Bild: Philipp Von Ditfurth/dpa

André Schürrle (28) wechselt zum russischen Klub Spartak Moskau. Der 28-Jährige verlässt den BVB und wird nach Russland ausgeliehen.

  • André Schürrle wechselt zu Spartak Moskau.
  • Borussia Dortmund verleiht den 28-Jährigen nach Spartak Moskau.

Update, Donnerstag (1. August), 11.30 Uhr: Mittlerweile äußerte sich auch André Schürrle zu seinem Spartak-Wechsel. „Ich hatte keinen Druck mich schnell entscheiden zu müssen. Nach dem Angebot von Spartak hatten wir intensive Gespräche mit guten Ergebnissen“, sagte der Spieler gegenüber dem kicker.

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Spartak Moskau sei ein traditionsreicher und sehr gut geführter Klub mit ehrgeizigen Zielen. Moskau sei eine neue Erfahrung, die Sprache nicht leicht, aber keine Hürde, so Schürrle weiter. „Ich bin neugierig auf neue Erfahrungen.“

Watzke kündigt weitere Abgänge beim BVB an

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigte unterdessen an, den Kader weiter zu verkleinern. „André Schürrle wird garantiert nicht der letzte Abgang beim BVB gewesen sein“ zitiert ihn die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Und unterstützte gleichzeitig die Entscheidung des 28-Jährigen: „Es ist für André Schürrle das Beste, etwas anderes zu machen. Das war mit allen Beteiligten von Beginn an so besprochen.“

Erstmeldung, Mittwoch (31. Juli), 20.15 Uhr: In der vergangenen Saison spielte der 28-Jährige für den englischen Verein FC Fulham. Dort absolvierte er 24 Partien und erzielte sechs Tore. Der Kontakt zu Spartak Moskau bestand schon länger.

André Schürrle verlässt den BVB in Richtung Spartak Moskau

Heute am Mittwoch (31. Juli) äußerte sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc (56) zu dem Wechsel: „Wir wünschen André Schürrle für seine Zeit in Moskau alles Gute und den maximal möglichen Erfolg.“ Zwischendurch gab es sogar das kuriose Gerücht, dass Eintracht Frankfurt das Transferziel sein könnte. Auch Lazio Rom soll im Gespräch gewesen sein.

André Schürrle. Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa
André Schürrle. Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa

Schürrle wechselte im Jahr 2016 für insgesamt 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund.

Schürrle zur Leihe – aber Spartak soll eine Kaufoption haben

Doch beim BVB wurde er auch unter seinem Förderer Thomas Tuchel (45) nie glücklich. In der ersten Saison absolvierte er 25 Partien, schoss fünf Tore und bereitete vier Treffer vor. In der Saison 2017/2018 gab es drei Tore und sechs Vorlagen.

Schürrle hatte am Mittwoch schon den Medizinchek bei Spartak Moskau absolviert. Er wechselt zu einem Verein, der aktuell nach drei Spielen, einem Sieg, einer Niederlage und einem Remis, auf dem 8. Platz der russischen Premier Liga steht.

In der vergangenen Saison wurde Spartak Moskau „nur“ 5. der russischen Premier Liga.

Schürrle und der BVB – das große Missverständnis

Schürrle und der BVB – die Geschichte war ein großes Missverständnis. Der mittlerweile zweitteuerste Transfer der Vereinsgeschichte kam in Dortmund nie wirklich an. Eine Innenbahnddehnung, eine Achillessehnenreizung und ein Muskelfaserriss sorgten in seinen zwei Jahren beim BVB dafür, dass er nie wirklich in den Rhythmus fand.

Schürrle musste trotzdem stets mit der großen Hypothek leben, 30 Millionen Euro Ablöse gekostet zu haben. Auf die Frage angesprochen, sagte er einst in einer Pressekonferenz, dass er für die Ablöse selbst nichts könnte.

Umgang mit Schürrle war stets problematisch

Sein Berater Ingo Haspel hatte sich über den Umgang mit Schürrle in der vergangenen Saison beschwert. Die Sicht auf ihn (Schürrle, Anm. d. Red.) seit stets verzerrt.

Schürrle äußerte sich nach dem Abstieg des FC Fulham über einen möglichen Verbleib und deutete an, dass er eigentlich gerne in London geblieben wäre. Nun beginnt für den 28-jährigen Ex-Nationalspieler ein neues Abenteuer.

Als nächster Offensivspieler könnte Maximilian Philipp den BVB verlassen. Dynamo Moskau soll das Ziel sein. Auf der Zugangsseite wird über Stürmer Patrik Schick spekuliert.