Horror in der BVB-Defensive

Balerdi für Akanji ist nicht die einzige Lösung in der Abwehr bei Borussia Dortmund - ein Kommentar

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Leonardo Balerdi sollte heute für den BVB gegen den 1. FC Köln spielen. Manuel Akanji braucht eine Pause. 

Leo Balerdi muss heute für den BVB anstelle von Manuel Akanji gegen den 1. FC Köln spielen. Doch das kann nicht die einzige Lösung bei Borussia Dortmund sein. Ein Kommentar.  

  • Leonardo Balerdi (20) sollte heute (24. Januar) im Spiel BVB gegen den 1. FC Köln eine Chance bekommen. 
  • Der Argentinier könnte für den formschwachen Manuel Akanji (24) auflaufen. 
  • Doch das ist nicht die einzige Lösung in der Defensivarbeit bei Borussia Dortmund. 

Dortmund - "Lucien, lass den Leo ran!" Nach den drei Gegentoren gegen den FC Augsburg fordern zahlreiche Fans in den sozialen Medien Leonardo Balerdi (20) für Manuel Akanji (24). Der Nationalspieler der Schweiz spielt schlecht. Schon die ganze Saison. Gefühlt ziehen sich seine individuellen Fehler durch das ganze Jahr 2019. Der Argentinier hingegen wartet geduldig auf seine Chance. 

BVB: Dilemma in der Abwehr - Leonardo Balerdi für Manuel Akanji reicht nicht

Es ist ein natürlicher Reflex im Fußball. Ein Akteur spielt schlecht. Fans äußern, dass er eine Pause braucht und wollen einen anderen Spieler sehen. Höchstwahrscheinlich macht das auch im Spiel zwischen dem BVB und 1. FC Köln (hier nachlesen im Live-Ticker) Sinn. 

Lucien Favre (62) sollte Manuel Akanji eine Pause gönnen und nach einem Jahr endlich Leonardo Balerdi zu seinem Startelf- Debüt in der Bundesliga verhelfen. Immerhin ist der 20-Jährige das "größte Versprechen des argentinischen Fußballs ", wie es in Argentinien gesagt wird. Ganz so schlecht ist er nicht. Und viel schlechter als Manuel Akanji, wegen dem Lucien Favre beim BVB vor einer schwierigen Entscheidung steht, aktuell kann er auch nicht spielen.

BVB: Leonardo Balerdi kann aktuell nicht schlechter spielen als Manuel Akanji 

Es gibt Gründe, die für einen Einsatz von Leonardo Balerdi im Spiel BVB gegen 1. FC Köln (live im TV und Stream) sprechen. Manuel Akanji braucht definitiv eine Pause. Der Schweizer ist seit einem Jahr der Schwachpunkt in der Defensive bei Borussia Dortmund. Es ist auf der Tribüne und vor dem Fernseher schwierig zu verstehen, warum er Partie für Partie in der Startelf steht. 

Dan-Axel Zagadou (20) ist verletzt. Er wird mit Sicherheit für das Spiel gegen den 1. FC Köln ausfallen. Im weiteren Verlauf der Saison sollte Lucien Favre jedoch auch dem Franzosen mehr Einsatzzeiten gewähren. Wäre da noch Lukasz Piszczek (34), dessen Rolle in der Dreierkette hinterfragt werden muss und der auch einfach nicht jünger wird. 

BVB: Leonardo Balerdi sollte für Borussia Dortmund spielen - aber das kann nicht die Lösung sein

Leonardo Balerdi hätte es heute verdient, sein Können zu beweisen. Aber nicht nur heute, sondern auch in den nächsten Spielen. Er bringt alle Anlagen mit. Zudem wurde er in der Hinrunde in die A-Nationalmannschaft von Argentinien berufen. Der vielleicht größte Vorteil des 20-Jährigen ist klar: Er will sich beweisen.

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Die Probleme beim BVB werden aber nicht einfach mit einer Umstellung in der Abwehr verschwinden. Grundsätzlich muss sich etwas in der Mentalität aller Spieler ändern. Die Szene von Thorgan Hazard (26), die zum Treffer für den FC Augsburg führte, steht exemplarisch für das Problem bei Borussia Dortmund. 

BVB: Defensivarbeit fängt in der Offensive an - das muss Borussia Dortmund lernen 

Der BVB macht viele individuelle Fehler, die zu Gegentoren führen. Laut kicker gab es in der Saison 2018/2019 zehn solcher Fehler, in der aktuellen Saison immerhin schon acht. Doch noch etwas anderes muss sich bei Borussia Dortmund ändern. Auch, wenn viele die Vergleiche mit Jürgen Klopp nicht mehr hören können. Beim BVB muss der Stürmer wieder der erste Verteidiger sein. 

Zudem sollten sich zahlreiche Offensivspieler hinterfragen, ob sie genauso schnell nach hinten wie nach vorne laufen. Defensivarbeit darf schon am gegnerischen Strafraum beginnen und auch Spieler wie Thorgan Hazard, Marco Reus (30) oder Jadon Sancho (19) ist es nicht verboten, nach hinten zu sprinten. 

Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.