Bild: Daniele Giustolisi/RUHR24

Die Stadt Bochum warnt seine Bürger vor stehenden Gewässern wie Teichen und Seen. Grund ist die Gefahr durch Bakterien im Wasser.

  • Cyanobakterien, auch als Blaualgen bezeichnet, können für Krankheiten sorgen.
  • Die Stadt Bochum hat jetzt ein Bade- und Trinkverbot verhängt.

Bei Routine-Checks hat die Stadt Bochum festgestellt, dass es im großen Stadtparkteich und im Teich im Bockholt in Bochum-Harpen erhöhte Konzentrationen von Cyanobakterien gibt. Die Bakterien werden auch als Blaualgen bezeichnet.

Erst kürzlich hatte die Stadt das Gewässer im Stadtpark näher unter die Lupe nehmen lassen. Allerdings ging es da noch um die Zählung von Fischen.

In etwa so sah der Marmorkarpfen aus, den Angler in Bochum aus einem Teich im Stadtpark fischten. Symbolfoto: Stadt Bochum
Erst kürzlich hatte die Stadt seinen Teich im Stadtpark analysieren lassen – dabei ging es aber um das Vorkommen von Fischen. Foto: André Grabowski / Stadt Bochum

In diesem Sommer hatten auch andere Städte im Ruhrgebiet mit den Cyanobakterien in Gewässern zu kämpfen – etwa Duisburg am Freibad Wolfssee.

Die Bakterien bilden sich aufgrund der hohen Temperaturen verbunden mit einem hohen Nährstoffgehalt in den Gewässern. Da der Sommer erneut durch Hitze und Trockenheit geprägt war, drohten viele Gewässer der Region zu „kippen“.

Stadt Bochum will auch Wasser anderer Gewässer überprüfen

Ob auch andere Gewässer in Bochum von den Bakterien betroffen sind, will die Stadt nun prüfen, heißt es in einer Mitteilung am Donnerstag (8. August).

Damit die Bakterien keine Krankheiten auslösen, hat die Stadt Bochum jetzt ein Bade- und Trinkverbot für Hunde in allen Bochumer Stillgewässern verhängt.

„Ebenso ist darauf zu achten, dass Kinder, insbesondere Kleinkinder, nicht an den Ufern spielen und/oder in direkten Kontakt mit dem Wasser kommen“, heißt es von der Stadt. Gefahr durch die Bakterien könne nicht ausgeschlossen werden.

Kontakt mit Bakterien kann Krankheiten verursachen

Laut Stadt könne der direkte Kontakt mit dem betroffenen Wasser mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Schleimhaut- und Hautreizungen führen. Das Verschlucken könne sogar Magen-Darm-Probleme, aber auch Atemwegsbeschwerden erzeugen.

Um Bürger vor der Gefahr zu warnen, will die Stadt Bochum nun Warnschilder aufstellen lassen. Wie lang das Verbot gilt, ist bislang unklar.