Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Andrey Yarmolenko (29) spielte von August 2017 bis Juli 2018 für den BVB. In einem Interview sprach er über seine Zeit in Dortmund.

  • Andrey Yarmolenko betracht seine Zeit in Dortmund mit gemischten Gefühlen.
  • Einerseits hätte er in der Bundesliga „viel Erfahrung gesammelt“.
  • Andererseits kritisiert er auch den Umgang mit ihm vor dem Wechsel nach England.

Yarmolenko startet stark – dann stoppt ihn eine Verletzung

Am 28. August 2017 wechselte Andrey Yarmolenko für 25 Millionen Euro von Dynamo Kiew zu Borussia Dortmund. Nur drei Tage zuvor hatte der BVB den Abgang von Ousmane Dembélé verkündet. Der ukrainische Offensivspieler war gewissermaßen der direkte Ersatz für den französischen Flügelflitzer.

„Ich bin sehr dankbar, dass Dynamo Kiew mir meinen Traum erfüllt hat, zu einem großen europäischen Klub wechseln zu dürfen“, sagte Yarmolenko bei seiner Vorstellung in Dortmund.

Der Start beim BVB verlief auch vielversprechend. In den ersten 16 Bundesliga-Spielen traf er dreimal und gab fünf Vorlagen. Beim Champions League-Auftakt gegen Tottenham Hotspur erzielte der Flügelstürmer zudem ein sehenswertes Führungstor.

Schneller BVB-Abschied überrascht Yarmolenko

Anfang Februar 2018 setzte ihn dann eine Fußverletzung für mehrere Monate außer Gefecht. Während der kompletten Rückrunde kam Yarmolenko nur noch auf zwei Kurzeinsätze.

Zum Trainingsauftakt der Saison 2018/19 war der Ukrainer bereits für Verhandlungen mit anderen Vereinen freigestellt. Wenige Tage später verkündete der BVB seinen Wechsel zu West Ham United. 20 Millionen Euro zahlten die Engländer. Der BVB hat übrigens für den englischen Nationaltrainer Gareth Southgate, der über Jadon Sancho gesprochen hat, einen gewissen Standortnachteil.

Der Abschied überraschte viele, nicht zuletzt den Spieler selbst. „Ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass ich Dortmund so schnell verlassen würde. Aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich nach England gezogen bin. Bei West Ham bin ich glücklich“, erklärte Yarmolenko im Interview mit dem Portal sport.ua.

Offensivspieler kritisiert BVB-Bosse

Seine Zeit in der Bundesliga betrachtet der 29-Jährige mit gemischten Gefühlen: „Bei der Borussia hatte ich sowohl gute als auch schlechte Spiele. Ich glaube, dass ich dort viel Erfahrung gesammelt habe.“

Wie sein Wechsel über die Bühne ging, scheint Yarmolenko aber bis heute zu stören. „Ich bin kein Mädchen, das beleidigt ist. Aber die Art, wie sie sich von mir trennten, gefiel mir nicht.“

Dabei kritisiert er wohl das Verhalten der BVB-Bosse ihm gegenüber: „In Dortmund hat mir nicht viel gefallen. Wenn Sie es mit England vergleichen, dann gibt es eine viel bessere Einstellung zu ihren Spielern.“

Gleichzeitig betonte der Angreifer aber auch, dass der BVB „ein großartiger Verein“ sei und die dort angestellten Fußballer dem Klub „mit großem Respekt“ begegnen sollten.