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Manuel Akanji (24) war in der vergangenen Saison absoluter Stammspieler beim BVB. Als Chef der Abwehr hat er sich aber offenbar nie gesehen. Nach der Rückkehr von Mats Hummels (30) ist der Wettstreit um den Posten eröffnet.

  • Akanji war in der vergangenen Spielzeit eine feste Konstante beim BVB.
  • Der Spieler sah sich selbst jedoch nicht als Abwehrchef.
  • Der 24-Jährige freut sich über den Wechsel von Hummels.

Update, Mittwoch (18. August):

Manuel Akanji, der momentan in einer Formkrise steckt, ist offenbar enttäuscht von den Dortmund-Bossen. Nach dem Hummels Transfer fehlt dem Schweizer die Wertschätzung beim BVB. Er ist nun sogar aus dem Mannschaftsrat zurückgetreten.

Erstmeldung:

Mats Hummels kam zurück, woraufhin Abdou Diallo (23) die Flucht ergriff und zu Paris Saint-Germain wechselte. Auch BVB-Spieler Manuel Akanji wurde in den vergangenen Wochen mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Manchester United wurde Interesse an dem 24-Jährigen nachgesagt. Doch der Schweizer bleibt offenbar in Dortmund und stellt sich dem Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung.

Akanji hatte Abwehr des BVB fest im Griff

Akanji, der seit Anfang 2018 bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, war in der abgelaufenen Spielzeit in der Abwehr der Schwarz-Gelben gesetzt. In der Liga stand er 25 Mal für den BVB auf dem Platz.

Eine Hüftverletzung bescherte dem Fußballer einige Ausfälle. Ab Februar 2019 war er dann wieder eine feste Konstante im Team von Trainer Lucien Favre (61). Teilweise trug der Innenverteidiger sogar die Kapitänsbinde.

Das Abwehrzentrum beim BVB hatte Akanji fest im Griff, als Chef der Abwehr sah er selbst sich jedoch nicht. „Ich habe mich aber auch nie als Abwehrchef tituliert. Ich versuche einfach, gute Leistungen zu bringen und der Mannschaft zu helfen“, so der Spieler im Interview mit Goal und SPOX.

Die Rückkehr von Mats Hummels betrachtet der Schweizer als einen großen Gewinn für die Borussia. „Mats ist einer der besten deutschen Verteidiger der vergangenen Jahre. Er bringt sehr viel Erfahrung mit und wird uns helfen.“

Trainingslager Borussia Dortmund
Mats Hummels und Manuel Akanji mit ihren Kollegen Leonardo Balerdi (links) und Marius Wolf (hinten) im BVB-Trainingslager. Foto: David Inderlied/dpa

Schweizer will zusammen mit Hummels Verantwortung übernehmen

Natürlich habe er wahrgenommen, was für Leistungen der 30-Jährige in der Vergangenheit sowohl beim BVB sowie in der Nationalmannschaft und bei den Bayern gezeigt hat, so Akanji weiter.

Seine Rolle bei Borussia Dortmund soll das jedoch nicht beeinflussen. „Ich habe schon immer versucht, Verantwortung zu übernehmen und werde das auch unabhängig von Mats weiterhin so halten.“

„Mir ist es nicht so wichtig, wer dann als Abwehrchef dargestellt wird“, fügt der 24-Jährige hinzu. Zumindest im Supercup wird Akanji wohl die Führungsfigur in der Abwehr sein, denn Hummels fällt offenbar verletzt aus.

Welche Chancen gibt es für Zagadou und Co.?

Wer in der kommenden Saison hinter den Beiden in der BVB-Abwehr aufgestellt wird, könnte möglicherweise die spannendere Frage sein. Neben Dan-Axel Zagadou (20), der im schwarz-gelben Trikot eine gute Spielzeit absolviert hat, hoffen auch Spieler wie Ömer Toprak (30) oder Neuzugang Leonardi Balerdi (20) auf Einsätze.