Verwirrung um Linien

Kreuzung in Witten bei Galileo Big Pictures zu sehen: „So viel Dummheit“

Eine Kreuzung im Ruhrgebiet ist durch ihre Linien und Markierungen berühmt geworden. Nicht alle Wittener feiern den Erfolg.

Update, Donnerstag (5. Januar), 17.25 Uhr: Witten – Mittlerweile hat sich die Stadt auf eine Anfrage von RUHR24 gemeldet. „Von den Markierungen versprechen wir uns mehr Sicherheit für linksabbiegende Radler. Diese können nun das sogenannte indirekte Linksabbiegen nutzen und müssen nicht mehr in der Mitte der Kreuzung stehen. Diese Verkehrsführung ist in mehr als 40 Städten erprobt und wir haben auch in Witten in den ersten Wochen seit Einführung keine Hinweise auf Probleme“, heißt es per Mail.

Kreuzung in Witten schafft es zu Galileo Pig Pictures – Linien sorgen für Verwirrung

Erstmeldung, Samstag (31. Dezember), 16 Uhr: Sie ist mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund und das über die Stadtgrenzen von Witten hinaus. Es geht um die sogenannte „Wirrwarr-Kreuzung“ im Wittener Zentrum. Hier kreuzen sich, nahe des Boni-Centers, die Pferdebachstraße und die Ardeystraße. Bodenmarkierungen sind so zahlreich vorhanden, dass es die Kreuzung sogar zu Galileo geschafft hat.

Prosieben hat die Straßenkreuzung zwischen Bochum und Dortmund in den Jahresrückblick von Galileo Big Pictures aufgenommen. Immer mehr Medien berichten über den Verkehrsknotenpunkt. Neben der WAZ und dem WDR, hat auch RTL die Wirr-Warr-Kreuzung thematisiert (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Aber warum ist die Kreuzung in Witten so besonders? Neben den normalen Verkehrsmarkierungen hat die Stadt Witten sogenannte Fahrradbuchten eingezeichnet. Diese zusätzlichen Linien sollten das Abbiegen für Radler sicherer machen. Stattdessen sorgten die Markierungen allerdings für Verwirrung.

„Guck mal Witten wird berühmt“ – User scherzen über Aufmerksamkeit für Kreuzung

Also fackelte die Stadt Witten nicht lang und malte die Abbiegebuchten einfach rot an. Ob diese Maßnahme die Wegeführung vereinfacht, bleibt abzuwarten. Für Wittener dürfte in erster Linie zählen, dass die Pferdebachstraße nach jahrelanger Baustelle wieder befahrbar ist. Im Winter sollte man übrigens besser nicht mit Jacke ins Auto steigen.

In einer Facebook-Gruppe witzeln einige Wittener über die mediale Aufmerksamkeit. „Witten, Zentrum der westlichen Welt“, heißt es etwa. Ein anderer User meint: „Wir habens geschafft“. „Guck mal Witten wird berühmt“, schreibt eine weitere Nutzerin. Doch nicht alle Gruppen-Mitglieder feiern den „Erfolg“.

Die Wirrwarr-Kreuzung von Witten hat es zu Galileo Big Pictures geschafft.

„So viel Dummheit muss ins Fernsehen, ich hätte beinahe jemanden an dieser Kreuzung umgemäht“, klagt ein User auf Facebook sein Leid. „Gibt‘s in der Konstellation in Dortmund etliche Male“, versteht ein anderer den Trubel nicht. „Kann man schon das Benutzerhandbuch als PDF, für diese Kreuzung bei der Stadt runterladen?“, scherzt ein anderer Wittener.

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/Imago

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