Bild: Architekturbüro RKW

Neue Geschäfte, ein Hotel, neue Büros: Im Kampf um die Gunst der City-Besucher rüstet Bochum weiter auf. Inzwischen rollen die Bagger für das wohl schillerndste Neubauprojekt in der Innenstadt – das Viktoria-Karree.

Bochum baut an einem neuen Geschäftsquartier mitten in der Innenstadt. Da wo einst die Justiz mit dem Landgericht ihren Platz hatte, entsteht in den kommenden Jahren ein dreiteiliger Gebäude-Komplex – auch, um dem Online-Handel den Kampf anzusagen.

Damit vollzieht die Stadt einen Lückenschluss zwischen ihrer Einkaufsstraße – der Kortumstraße – dem Husemannplatz und der Viktoriastraße – die das Bermuda Dreieck streift.

Das Viktoria-Karree Bochum vom Husemannplatz gesehen. Bild: HBB + Architekturbüro RKW | Quelle: Stadt Bochum
Das Viktoria-Karree Bochum vom Husemannplatz gesehen. Bild: HBB + Architekturbüro RKW | Quelle: Stadt Bochum

Verteilt auf sieben Geschossen pro Gebäude baut der Investor, die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB), Platz für neue Geschäfte, Büros, Gastronomie, ein Fitnessstudio und Dienstleistungen.

Ein zeitgemäßes Hotel und eine Tiefgarage für 500 Plätze soll das das Viktoria-Karree für Kunden und Besucher bereichern. 150 Millionen Euro fließen in den nächsten Jahren in das Geschäftsquartier in 1A-Lage.

Bis Mitte 2021 könnte Viktoria-Karree stehen

Seit ein paar Tagen sind am ehemaligen Justizgelände bereits die Abrissbagger angerollt, die das Feld für die Neubauten bereiten. 2020 soll dann bestenfalls der Bau des Viktoria-Karree beginnen. Läuft alles gut, könnten die Gebäude nach den aktuellen Plänen Mitte 2021 bezugsfertig sein.

Anders als Innenstadt-Malls wie die Thier-Galerie in Dortmund oder das Forum in Duisburg sind die Geschäfte des Viktoria-Karrees in Bochum allesamt von außen betretbar und haben damit separate Eingänge. Damit hat sich die Stadt ganz bewusst gegen ein geschlossenes Shopping-Center entschieden, um keine Trennung von der Innenstadt zu kreieren.

Bochum will keine Händler verdrängen

15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche plant der Investor, 40 Prozent davon sollen Ladenlokale mit einer Fläche von 1.000 Quadratmeter sein. Vertraglich festhalten ließ die Stadt unterdessen, dass mehr als 85 Prozent der Verkaufsfläche von Unternehmen genutzt werden, die sich neu in Bochum ansiedeln und heute noch nicht in der Bochumer Innenstadt ansässig sind.

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) begrüßt das Bauvorhaben: „Das Viktoria-Karree ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Innenstadt.“

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Foto: dpa
Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch freut sich auf das Viktoria-Karree. Foto: dpa

Aktuelle Top-Themen:

In den vergangenen Jahren ließ die Stadt die Kortumstraße zu einer modernen Einkaufsstraße umbauen. Weitere Pläne für die Innenstadt von Bochum ist eine große Markthalle – nur wenige Meter entfernt vom neuen Viktoria-Karree.