Leichtsinnige Aktion

Schock in Bochum: Jugendlicher durch selbst gebauten Böller schwer verletzt

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Illegale Böller in Bochum - Junge schwer verletzt

In Bochum hat ein 13-Jähriger sein Leben aufs Spiel gesetzt. Er baute sich einen eigenen Böller. Doch das ging ganz schön nach hinten los.

  • In Bochum hat sich ein Jugendlicher durch einen selbstgebauten Böller schwer verletzt.
  • Auch ein weiterer Schüler musste wegen der Aktion ins Krankenhaus.
  • Die Kriminalpolizei Bochum ermittelt aktuell wegen des unüberlegten Handelns der Jungen.

Bochum - Nicht nur unüberlegt, sondern auch äußerst gefährlich war die Idee von einem 13-jährigen Schüler aus Bochum und einem Freund von ihm. Diese Idee hätte für die beiden fatale Folgen haben können.

Bochum: Selbstgebauter Böller hat dramatische Folgen für Jugendliche

Am Sonntag (26. Januar) zündeten die beiden Jugendlichen aus Bochum einen selbstgebastelten Böller im Bereich der Nörenbergstraße an - mit üblen Folgen.

Einer der zwei Jungen erlitt beim Anzünden des Böllers, schwerste Verletzungen und musste daraufhin gegen 15 Uhr mit einem Notarzt und einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden und wurde dort stationär aufgenommen.

Kriminalpolizei Bochum ermittelt: Böller wohl aus Resten von Feuerwerk hergestellt

Doch die Polizei Bochum gibt Entwarnung: Lebensgefahr bestehe aktuell bei dem Schüler nicht, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat sich der Verunfallte den Böller aus Resten von einem Silvesterfeuerwerk selber hergestellt. Der andere 13-jährige Junge, der dabei war, erlitt ein Knalltrauma und musste daher ebenfalls zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Aktuell ermittelt die Kriminalpolizei Bochum in dem Fall. Die Polizei appelliert dringend daran, dass unfachgerechte Zusammenbauten und Selbstexperimente zu unvorhersehbaren Situationen führen können. Dabei können lebensgefährliche Verletzungen entstehen. Außerdem gibt es für sämtliche Feuerwerkskörper strenge Vorgaben. 

Polizei warnt vor Gefahr von Böllern - Jugendlicher nach Explosion im Koma

Trotzdem kommt es durch leichtsinnige Aktionen immer wieder zu schlimmen Situationen. Anfang Januar zerfetzte ein Böller einem 15-Jährigen aus Gelsenkirchen die Hand. Dadurch schwebte er zwischenzeitlich in Lebensgefahr und lag im künstlichen Koma. Außerdem gab es in Gelsenkirchen durch unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerk acht Brände am Silvestermorgen.

Auch in anderen Teilen von Deutschland kommt es vor allem an Silvester bei Kindern und Jugendlichen zu heftigen Folgen nach dem Abfeuern von Böllern.

Video: Kinder durch Böller schwer verletzt

Böller? Nein, Danke! Stadt Dortmund zieht Konsequenzen

Nicht nur wegen der Gefahr für Mensch und Haus, sondern auch aufgrund der Umweltschädlichkeit von Feuerwerkskörpern und Böllern, hat die Stadt Dortmund bereits erste Konsequenzen gezogen und verbietet in weiten Teilen der Innenstadt das Abfeuern von Raketen und Böllern an Silvester.

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