Suche nach Bomben

Blindgänger in Bochum an insgesamt 15 Orten vermutet - Stadt sucht Bomben und rechnet mit Evakuierung

In Bochum werden Blindgänger an mehreren Orten vermutet.
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In Bochum werden Blindgänger an mehreren Orten vermutet.

An insgesamt 15 Orten werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Auf die Bürger in Bochum könnten mehrere Evakuierungen zukommen.

  • In Bochum werden an mehreren Stellen Blindgänger vermutet.
  • Betroffen sind auch Teile der Innenstadt und der RUB.
  • Bereits für kommende Woche sind Evakuierungen geplant.

Bochum - In Bochum werden an 15 Orten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Darunter sind auch Teile der Ruhr-Uni Bochum (RUB) und Wohngebiete. Die Stadt plant bereits Evakuierungen für die kommende Woche. Wegen des Coronavirus werden diese unter erschwerten Bedingungen ablaufen.

Stadt

Bochum

Fläche

145,4 Quadratkilometer

Einwohnerzahl

372.193 (Stand 2019)

Bürgermeister

Thomas Eiskirch

Blindgänger in Bochum: 15 Orte werden untersucht - Stadt rechnet mit Evakuierungen

Die nicht näher beschriebenen Verdachtspunkte der Blindgänger liegen nach Angaben der Stadt Bochum hauptsächlich im Nordwesten und Südosten der Stadt. Auch teile der Innenstadt nahe dem Bermudadreieck gelten als Verdachtspunkt.

Ob dort wirklich Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Erde liegen, ist derzeit noch unklar. Sondierungen legten jedoch den Verdacht nahe, dass dort durchaus Blindgänger gefunden werden könnten. Dies wird sich aber erst bei Grabungen zeigen, kündigt die Stadt an:

"Die erste Maßnahme ist für den kommenden Dienstag (23. Juni) an der Lennershofstraße in Querenburg geplant. Sollte sich hier der Verdacht bestätigen, würden Teile der Universität sowie die Lennershofsiedlung betroffen sein."

Bochum: Blindgänger an 15 Orten vermutet - Innenstadt und RUB könnten betroffen sein

Dennoch geht die Stadt nach der Auswertung von Luftbildern davon aus, dass an zehn Orten in Bochum zum Teil gleich mehrere Blindgänger liegen könnten (siehe Karte).

Im Juli soll zudem an folgende Straßen nach weiteren Blindgängern gesucht werden:

  • Steinring 
  • Aschenbruch 
  • Marmelshagen 
  • Braunsberger Straße 
  • Wattenscheider Bach (4 Verdachtspunkte)
  • Universitätsstraße

Wo genau die Verdachtspunkte an diesen Straßen liegen, ist noch unklar. Anwohner sollen aber ab kommender Woche informiert werden, ob sie in einer möglichen Evakuierungszone wohnen. Zuletzt mussten im September 2019 rund 1.800 Menschen ihre Wohnungen wegen eines Blindgängers verlassen. Am 1. Juli könnte die Evakuierung in Bochum so weit sein - 2000 Menschen sind an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen betroffen. 

Mitte Juli wurde in Dortmund ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Im Stadtteil Eving mussten bis zu 2.000 Menschen evakuiert werden. 

Blindgänger in Bochum: Coronavirus erschwert Evakuierung der Anwohner

Erschwert wird die Planung der Evakuierung der Anwohner in Bochum durch die Coronavirus-Krise (alles zu Covid-19 in unserem NRW-Ticker). Die Stadt plant erneut Shuttle-Busse, die Anwohner zu den Betreuungsstellen bringen sollen.

In Bochum werden an gleich 15 Orten Blindgänger vermutet.

Darüber hinaus sollen folgende Regeln gelten:

  • Beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses muss der erforderliche Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern zu Personen aus anderen Haushalten eingehalten werden.
  • Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, müssen Personen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. 
  • Die Einsatzkräfte werden die Anwohner, die eine Betreuungsstelle nutzen wollen, nach Krankheitssymptome einer Corona-Infektion befragen.

Über die Ergebnisse der Suche nach den Blindgängern will die Stadt Bochum separat berichten.

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