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Mit gleich drei Anbietern für E-Scooter steht in Bochum gefühlt an jeder Ecker einer der kleinen Flitzern. Daraus folgt auch: Die Polizei muss immer wieder gegen Verstöße vorgehen. Am Mittwoch (25. September) gab es gleich 117 Kontrollen.

  • Die Delikte auf E-Scooter sind häufig immer wieder dieselben.
  • Ein Verkehrssünder floh sogar vor der Polizei Bochum.
  • Ordnungshüter geben Tipps zum richtigen Verhalten.

E-Scooter: Fahrer halten Polizei in Bochum auf Trab

Von den 117 Kontrollierten E-Scooter-Fahrern haben in Bochum, wo möglicherweise der RS1 bald in fünf Metern Höhe durch die Innenstadt führt, elf eine Ordnungswidrigkeit begangen, teilt die Polizei mit, die aktuell auch im Falle eines E-Scooter-Werfers ermittelt, der ein Gerät jüngst auf die A40 geschmissen hatte. Neun am Mittwoch kontrollierte Fahrer mussten Verwarngelder zahlen. Das häufigste „Delikt“: Fahren auf dem Bürgersteig.

Denn was viele nicht wissen: „Alles, was ein Radfahrer darf, darf auch ein E-Scooter-Nutzer“, heißt es von der Polizei in Bochum. Fahren auf dem Bürgersteig gehört da in der Regel nicht zu.

Was auf dem E-Scooter und auch auf dem Fahrrad nicht erlaubt ist, ist das Nutzen des Handys während der Fahrt. Die Polizei stellt allerdings fest, dass dies das zweithäufigste Delikt ist.

Mehrere Vergehen auf einem Scooter begangen

Den Vogel schoss am Mittwoch jedoch ein Mann auf einem E-Scooter ab, der sich im Bereich der Innenstadt fortbewegte. Laut Polizei beging er gleich mehrere Verstöße. Er nutzte mit dem E-Scooter den Gehweg, nutzte dabei sein Handy und missachtete die Anhaltezeichen der Polizei.

Als er keinen Ausweg mehr sah, soll der Mann laut Polizei seinen E-Scooter weggeschmissen haben und weggerannt sein. Blöd für ihn: Die Polizei kann jetzt die Daten des Mannes über die Verleihfirma anfordern.

Polizeihauptkommissarin Eva Waga-Paluch in ihrem Resümee über die Nutzung der E-Scooter in Bochum: „In Gesprächen stellte sich heraus, dass die Fahrerinnen und Fahrer doch sehr unbedacht und mit viel Unwissenheit umherfahren.“

Daher hier die Regeln in aller Kürze:

  • Wer einen Elektro-Scooter nutzt, muss mindestens 14 Jahre alt sein.
  • Nebeneinander oder zu zweit auf einem Roller zu fahren, ist tabu.
  • Fahren auf Gehwegen, in Fußgängerzonen oder in Parkanlagen ist auch nicht erlaubt.
  • Wenn ein Radweg ausgeschildert ist, muss dieser benutzt werden. Andernfalls muss man auf der Straße fahren.
  • Fahren unter Alkoholeinfluss oder mit berauschenden Mitteln ist auch mit einem E-Scooter nicht erlaubt. Die Promillegrenzwerte liegen hier gleich einem Kraftfahrzeugführer – nicht wie bei einem Radfahrer.
  • Zudem ist die Benutzung eines Mobiltelefons verboten.

Weiterhin rät die Polizei bei einer solchen Fahrt, einen Helm zu tragen, damit bei einem Sturz oder Unfall der Kopf geschützt ist. Weitere Infos gibt die Polizei in diesem Flyer.