionen gibt, in den deutschen WM-Kader berufen. „In der Verteidigung müssen wir insgesamt besser werden. Nur mit einer stabilen Abwehr sind Titel möglich“, sagte Babbel weiter. Das DFB-Team ist bei der WM 2022 in Katar in Gruppe E gefordert. Dort geht es gegen Spanien, Japan und Costa Rica.

Nico Schlotterbeck: Stotterstart beim DFB, Auftakt nach Maß beim BVB

Schlotterbeck war im Sommer für 20 Millionen Euro vom SC Freiburg zum BVB gewechselt. Bei den Westfalen präsentierte sich der 22-Jährige hingegen selbstsicher und spielte in bislang neun von zehn möglichen Pflichtspielen über die volle Zeit.

Schlotterbeck brauchte kaum Eingewöhnungszeit. „Die ganze Mannschaft hat es mir aber leicht gemacht und mich super aufgenommen“, hatte Schlotterbeck berichtet. Auch, weil er weiß, was er mit den Schwarz-Gelben erreichen kann und für sich selbst.

Nico Schlotterbeck: Beim BVB läuft‘s für ihn, beim DFB (noch) nicht.

„Erstmal wollte ich spielen, weil es da hinten mit Mats und Niklas einen ganz ordentlichen Konkurrenzkampf gibt. Wir pushen uns gegenseitig hoch. Das tut uns gut. Die Jungs geben mir im Spiel viel den Ball und vertrauen mir.“ Dieses Vertrauen will der Innenverteidiger auch bei der Nationalmannschaft gewinnen.

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