Atletico vs. BVB: So gefährlich können Polizeieinsätze in spanischen Stadien sein

Die Polizei in Spanien kann hart vorgehen. Foto: dpa
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Die Polizei in Spanien kann hart vorgehen. Foto: dpa

Beim Champions League Spiel des BVB werden tausende Fans in Madrid erwartet. Doch da es nicht selten zu Polizeigewalt kommt, warnt das BVB-Fan-Projekt nun.

Am Dienstag (6. November) bestreitet der BVB das Rückspiel der Champions League in Madrid. Dabei werden tausende BVB-Fans erwartet. Da die spanischen Polizisten im Stadion nicht selten sehr grob vorgehen, sollten die Borussen-Fans gewarnt sein.

Erst kürzlich kam es beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC zu Ausschreitungen, bei denen es auch zu harten Eingriffen durch die Polizei kam. Zuvor hatten Fans von Berlin Pyrotechnik gezündet, später die Polizei attackiert. Es kam zu Prügel-Attacken auf Polizisten. Die Einsatzkräfte nutzten Schlagstöcke und Pfefferspray.

Nun könnte es beim Champions League Spiel des BVB in Madrid wieder zu brenzligen Situationen zwischen Polizei und Fans kommen. Denn die spanische Polizei ist nicht für Ihre Zimperlichkeit bekannt.

Chaos bei Auswärtsspiel der Bayern in Madrid

Den letzten Vorfall in Spanien gab es im letzten Jahr bei der Partie zwischen dem FC Bayern und Real Madrid. Die Situation dort wird als chaotisch beschrieben, als es zu massiven Übergriffen kam.

Polizeigewalt ist in spanischen Stadien kein Einzelfall

Die Polizisten schlugen auf verschiedene Fans des FC Bayern mit Schlagstöcken ein. Die Szenen in der Halbzeit schockierten unzählige Fußballfans.

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Auch beim Spiel von Borussia Dortmund gegen den FC Sevilla im Jahr 2010 kam es zu Gewalt seitens der spanischen Polizei. Als die BVB-Anhänger in einem Marsch zum Stadion laufen wollten, schlugen die Polizisten auf sie ein. Angeblich seien die Fans zu langsam gelaufen.

Laut der Aussage eines Fans beim Fußball-Magazin "11 Freunde" haben die Beamten sogar auf eine Mitte 40-jährige Frau eingeschlagen, als sie gestolpert ist. Außerdem sollen damals 15 Dortmunder festgenommen worden sein. Dort begann für sie eine Odyssee an traumatischen Erlebnissen.

Die meisten von ihnen sollen sogar zu zwölf Monaten Freiheitsstrafe mit zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden sein.

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Deshalb weist das Fan-Projekt Dortmund nun darauf hin, wie sich die BVB-Fans beim Auswärtsspiel am Dienstag verhalten sollen. Dabei teilt das Projekt mit, dass die örtliche Polizei die Wege zum Stadion vorgibt.

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Zudem weist das Fan-Projekt ausdrücklich darauf hin, dass selbst kleinste Regelverstöße mit großer Härte bestraft werden könnten. "Bitte versucht Euch in möglichen Konfliktsituationen, gerade im Umgang mit der Polizei, zurückhaltend und besonnen zu verhalten", heißt es in einem Schreiben an die Fans.

Beim Einlass ins Stadion soll es außerdem fünffache Kontrollen geben.