Alcácer, Hazard und Götze: Im BVB-Sturm bleibt wenig Platz für Schick

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Paco Alcácer wird wohl im BVB-Sturm gesetzt sein. Foto: dpa

Patrik Schick soll sich für einen Wechsel zum BVB entschieden haben. Angesichts der Konkurrenz von Alcácer, Hazard und Götze ist ein Transfer fraglich.

Hartnäckig halten sich bei Borussia Dortmund die Gerüchte um eine Verpflichtung von Patrik Schick (23). Dabei ist der BVB im Sturmzentrum bereits gut besetzt.

  • Patrik Schick soll sich für einen Wechsel zum BVB entschieden haben.
  • Fraglich ist, ob Borussia Dortmund überhaupt Bedarf an einem weiteren Stürmer hat.
  • Paco Alcácer scheint gesetzt - auch Thorgan Hazard, Jacob Bruun Larsen und Mario Götze können auf der Position spielen.

Seit einiger Zeit wird Patrik Schick mit dem BVB in Verbindung gebracht. Angesichts der großen Konkurrenz in der Dortmunder Offensive bestehen Zweifel an der Notwendigkeit einer Verpflichtung.

Schick möchte angeblich nur zum BVB wechseln

Wie Transfer-Insider Gianluca di Marzio berichtet, hat Schick eine Offerte des Premier-League-Klubs Newcastle United ausgeschlagen. Der Stürmer von AS Rom soll sich für einen Wechsel nach Dortmund entschieden haben.

Dabei stellt sich die Frage, wie ausgeprägt das Dortmunder Interesse am tschechischen Nationalspieler wirklich ist. Denn es streiten sich ohnehin einige Spieler um Einsatzminuten im BVB-Sturm.

Alcácer fordert Stammplatz beim BVB ein

Paco Alcácer (25) scheint in der Sturmspitze von Borussia Dortmund gesetzt zu sein. Der Spanier war mit vier Treffern erfolgreichster Torschütze in den Testspielen. Auch beim Supercup-Erfolg gegen den FC Bayern spielte er von Beginn an und erzielte den wichtigen Führungstreffer.

Im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit, in der er meist als Ersatzspieler zum Einsatz kam und dennoch 18 Tore erzielten konnte, ist der Knipser jetzt körperlich auf Topniveau. Er hat sich mittlerweile eine Fitness erarbeitet, die es erlaubt, Ansprüche auf die Stammelf zu formulieren.

Im Interview mit Sky sagte Alcácer, seines Zeichens gefährlichster Freistoß-Schütze der Bundesliga: "Ich bin ein fröhlicher, witziger Mensch, aber wenn ich auf der Bank sitze, mag ich nichts mehr, dann bin ich ein komplizierter Typ, was mir selbst nicht gefällt". Nach den Eindrücken der Saison-Vorbereitung dürfte ihm der ungeliebte Bankplatz erspart bleiben.

Das bestätigte Hans-Joachim Watzke im Rahmen des Trainingslagers in Bad Ragaz: "Wir sind im Sturmzentrum mit Paco Alcácer blendend aufgestellt und haben obendrein zwei, drei Spieler, die sehr gut auf der Neun spielen können", findet der BVB-Geschäftsführer.

Auch Neuzugang Hazard und Jacob Bruun Larsen wurden im BVB-Sturm getestet

Schick hätte allerdings noch mit weiteren Konkurrenten um Spielzeit zu kämpfen. Denn auch Neu-Dortmunder Thorgan Hazard (26) scheint für die Rolle im Sturmzentrum in Frage zu kommen. Als erste Einwechsel-Option für Alcácer übernahm der Offensiv-Allrounder diese Rolle in Testspielen, ehe ihn eine Sprunggelenksverletzung außer Gefecht setzte.

Mittlerweile ist Hazard wieder voll einsatzfähig und will mit dem BVB viel erreichen. Der Meistertitel ist das erklärte Ziel. Jacob Bruun Larsen (20) gilt ebenfalls als Alternative auf der "Neun". Zweifel ragen sich indes um die Zukunft von Mario Götze (27).

Götze-Abgang als Chance für Schick?

Götze, in der abgelaufenen Spielzeit noch die Nummer eins im BVB-Sturm, saß gegen den FC Bayern 90 Minuten lang auf der Bank. An Alcácer scheint derzeit kein Vorbeikommen zu sein.

Angesichts drohender Gehaltseinbußen und vermehrter Konkurrenz schließt Götze einen Wechsel ins Ausland nicht mehr aus. Falls er den Verein wider Erwarten während der aktuellen Transferperiode noch verlassen sollte, ergäbe ein Schick-Transfer Sinn. Andernfalls ist der BVB im Sturm ausreichend besetzt.