Leihe hat nicht gezündet

Fluch hält an: BVB-Flop scheitert beim nächsten Verein

Der BVB gilt als Bessermacher junger Talente. Das sollte auch bei Reinier der Fall sein. Doch es kam anders – und der Ex-Leihspieler hat weiter Pech.

Dortmund/Girona – Andi Brehme, Weltmeister von 1990, wird das Zitat nachgesagt: „Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh.“ Derb, aber auf den Punkt gebracht. Eine Situation, in der sich Reinier, einst Leihspieler bei Borussia Dortmund, wohl sehr gut wiederfinden kann. Der BVB-Flop kann immer noch keinen Fuß fassen.

Reinier-Fluch hält an: BVB-Flop scheitert schon wieder

Von Sommer 2020 – sechs Monate nachdem Real Madrid ihn für 30 Millionen Euro aus Brasilien holte – bis Sommer 2022 lief der 20-jährige Mittelfeldspieler im schwarz-gelben Trikot auf. Mehr oder weniger. Sein Abschied aus Dortmund verlief nicht wirklich versöhnlich.

Der brasilianischen Zeitung Globo Esporte sagte Reinier bei seinem Abgang: „Ich konnte mich fußballerisch nicht weiterentwickeln. Ich habe gut trainiert. Leute, deren Namen ich nicht nennen möchte, sagten zu mir: ‚Du trainierst wirklich super, Glückwunsch dazu, mach so weiter!‘ Doch ich habe nicht gespielt.“ Er habe nur noch weggewollt. Es seien zwei verlorene Jahre gewesen.

BVB und Reinier trennen sich unversöhnlich: Schwere Vorwürfe an Borussia Dortmund

Auch der Vater Reiniers trat nach und warf dem BVB vor, er habe seinen Sohn nicht unterstützt. Tatsächlich war die Zeit des jungen Brasilianers im Ruhrgebiet geprägt von Trainingsrückständen aufgrund einer Corona-Erkrankung und muskulären Problemen. Insgesamt kam er in den zwei Jahren auf 39 Einsätze und insgesamt 741 Spielminuten, was im Schnitt 19 Minuten Spielzeit pro Einsatz entspricht.

Doch das ist passé. Mit seiner Rückkehr nach Madrid sollte alles besser werden. Doch schnell war klar: Reinier würde wieder ausgeliehen werden. Die Königlichen hatten das Kontingent an Nicht-EU-Spielern für den Kader bereits erreicht. Nach Benfica Lissabon durfte er nicht wechseln, da die Portugiesen auf eine Kaufoption gepocht haben sollen, wie Spox berichtet. Also ging es per Leihe zum FC Girona.

BVB-Flop Reinier auch in Spanien vom Verletzungspech verfolgt

Und dort schien es zunächst gut zu laufen. Schon in seinem zweiten Spiel erzielte der Brasilianer ein Tor – und hat somit beim FC Girona genauso viel Tore geschossen wie beim BVB – und durfte bei seinem dritten Einsatz 90 Minuten durchspielen. Doch dann ereilte ihn wieder der Fluch: Reinier verletzte sich, verpasste vier Liga-Spiele, hatte dann noch mal zwei Kurzeinsätze (14 und 16 Minuten) und wird seit November nicht mehr für den Kader nominiert. Die Verletzung warf den Brasilianer erneut zurück.

Beim BVB konnte er keinen Fuß fassen: Doch auch bei seiner nächsten Station liegen Reinier (r.) Steine im Weg.

Kurz vor Weihnachten erhielt er die nächste Brems-Diagnose: Sehnenverletzung im rechten Oberschenkel. Weitere sechs Wochen Ausfall drohen. Der Ex-BVB-Leihspieler im absoluten Pech. Oder wie Andi Brehme sagte: „Haste Scheiße am Schuh, ...“

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